Bekenntnisse eines Langzeitstudenten am 27. Januar 2015
ungefähr 7 Minuten
Themen: Bekenntnisse , Langzeitstudent , Studierende

Bekenntnisse eines Langzeitstudenten

Eines will ich gleich mal klarstellen: ich hatte sehr gute Gründe dafür, mein Studium so lange schleifen zu lassen. Ganz ehrlich, anfangs hätte ich niemals geahnt, dass ich 16 Semester brauchen würde, um meinen kleinen Abschluss in Publizistik zu machen. Doch nun ist es passiert und ich muss es erklären. Es bleibt nichts Anderes übrig.

Manch einer wird jetzt sagen: „Der musste nebenbei bestimmt nicht arbeiten!“ „Musste nichts für seine Wohnung bezahlen!“ „Blöder Schmarotzer!“ und ich antworte darauf: Ihr habt Recht! Ich habe die Möglichkeiten, die sich mir geboten haben, eiskalt ausgenutzt, um so lange wie möglich an der Universität mein Studentenleben zu genießen. Ich habe im Kino auf meinem Preisnachlass bestanden, ebenso wie in der Bibliothek, bei den Wiener Linien und bei anderen Veranstaltungen. Wenn mich jemand gefragt hat, was ich arbeite, antwortete ich mit süffisantem Grinsen: „Ich bin Student!“ und fühlte mich dabei mit Recht wie ein vollwertig drehendes Rädchen der Gesellschaft. Ich wollte so lange wie möglich an der Uni bleiben, da ich genau wusste, es wird die beste und lockerste Zeit meines Lebens.

Ein kleiner Erklärungsversuch für all jene, die bereits Steuern zahlen und vor dem Verfasser dieser Zeilen die Nase rümpfen: Nach Beendigung meines Präsenzdienstes hätte die Welt kaum besser und schöner aussehen können, als ich das erste Mal im Audimax an einer Orientierungs-Lehrveranstaltung für das Studium Publizistik- und Kommunikationswissenschaft teilnahm. Es ist vermutlich nicht schwer, die Uni toll zu finden, wenn man einen Monat zuvor noch vor Männern salutieren musste, deren einzige Eloquenz darin bestand, den Satz „Habt Acht!“ in unzähligen Variationen aus ähnlich klingenden kryptischen Lauten auszusprechen. Nach acht Monaten derbstem Proletentum erstrahlte der randvolle Audimax am Hauptgebäude der Universität Wien wie der neue Garten Eden.

Anfangs dachte ich mir, die Zeit wäre auf meiner Seite. Drei Jahre bis zum Bachelor, fünf Jahre bis zum Master. Klingt realistisch, danach Job, Geld, Wohnung und mein eigener Chef sein. Ging in der Schule doch auch ohne Ehrenrunde! Doch dass es anders kommt als man denkt, war vorherzusehen. Der Lernstoff entpuppte sich als weit umfangreicher als in der Schule, der mangelnde Druck des Sitzenbleibens potenzierte sich am Tag der Prüfung. Hinzu kam eine familiäre Tragödie, die den Blick auf die Prioritäten etwas verschieben sollte. Ich war in der Schule immer sehr bestrebt, einer der Besten zu sein, am Schnellsten fertig zu sein, so viel wie möglich mitzunehmen und zu lernen. Dass das Leben manchmal ungerecht ist, beweist schon allein die Tatsache, dass jährlich zig Menschen an Lungenkrebs erkranken, obwohl sie niemals an einer Zigarette gezogen haben. Und dass man das Leben nicht von der Wiege bis zur Bahre durchplanen kann, gehört zu den wichtigen Erkenntnissen eines jeden Menschenlebens. Sehr treffend meinte einst Joe Perry, Leadgitarrist von Aerosmith: „Wie bringt man Gott am einfachsten zum Lachen? Erzähl ihm deine Pläne!“

Ab dem 5. Semester beschloss ich, die Dinge nicht so verklemmt zu sehen. Zeit für die Hobbys musste ich mir nehmen, ebenso die Tage genießen, an denen ich nicht auf die Uni musste. Man lernt ja nicht nur im Hörsaal oder in der Bibliothek, man lernt, wenn man nach draußen geht und das Leben kennen lernt – CARPE DIEM! Auch über Umwege kommt man ans Ziel, das ist der Slogan, den ich gesucht habe. Mit der Zeit habe ich neben meinen Hobbys, Sport und abendlichen Eskapaden die Uni-Vorlesungen als intellektuellen Ausgleich betrachtet und genau das war der Grund dafür, dass ich trotz Katerstimmung und bleischwerem Kopf immer wieder zur Vorlesung erschienen bin. Oftmals erschien mir der Vortrag der ProfessorInnen als die erwünschte Lücke im Puzzlespiel, das mein tägliches Leben ausmachte. Wie ein alter Grieche, so wollte ich eigentlich studieren, mit Freunden und Gleichgesinnten in einer Runde zusammen sitzen und über Zeit, Ethik und das Wesen der Menschheit sinnieren. Und so ist es dann auch geschehen, nur eben, dass der Ort des Diskurses meist ein Irisches Pub oder ein anderes Bierlokal gewesen war. Sehr oft kam es dann vor, dass ich Informationen aus den Vorlesungen gewinnbringend in Diskussionen unterbringen konnte, um so die Illusion einer ausgeprägten Bildung zu suggerieren. Der Lernstoff des Studiums diente als wichtiger Input, um für den Rest der Menschen nicht langweilig und stumpf zu wirken.

Zugegeben: ich hätte niemals so lange studieren können, wenn ich nicht das Glück gehabt hätte, finanziell abgesichert zu sein. Ich habe von Erspartem gelebt, nichts für meine Bleibe bezahlt, monatlich Waisenrente kassiert und dadurch sehr viel Zeit für Ausbildung und Selbstfindung verwenden dürfen. Dass trotzdem nicht alles eitel Wonne war, beweist ein vielerorts unterschätztes Problem für Langzeitstudenten: die Einsamkeit. Jeder Langzeitstudent beginnt mit vielen anderen Gleichgesinnten, die im Laufe der Jahre dem Langzeitstudenten im Studienplan enteilen. Es kommen zwar neue Studenten nach, doch im Wesen des Langzeitstudenten liegt eine tief verwurzelte Langsamkeit, die schließlich dazu führt, dass ihm auch die nachkommenden Studenten entschwinden. Es bleiben zwar einige Freunde und Bekannte, doch sie klettern die Leiter viel schneller empor und sie unternehmen verzweifelte und erfolglose Versuche, den Nachzügler nach oben zu hieven. Und irgendwann sitzt der arme Tropf dann allein da und kennt niemanden mehr, der neben oder vor ihm sitzt (hinter ihm sitzt niemand, da er ganz hinten Platz nimmt).

Die Jahre strichen also durchs Land, und mir kam das ein oder andere Mal der Gedanke, das Studieren bleiben zu lassen. Vielleicht irgendeinen Job suchen und keinen brotlosen Vorträgen mehr lauschen!? Immerhin musste ich Studiengebühren bezahlen, Skripten kaufen (und lesen) und mich mit schwieriger Uni-Bürokratie herumplagen. Ich bin bestimmt nicht der einzige Student, dem es passiert ist, dass sein Studienplan auslief, und er/sie danach einige Vorlesungen vom neuen Studienplan nachholen musste. Ist dies nun Zeitverschwendung oder Charakterprüfung? habe ich mich das ein oder andere Mal gefragt. Und doch, trotz aller Stolpersteine, überwog stets das Gefühl der Unvollkommenheit, das bei einem Studienabbruch zurück geblieben wäre. Ich könnte niemals wieder am Universitätsring vorbei gehen, ohne mich meines eigenen Versagens zu schämen. Vor allem, da ich schon so viele Jahre an diesem Ort verbracht und mir einen versöhnlichen Abschluss gewünscht hatte.

Als sich nach einer vollen Gymnasiumzeit und vier Olympischen Spielen schließlich das Ende des Studiums näherte, konnte ich es kaum fassen. Ich war konsterniert, dass der Abschluss tatsächlich in Sichtweite lag. So ähnlich musste sich Kolumbus gefühlt haben, als er nach monatelanger Fahrt über den kahlflachen Atlantik endlich die Konturen von Land ausgemacht hatte. Ich hatte nun meine Bakk-Arbeiten geschrieben, meine Wahlfachkombination wurde bewilligt, ich durfte meine Prüfungen noch in Semesterwochenstunden abrechnen und nicht in ECTS, und tatsächlich war es soweit: Der viel umjubelte Wisch, den ich mir am NIG abholte, bestätigte mir 16 Semester Aufenthalt an der Universität Wien mit einem Bakk. Phil. Als ich die Dokumente in meinen Händen hielt, war mir plötzlich klar, was die letzten acht Jahre hier auf dieser Universität mit mir geschehen war: Ich hatte in winzigen Babyschritten einen Marathon vollendet! Ich hatte à la Andy Dufresne mit einem Geologenhammer einen fluchtreifen Tunnel gegraben! Ich hatte Tropfen für Tropfen ein Fass gefüllt, das so groß war wie ich selbst! Und ich war gewachsen, ohne mir größere Schuhe kaufen zu müssen! Ob ich den Master auch noch dranhänge? Mal sehen…



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17 Kommentare

  1. CHAPEAU & MERCI. Endlich mal ein Gleichgesinnter zwischen all den unleidlichen Überambitionierten, die am Ende meist auch nicht mehr wissen und können. Glückwunsch zum Abschluss!

  2. Ich kann nur eines dazu sagen: ich gehe seit Jahren VOLLZEIT arbeiten, habe Matura NEBEN der Arbeit (Vollzeit) in kürzester Zeit nachgemacht und studiere NEBEN der Arbeit (Vollzeit). Ich komme jetzt ins 4. Semester, hab bis jetzt keinen Verlust, und schaffe es auch!

      1. Was es mir bringt? Ganz einfach, dass ich es kann ;-)
        Es hat aber Gründe warum ich in normaler Zeit abschließen möchte.
        Mir gehts selten gut und deswegen muss ich die Zeit nutzen so lange ich was machen kann. Ich möchte mir damit beweißen, dass ich es trotzdem kann, obwohl ich es nicht dürfte. Außerdem wär ich keine (angenommen) 12 Jahre motiviert und wenn ich was fertig bekommen will, dann somit schnell. Außerdem bin ich keine 20 mehr und hab noch andere Ziele in meinem Leben. Dennoch genieß ich genau so mein Leben und hab trotzdem Freizeit.
        Natürlich kann es jeder machen wie er will, dennoch muss man sich auch sein Ziel vor Augen halten…

    1. Aufgrund der Kommentare hier muss ich echt was loswerden. Ich studiere Physik und habe auch einen Lehrabschluss. Ich bin Elektromaschinentechniker. Ich hab mich in meinem Leben noch nie so sehr anstrengen müssen als jetzt auf der Uni. Viele mögen sich jetzt vielleicht denken, dass Physik kompliziert ist, aber daran liegt es nicht. Ich war immer ein guter Schüler und habe manche Dinge schneller verstanden als andere. Mathe, Biologie, egal was außer Deutsch, sogar in Englisch war ich besser als in Deutsch und Deutsch ist meine Muttersprache, meine einzige Muttersprache. Das Physik-Studium braucht Zeit, zB für das erste Semester sind 25 SWS veranschlagt, das sind 18,75 Echtzeitstunden pro Woche. Doch das ist nur die Zeit an der Uni. Beispiele rechnen für die Übungseinheiten, Protokolle schreiben, lernen für Zwischentests und Prüfungen, all das passiert nicht in 5 Minuten. Meistens ist dafür genau so viel Zeit von Nöten als man im Hörsaal sitzt wenn nicht sogar mehr. Somit ist man bei 40 Stunden. Oder 37,5 Stunden. Und wenn jemand Vollzeit arbeitet und Vollzeit studiert sind das 80 Stunden pro Woche. 24*7 ist übringends 168. Ich möchte hier nicht sagen, dass es unmöglich ist, das wäre ignorant. Es gibt Punkte die ich wichtiger finde. Wir sind Menschen und keine Maschinen. Jeder Mensch hat Bedürfnisse wie Schlaf, Liebe, Soziales. Wir müssen uns eine Frage stellen wieso studieren wir überhaupt? Will ich einen Titel oder interessier ich mich für die Richtung? Ich hab den Eindruck, dass für viele Studenten bei Prüfungen nur „Vier gewinnt“ zählt und Hauptsache Durchkommen. Aber worum sollte es wirklich beim Studieren gehen? Ja.. Um Wissen! Das ist der Grund warum Universitäten gegründet wurden und gegründet werden. Und echtes Wissen braucht echte Zeit. Erkenntnis setzt auch immer eine andere Erkenntnis vorraus. Was ich auch allgemein für wichtig halte ist, dass wir uns eingestehen Menschen sind verschieden und somit auf niemals auf einen Nenner zu bringen. Ich finde sein Durchhaltevermögen bemerkenswert, ich stelle mir den psychischen Druck enorm vor. Und hiermit möchte auch ich gratulieren und alles Gute wünschen.

  3. Ein wertvoller Bericht, interessant und gut geschrieben, danke! Diese Balance zwischen Studium und Leben finden nicht viele (zugegeben, du neigst doch stark zum Leben), und zum Abschluss und Job zu übereilen ohne sich persönlich zu entwickeln führt oft zur späteren Krise und Charakterschwäche. Ich bin mir sicher, dass du deinen Weg noch findest. Irgendwann will man etwas erreichen, und wenn man bis dahin noch nicht irgendwelchen Süchten oder Neurosen verfallen ist, endet das normalerweise in ordentlicher Arbeit.
    Die Frage an die Kritiker ist: Was ist Ziel und Inhalt des Lebens, worauf arbeitet man hin? Möglichst viel Geld zu verdienen und angesehen zu sein? Schopenhauer hat schon bemerkt, dass das die unbedeutenderen Merkmale sind (was einer hat und was einer vorstellt, gegenüber dem was einer ist).
    „Das ist mein Weg, welches ist Dein Weg? DEN Weg gibt es nicht.“ – Nietzsche

  4. Ich habe heute einen der bedauernswertesten Menschen überhören müssen: Besitzt Jachten und riesiges Jahreseinkommen, aber egozentrisch, geschieden, eine Stunde lang auf einen anderen über seine finanziellen Erfolge eingeredet. Ich würde nicht sein Freund sein wollen. Das muss ein armseliges Leben sein.

  5. danke für deinen beitrag! find‘ ich super, dass du dir treu geblieben ist (was immer das auch heißen mag) und in dem tempo gemacht hast, wie es dir passte.

    im endeffekt zählt es doch nur, dass mensch ankommt. habe ich während des studiums bisher einsehen müssen. die ideale von wegen viel und brav lernen, den profs gefallen, … niemanden interessiert das!
    ob ar… aufreißen oder sich durchschummeln – beide wege führen zum ziel, nämlich durchkommen (was nicht fair und ok ist und heiße das auch nicht gut, aber das reale leben hat kaum etwas mit den vorstellungen in den büchern, wie alles sein soll, zu tun).

    und wegen deines textes werde ich mein studium wieder aufnehmen. hast mich motiviert. 16 prüfungen und 2 bachelorarbeiten und dann bin auch ich fertig. danke!!!

    du lebst, was ich immer predige und woran ich mich zu selten halte: mein leben, mein tempo. danke!

  6. Finde es einerseits immer beeindruckend, wenn ich diese Leute sehe, die mit einer Engelsgeduld ein bis zwei LVs pro Semester machen und den Rest der Zeit im Kaffeehaus oder sonst wo herum „grundeln“. Andererseits glaube ich aber nicht, in 10 Semestern mehr als in 3 zu lernen, denn die „Erleuchtung“ (oder wie immer man das Anwachsen von Wissen und die damit verbundenen langfristigen Freuden nennen möchte) habe ich bisher nicht gefunden und das, obwohl das Ende meines ersten BA auch schon nahe rückt. Schade eigentlich.

  7. ich kannte viele, die es ähnlich wie dir gingen. Leider hatte ich nicht den finanziellen Hintergrund, dass ich mich auf der Uni Wien länger vergnügen konnte, auch wenn ich es gerne getan hätte. Es war eine der besten Zeiten meines Lebens, aber alles Gute hat mal ein Ende… und 16 Semester sind wirklich eine ziemlich lange Zeit… vor allem für ein geisteswissenschaftliches Studium. Und wenn du ehrlich bist, sieht deine Zukunft nach 8 Jahren Uni sicher nicht besser aus als mit nur 8 oder 6 Semester. Ich habe mit vielen StundentInnen seither gearbeitet – darunter waren einige, die auch die besten Jahre schon hinter sich hatten – aber fix eingestellt hätte ich keinen mit 16 Semester, einem BA in Phil… sorry. Aber ich hoffe, du hattest wenigstens eine schöne Zeit auf der Uni.

  8. Von nichts kommt nichts! Ob im Studium oder im späteren Leben – wer sich nicht daran macht eine Aufgabe zu beenden, dann bleibt man zurück! Wenn man nicht bereit ist, ein wenig mehr als andere zu leisten, dann wird man immer nur Mittelmaß sein und eventuell zu den Ambitionierten und Fleißigen hochblicken.
    Aber ich verstehe auch gut, dass man das Studentenleben genießen muss! So leicht hat man es nie wieder! Mal eine Party einer Prüfung vorziehen ist auch nicht verkehrt, wenn man bedenkt, dass man noch zig Jahre arbeiten muss, aber man muss schon wissen wohin man will und ob man auf dem Weg auch Erfolg haben möchte oder nur irgendwie zum Ziel stolpert…

    Aber nichtsdestotrotz herzlichen Glückwunsch zum Bakk und alles Gute für neue Ziele! Hab deinen Artikel gern gelesen!

  9. ich sage auch danke und gratuliere dir zu deinem abschluss! dass zwei von drei kommentaren das sind was sie sind, zeigt ziemlich deutlich um was es vielen studierenden geht und das ist ziemlich traurig. es ist ein gutes statement, da anders drüber zu sprechen. studieren ist mehr als ein abschluss in mindestzeit! die gründe die du hattest stehen kaum überlesbar zwischen den zeilen, schade eigentlich für die vollzeitarbeiter und es-trotzdem-ohne-verlust-schaffenden, dass sowas zu verstehen sich dann nicht mehr ausgeht.

  10. Ich muss schon sagen: Du hast ein Talent. Du kannst gut schreiben. Dein Text war sehr angenehm und unterhaltend zu lesen. Glückwunsch! Letzten Endes kommt es im Leben doch darauf an, was man kann, und nicht, wie lange man gebraucht hat, um einen akademischen Abschluss zu erwerben. Ich war selbst zwölf Jahre lang an der Uni inskribiert, habe in dieser Zeit einen Dipl.-Ing. und einen Dr. med. erworben, also zwei akademische Abschlüsse in zwei gänzlich unterschiedlichen Fächern mit nur wenigen inhaltlichen Überschneidungen. Nur allzu gerne würde ich jetzt noch etwas Geisteswissenschaftliches studieren. Mir hat das Studieren Spaß gemacht. Ich kann davon nicht genug bekommen.

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