Demotivierende Winterstimmung & how to handle it am 27. November 2013
ungefähr 3 Minuten
Themen: Bibliothek , Lernen , Lernumgebung , Studierende

Demotivierende Winterstimmung & how to handle it

Es ist Sonntag. Drei Tage sind noch Zeit bis zur Prüfung und ich bin gerade mal auf Seite 10 von gefühlten 400 Seiten. Oh, da fällt mir ja ein, ich sollte zuerst noch eine Kleinigkeit essen. Davor muss ich aber abwaschen. Und überhaupt, wie schaut die ganze Wohnung denn schon wieder aus? Da sollte ich aber wirklich noch schnell darüberputzen, ist ja kein sauberes Lernumfeld.

Drei Stunden später: Noch immer liegt ein dicker, in englischer Sprache verfasster Wälzer der Konsorten Jobber und Chadwick, die mich dringend über die Instrumente der Marketing-Tätigkeit aufklären sollten, vor mir. Und noch immer bin ich keine Seite weitergekommen. Naja … wenigstens ist die Wohnung jetzt sauber.

Und so vergeht tagtäglich die kostbare Vorbereitungszeit für Prüfungen, in dem ich an die, in dem Moment, wichtigsten Erledigungen erinnert werde: Von Putzen über Kochen über die Planung des nächsten Semesters bis zum Durchklicken der letzten Sommerfotos. Letztendlich wird der Stoff dann am Vortag in mein Gehirn gehämmert und schlicht auswendig gelernt. Ich, persönlich, versuche mir ja immer einzureden, es liege am Wetter. Naja, auf die Uni und in die Vorlesungen gehen macht ja Spaß. Da trifft man die Mitstudierenden, trinkt Kaffee und abgesehen von den gefühlten Minusgraden im Publizistik-Institut fühle ich mich wohl und habe Spaß dabei, Neues zu erfahren. Nur kaum in den eigenen vier Wänden angekommen, ist die anfängliche Lernmotivation wie weggeblasen. Da sitze ich lieber vor dem Laptop, stalke Leute auf Facebook, die nicht mal die Freunde meiner Freunde sind und warte bis die Zeit vergeht. Oh, schon 20:00 .. naja jetzt brauch ich auch nicht mehr anfangen.

Geht es nur mir so? Glaube ich nicht, sonst wären ja auch nicht alle Orte, in denen man gesellschaftlich mehr oder weniger isoliert bzw. gezwungen wird, produktiv zu sein, sogenannte Lesesäle und Bibliotheken, quer durch Wien in der allseits gefürchteten Prüfungszeit nicht schon um 09:00 knallvoll. Erst beim Einbruch der Dunkelheit (also zur Zeit schon nachmittags) ergeben sich ein paar Lücken. Nach fünf Semestern anstrengendem Zuhause-„Lernen“ weiß ich jetzt genau diese Bibliotheken zu schätzen. Das ist meine persönliche Lösung zum Demotivationsproblem. Ich mag den Kampf um die Sitzplätze am Morgen – ist doch schön, wenn so viele Studenten am liebsten sofort zu lernen beginnen – ohne Rücksicht auf Verluste. Ich mag sogar die bösen Blicke, wenn mal wieder jemand vergessen hat,
sein Handy auszuschalten und dieses in aller Lautstärke den neuesten Miley Cyrus Hit hervortönt. Ich mag die Leute, die in einem Outfit lernen, in dem ich nicht mal am Wochenende fortgehe, nur in der Hoffnung, auf einer der ohnehin längst veralteten Spotted-Pages gesichtet
zu werden. Ich mag das zu dunkle oder zu grelle Licht. Ich mag die braven 09:00 – 17:00 Lerner, die Facebooker und die Whatsapper, die nach vielen Versuchen
mit Freunden aus Ablenkungsgründen zu chatten, doch die Hoffnung aufgeben und das Buch aufschlagen. Zweite Lösung in der kalten Jahreszeit ist die Aussicht auf den Post-Lern-Punsch mit den Mitstudierenden. Am liebsten gleich im Campus. Das motiviert doch?!

Jetzt aber genug von meiner Seite und ran an die Übung, die ich morgen Abend abgeben muss. Oh, aber da fällt mir ein, ich sollte ja noch einkaufen und die Wäsche gehört auch noch aufgehängt …



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