Der Weg zum grenzenlosen Miteinander am 19. April 2016
ungefähr 2 Minuten
Themen: textwettbewerb , uni international

Der Weg zum grenzenlosen Miteinander

Endlich war es so weit! Ich war an der University of Groningen angenommen. Mein Wunsch ein fremdes Land zu erforschen, eine andere Universität kennenzulernen und dabei allein auf mich selbst gestellt zu sein, würde sich erfüllen. Das bedeutete aber auch Abschied von meinen Geliebten und meinem Zuhause nehmen zu müssen. Ich musste etwas von mir zurücklassen, um etwas Neues erleben zu können. Das war eine Herausforderung. Angefangen bei meiner Schwäche für Abschiede bis hin zu meinem mangelnden Orientierungssinn, nun war ich gezwungen mich dem zu stellen.

Das Grundgerüst für mein Leben in Groningen war mit Besorgung eines Fahrrades und Einrichtung meines Zimmers im Studentenheim aufgebaut und wurde mit meinem alleinigen Zurechtkommen in der Stadt besiegelt. Doch wie zuhause fühlte ich mich erst dank meiner zahlreichen neuen Bekanntschaften, wie die Leute aus meinem Studentenheim. Zusammen entdeckten wir das Land und ihre Einwohner, erlebten unseren Alltag und lernten voneinander. Es spielte keine Rolle woher wir kamen und was wir bis jetzt erlebt hatten. Das hier und jetzt verband uns. Auch meine neuen Studienkollegen lehrten mich viel. Beeindruckt vom Ehrgeiz und Wissen mancher wollte ich selbst mehr erreichen. Angeregt durch ihre Zielsetzungen, sah ich, wie viele Perspektiven auch meine Zukunft haben könnte. Sammelbecken dieser Inspirationsquellen war die Universität mit ihrem umfassenden Lehrangebot. Der Fleiß der Studenten wiederspiegelte das Universitätsmotto „an den Grenzen des Wissens arbeiten“.

Tatsächlich kam auch ich an meine Grenzen, sah aber auch wie grenzenlos das Leben sein konnte. Die Internationalität der Studenten veranlasste mich zur Auseinandersetzung mit verschieden Kulturen und vergrößerte mein Interesse am Weltgeschehen. Dabei entdeckte ich Gemeinsamkeiten mit meiner österreichischen und meiner iranischen Seite.

Begriffe wie „fremd“ und „heimatlos“ kann ich aus meinem Wortschatz streichen. Denn für mich wurden Fremde zur Familie und ein unbekanntes Land heimatlich. Ich kenne keine Grenzen mehr.

Haddad Golrokh
Haddad Golrokh

 

Zur Übersicht des uni international Textwettbewerbs geht’s hier.




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