Hong Kong – das China für Anfänger

Franziska Wellenzohn war während ihres Bachelor-Studiums der Politikwissenschaft mit dem Non-EU Student Exchange Program für ein Jahr an der Chinese University of Hongkong. Anlässlich des China-Tages  (organisiert vom International Office) berichtet sie über ihre Erlebnisse als Studentin in Hong Kong:

Als gebürtige Europäerin hatte ich lange Zeit nur eine vage Vorstellung von China, die hauptsächlich von Medienberichten geprägt war. Meine Abenteuerlust hat mich dann aber schließlich dazu bewegt meine Koffer zu packen um das Land besser kennenzulernen.Dafür habe ich im Rahmen eines Auslandsaufenthaltes mit dem Non-EU Student Exchange Programm ein Jahr meines Bachelorstudiums in Hong Kong absolviert.

Blick vom Victoria Peak auf die Stadt
Blick vom Victoria Peak auf die Stadt

 

Blick vom Tempel der 10.000 Buddhas auf den Stadtteil Sha Tin
Blick vom Tempel der 10.000 Buddhas auf den Stadtteil Sha Tin

Die aufregende, lebendige und dynamische Stadt unterscheidet sich sehr vom restlichen China und ist nicht sehr repräsentativ für das restliche Land, da sie bis 1997 zu Großbritannien gehörte. Dieser westliche Einfluss ist auch heute noch stark zu spüren und macht Hong Kong deshalb zu einer guten Einsteigerstadt für Asienneulinge. Viele bekannte Produkte und Standards sind nämlich auch hier zu finden, außerdem stellt die Sprachbarriere ein weitaus geringeres Problem als auf dem „Festland“ dar. Wer also gerne seine Perspektive ändern möchte und bereit für ein Abenteuer in eine völlig andere Welt ist, sollte unbedingt einmal nach China gehen und damit der Kulturschock nicht zu groß wird, empfehle ich mit Hong Kong anzufangen.

Die Zeit an der Chinese University von Hong Kong habe ich sehr genossen. Neben vielen neuen Bekanntschaften aus aller Welt, war für mich, vor allem der außereuropäische bzw. asiatische Blick auf die Welt und auf Europa sehr interessant. In der chinesischen Sonderverwaltungszone hat sich während meines Aufenthalts auch politisch viel getan. Im September 2014 hat nämlich die Protestbewegung „Umbrella Revolution“ begonnen, welche den Erhalt der Unabhängigkeit Hong Kongs von China fordert. Landschaftlich bietet Hong Kong alles von belebten Großstadtflair, über bewachsene Hügellandschaften, bis hin zu sonnigen Meerstränden. Aber auch mit kulinarischen Spezialitäten lässt sich hier viel experimentieren.

Die kantonesische Sprache, die in Hong Kong gesprochen wird, habe ich leider nicht erlernt, da man mit Englisch relativ gut zurechtkommt. Dafür habe ich mich in Mandarin versucht, was im Großteil Chinas gesprochen wird. Während meiner drei-wöchigen Reise durch China im Anschluss des Studienjahres war ich dann unglaublich froh über jeden Sprachfetzen der im Sprachunterricht hängengeblieben ist.

Dort sind europäische Fremdsprachen nämlich nur sehr spärlich verbreitet. Außerdem bietet auch das chinesische Festland mehr als die berühmten versmogten Hochhauswälder. Schöne Landschaften, interessante Begegnungen und eindrucksvolle Architektur sind dort garantiert.




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