Lost in Procrastination

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(Foto: http://knowyourmeme.com)

Wir kennen das alle. Die Prüfung oder der Seminararbeits-Abgabetermin naht mit Riesenschritten, man hat aber noch nicht einmal angefangen zu lernen. Dann kommt der Punkt, an dem man es nicht mehr weiter hinauszögern kann. Man setzt sich also mit den Unterlagen an den Schreibtisch, einigermaßen motiviert und dann passiert es – ein Monster namens Prokrastination (auf gut Deutsch: Aufschieberitis) taucht auf und macht alle Vorsätze zunichte.

„I love deadlines. I love the whooshing noise they make as they go by.“ (Douglas Adams)

Langwierige Recherchen und aufwändige Analysen (oder so) haben uns dieses Best Of zusammenstellen lassen – die Top 5 der Prokrastination.

5. To-Do-Listen schreiben: Bevor es überhaupt losgehen kann mit dem Lernen, muss man sich erstmal im Klaren darüber sein, was es überhaupt konkret zu tun gibt. Hab ich die nötige Literatur beisammen? Wie viele Texte sind es überhaupt? Wie viele Seiten hat die Mitschrift? Was genau muss ich noch alles tun bis zur Deadline? Eine To-Do-Liste wirkt da wie ein Retter in der Not.

4. Schreibtisch aufräumen: Ist das erst einmal geschafft, kann es quasi losg… – halt! Dieser unaufgeräumte Schreibtisch widerspricht dem Feng Shui Prinzip, die Stifte sind nicht gespitzt und überhaupt, was ist das eigentlich für ein fürchterliches Ablagesystem? So ist ein ordentliches Arbeiten nicht möglich!

3. Essen: Gut, los geht’s. Konzentration! Die ideale Höhe des Drehsessels wurde ausgetestet, alle Unterlagen liegen geordnet am Tisch. Also gut. Buch aufschlagen. Zwei Absätze lesen, dann kommt etwas dazwischen: der Magen knurrt. Mit leerem Magen lernen? Schlechte Idee! Es ist schon erstaunlich, wie sich Lernende plötzlich von Fastfood-FanatikerInnen in HaubenköchInnen verwandeln. Einkaufen gehen kostet zwar Zeit – aber was soll’s, der Magen muss schließlich mit etwas Ordentlichem gefüllt werden.

2. Im Internet surfen: Nach dem Essen ist vor dem Nickerchen. Mit vollem Bauch lernen funktioniert nur schlecht, da gab es doch mal einen Artikel darüber … schon ist man mitten drin in den Untiefen des Internets, schaut sich endlich mal wieder Nachrichtensendungen an (ist ja schließlich sinnvoll!) und googelt Begriffe wie „Brainfood“ und „Prokrastination“.

1. Aufräumen/Putzen: Unsere Ultimative Nummer 1 der Prokrastinations-Aktivitäten. Wenn nämlich wirklich keine Ausrede mehr vorhanden ist, man satt, einigermaßen wach ist und alle Lernunterlagen beisammen hat, sieht man plötzlich – den Staub auf den Büchern. Die sich seit Wochen stapelnde Bügelwäsche. Die schmutzigen Fenster. Den dreckigen Herd. Das Geschirr in der Abwasch ist kurz davor, ein demokratisches System zu gründen. Es war die letzten Wochen komplett egal. Das ändert sich schlagartig, wenn eine Deadline am kalendarischen Horizont auftaucht. Wir haben mit einem Mal einen Knick in der Optik, der uns jeden Fleck, jede Unordnung wie eine Leuchtreklame erscheinen lässt. Unfassbar. Wie konnte man in diesem Chaos leben?!


Geschafft. Jetzt aber erstmal eine Belohnung nach dem ganzen Stress. Also kurz ausspannen. Morgen ist schließlich auch noch ein Tag.

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Kommentare

  1. | Julia Spichal

    Ich will demnächst meine Diss einreichen und schreibe an meiner Einleitung … eigentlich…, denn gerade surfe ich auf der Homepage der Uni und habe diesen interessanten Beitrag zur Prokrastination entdeckt. Wieder einen neuen Begriff gelernt! Hunger habe ich jetzt übrigens auch, dann mache ich mir mal etwas zu essen. Und wie der Schreibtisch schon wieder aussieht… ;-)

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