Novemberwoche – Uni und was mir dazu einfällt: Teil 1 am 12. November 2013
ungefähr 4 Minuten
Themen: Film- und Medienwissenschaft , Studierende , Unitagebuch

Novemberwoche – Uni und was mir dazu einfällt: Teil 1

Magdalena Pichler studiert Politikwissenschaft und Theater,- Film-, und Medienwissenschaft. Sie hat für uns eine ganz normale Woche an der Universität Wien Tag für Tag in Blogform gebracht. Hier ist Teil 1 (Montag und Dienstag)

Montag

Masken. Präsenz

Anfang November, Montagmorgen. Endlich mal eine reguläre Uni-Woche. Naja fast. Ich stellte fest, dass einer meiner Dienstagskurse wegen Referatsvorbesprechungen der ersten Gruppen ausfällt. Am Dienstag also keine Uni, mein anderer Kurs ist 14-tägig. Erst am Mittwoch Uni? Oh nein! Ich mag Präsenzstunden und finde, dass es davon eindeutig zu wenige gibt. Mein Freund sagt deshalb, dass ich ein Uni-Freak bin. Vielleicht (-;

Jedenfalls habe ich dann beschlossen, noch eine VO in Theatergeschichte  dazu zu nehmen und bin dann am Nachmittag, mit Kaffee versorgt, auf die Uni gefahren. Das Spannendste an dem Vortrag über „Masken und Modernismus“ war für mich, dass das Maskenbild (kann bedeuten: Figuren, wie Marionetten, Kostüme, aber auch metaphysische, z.B. die verschiedenen Masken einer Person)  in Europa (u.a. durch die Kirche, die Aufklärung, den Kommunismus, den Nationalsozialismus) eher negativ geprägt ist.  Der Punkt ist, dass vergangene Denkmuster und Ideologien unseren Theater- und Kunstbegriff immer noch prägen,  das körperbetonte, pantomimische Theater oder auch das Figurentheater haben in Europa bis heute einen geringeren Wert als sprechbetontes Theater (Informationen zu der VO: vgl. Vortrag: Laurette Burgholzer, Uni Wien, 4.11.2013.).

Obwohl in der VO viele Leute sind, kenne ich niemanden. Da merkt man mal wieder, wie groß die Uni ist.

Dienstag

MA –Arbeit im Regen

Juhu Novemberregen! Ganz ironiefrei – ich mag dieses Wetter. Der Oktober tut immer noch so freundlich warm, ist es dann aber doch nicht und dabei verkühle ich mich jedes Jahr. Heute aus diversen Gründen keine Uni (siehe Montag).  Nach ausgiebigen morgendlichen Skype-Gesprächen, starte ich am Vormittag mit arbeiten für meinen Job als Redaktionsassistentin.  Ich sollte mich eigentlich auch um eine/n BetreuerIn für meine MA-Arbeit in Politikwissenschaft umsehen. Bei einem Institut mit ein paar tausend Studierenden wird das sicher lustig.

Tea with Scones and Clotted Cream

Verbringe den Nachmittag im Teehaus (Demmers Teehaus: Mölkerbastei 5, gleich beim Schottentor). Ein guter Ort, Zeit zwischen Unikursen zu verbringen und zu entspannen. Neben einer guten Teeauswahl gibt es hier auch andere Nettigkeiten wie Scones mit Clotted Cream und Marmelade. Arbeitsatmosphäre herrscht hier nicht, aber für entspannte Gruppentreffen oder zum Lesen ist es sicher geeignet. Um an den vorherigen Blogbeitrag anzuschließen – ich kann  in Uni-Nähe (Garnisongasse) noch das Café Couture (http://www.caffecouture.com/) empfehlen. Eine Freundin aus Italien attestiert ihm den besten Kaffee in Wien. Man zahlt so viel wie einem ein guter Kaffee wert ist. Top-Kaffee gibt’s natürlich auch bei der Kaffeeküche am Schottentor. Ein weiterer Tipp ist das Café Afro (http://www.aai-wien.at/caf-afro) in der Türkenstraße, gleich bei der AAI Mensa – leistbare Preise, super Chai, und Gökhan ist der netteste Cafébesitzer, den ich kenne. Nachher gehe ich dann noch zu einem Casting fürs Studententheater (STUTHE: stuthe.com).

Casting und Burg

Punkto Casting: Es war keiner da – also zumindest niemand von den VeranstalterInnen. Eine andere Studentin war auch (umsonst) da. Seltsam. Immerhin habe ich das Karmeliterviertel entdeckt und die Stadt Wien hatte für mich dabei einen ihrer magischen Momente. Es war dunkel, die Auslagen der Geschäfte haben gefunkelt und trugen Namen wie „Wundertüte“.

Danach ging es, für eine VO am TFM Institut (Theater,-Film und Medienwissenschaften) „in die Marquise von O.“  (Ferdinand Bruckner) ins Akademietheater. Das Kernthema des Stückes ist die Vergewaltigung einer bewusstlosen Frau, die schwanger wird, und wie sie und ihre Mitmenschen damit umgehen. Bruckner lässt die  Mutter sagen: „Selbst eine ohnmächtige Frau kann es immer noch verhindern, wenn sie es nicht zumindest unbewusst will, glaubst du nicht?“ (Bruckner, Ferdinand Strichfassung Burg) und bringt es damit auf den Punkt:  Diese Idee eine Frau hätte es ja herausgefordert, danach verlangt (in O.’s Fall auch, weil sie ein Kind gewollt hätte) und müsse sich schämen, geisterte in Zeiten des Stückes und unverständlicherweise sogar bis heute herum. Tipp: Studentenkarten gibt es an der Burg um 8 €, wer selbst aktiv sein will sollte mal unter „Junge Burg“ nachschauen.



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