Naturschutzplädoyer eines Studenten der Uni Wien am 17. April 2014
ungefähr 12 Minuten
Themen: Naturschutz , Studierende , Studium

Naturschutzplädoyer eines Studenten der Uni Wien

Als Student des Masterstudiums Naturschutz und Biodiversitätsmanagement liegt mir der Naturschutz sehr am Herzen. Mein Artikel soll die Wichtigkeit des Naturschutzes für unsere Gesellschaft aufzeigen. Aus dieser Erkenntnis offenbart sich wiederum die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit eines Naturschutzstudiums an der Universität Wien, dessen Existenz derzeit nur Wenigen bekannt ist.

Naturschutz dient dem Überleben der Menschheit

Naturschutz

Wir leben in einer schnelllebigen Welt. Leider kann sich unser Gehirn nicht in der Geschwindigkeit an Neuerungen anpassen, in der wir unser Umfeld verändern. Shanghai z.B. wächst so schnell und wird so oft umstrukturiert, dass man ein und dieselbe Straße ein halbes Jahr später nicht mehr erkennt.

Die starke Zunahme an depressiven Menschen (1) und der Selbstmordrate in dieser Stadt sind Hinweise auf Überforderung des Gehirns durch den Druck sich immer schneller an neue Gegebenheiten anpassen zu müssen und gleichzeitig ein immer komplexer werdendes Leben zu meistern.

Unsere körperliche Anpassungsfähigkeit ist deshalb begrenzt, weil wir Säugetiere und dadurch der Evolution unterworfen sind. Die Evolution ist aber ein langsamer Prozess, der oft in hunderten von Jahren stattfindet, im Zuge dessen sich Lebewesen, über mehrere Generationen hinweg, an veränderte Umweltbedingungen anpassen können. Wenn wir also Fortschritt um jeden Preis praktizieren und in der Folge ständig unsere Umwelt verändern, tun wir uns und unseren Mitlebewesen nicht unbedingt etwas Gutes.

Dazu ein Beispiel aus der Medizin: Die Entdeckung von Antibiotika war ein Meilenstein, deren übermäßige Verabreichung erhöht jedoch die Wahrscheinlichkeit für Krankheitserreger, Resistenzen dagegen zu entwickeln, wodurch gängige Antibiotika unwirksam werden können. Solche Resistenzen entstehen, weil die für Antibiotika anfälligen Bakterien sterben, während sich die Widerstandsfähigen vermehren und zwar innerhalb sehr kurzer Zeit (2). Wir Menschen hingegen brauchen, weil wir so alt werden, viel länger um uns körperlich an neue Umweltbedingungen anzupassen. Dadurch befinden wir uns in einem dauernden (uns meist nicht bewussten) Wettlauf mit den unterschiedlichsten Krankheitserregern (3).

Mönchsgrasmücke_tot_komp

Fortschritt macht Naturschutz notwendig

Eine Mönchsgrasmücke (Silvia atricapilla), getötet beim Aufprall auf eine Glasfront.

Unser Fortschritt führt zu immer neuen Technologien, mittels derer wir immer effizienter Rohstoffe abbauen oder Lebensmittel (4) herstellen können, mit der Konsequenz einer extrem wachsenden Weltbevölkerung. Dadurch benötigen wir immer größere Industrie-, Wohn- und Ackerflächen, infolgedessen unzählige Tiere und Pflanzen ausgerottet und Lebensräume zerstört werden. Hier kommt der Naturschutz ins Spiel, welcher notwendig ist, um die letzten Reste unberührter Natur für die Nachwelt zu erhalten.

Meist wenn wir etwas über Naturschutz hören, ist uns gar nicht bewusst, was dieser Begriff überhaupt bedeutet. Naturschutz soll Tiere, Pflanzen und Landschaften erhalten, die aufgrund ihrer Funktion (5) oder Schönheit (6) besonders wertvoll sind und dies möglichst ohne wirtschaftliche Interessen berücksichtigen zu müssen (7). Durch Umweltschutz wiederum will man eine lebenswerte Umwelt für derzeitige und zukünftige Generationen der Menschen schaffen bzw. erhalten. Dient also Naturschutz nur der Natur und ist des Menschen Feind? Nein ganz bestimmt nicht.

Naturschutz und Umweltschutz gehen Hand in Hand

Zuallererst muss festgehalten werden, dass man Umweltschutz und Naturschutz nicht generell trennen kann. Klimaschutz ist Teil des Umweltschutzes, doch die Politik verwendet Klimaschutz oft um Naturschutzfragen zu umgehen und wirtschaftliche Interessen durchzusetzen. Ein Beispiel dafür sind Wasserstaukraftwerke, deren Stauseen oft wertvolle Landschaften unwiederbringlich zerstören und die Nutznießer der Kraftwerke argumentieren, sie verringern dadurch den Kohlendioxid-Ausstoß, weil man Kohlekraftwerke einsparen kann.

Weniger Kohlendioxid und Abschwächen der Klimaerwärmung8 sind gute Vorsätze, aber beim Aufstauen von Wasser verschwindet meist eine große Fläche voller Pflanzen, welche dann kein Kohlendioxid mehr speichern und Sauerstoff herstellen können (9). Außerdem haben Studien schon vor einiger Zeit gezeigt, dass Stauseen Methan erzeugen, das ein viel wirksameres Treibhausgas als Kohlendioxid ist (10). Das Beispiel Stauseen zeigt, wie eine vermeintlich umweltfreundliche Form der Energiegewinnung (11) der Natur und auf lange Sicht auch uns Menschen und unserer Umwelt schadet (Wasserkraft ist aber nicht generell schlecht!! (12).

Naturschutz ist gut für uns: Beispiel Regenwald

Anschaulich kann der Nutzen von Naturschutz am Beispiel des tropischen Regenwaldes gezeigt werden. Wenn Regenwald abgeholzt wird, dann zerstört man Lebensräume, welche eine ungeheure Vielfalt an verschiedenen Tier- und Pflanzenarten (13) beherbergen.

Für einen Naturschützer ist dies der ausschlaggebende Grund tropische Regenwälder zu schützen, doch ob Regenwald vorhanden ist oder nicht hat auch drastische Auswirkungen auf die Umwelt.

Durch Abholzen wird sich z. B. das Klima über dem amazonischen Regenwald im Inneren des südamerikanischen Kontinents verändern, da die regelmäßigen Regenfälle dort maßgeblich durch die Verdunstung der Bäume bestimmt werden (14). Die Wälder werden unter anderem gerodet, um Viehwirtschaft oder Ackerwirtschaft zu betreiben, doch wider Erwarten sind die roten Böden dort nicht sehr fruchtbarn (15).

Darum liegen die gerodeten Flächen oft nach ein zwei Jahren brach und es muss weiter gerodet werden. Als Folge bleiben große Flächen nackten Bodens übrig, welcher der Abtragung durch Wind und Regen ausgeliefert ist und da keine Pflanzen das Wasser zurückhalten können, nehmen Überschwemmungen durch oberflächlich abfließendes Wasser zu. Diese treffen meist die arme Bevölkerung, die sich keinen „sicheren“ Platz zum Wohnen leisten kann.

Fast noch schlimmer ist das Aufstauen von Wasser in riesigen Regenwaldgebieten, wie es zum Beispiel in Brasilien passiert16. Dabei verlieren nicht nur hunderte bis tausende Menschen ihre Heimat, bei vergangenen Projekten wurde nicht einmal vor dem Stauen der Wald gerodet. Die Bäume können unter Wasser aber nicht vollständig verrotten und würden Unmengen von Methan produzieren, deshalb werden die Bäume nun, unter Lebensgefahr, unter Wasser gefällt und herausgeholt (17).

Nebenbei sind tropische Regenwälder Kohlenstoffspeicher, welche Kohlendioxid aufnehmen und dann in ihrer Biomasse festhalten. Wenn sie fehlen, dann wird weltweit der Kohlendioxid-Gehalt der Atmosphäre wohl schneller ansteigen. Der daraus folgende stärkere Treibhauseffekt hat viele negative Auswirkungen, z.B. werden viele Menschen ihre Heimat verlieren. Denn steigt der Meeresspiegel an, gehen große (oft jetzt bewohnte) Küstenflächen verloren und sogar ganze Inseln werden im Meer verschwinden. Schmelzen die Gletscher infolge der Erwärmung, wird vielerorts Trinkwasser knapp werden, besonders in Asien sind große Gebiete von Gletscherwasser aus dem Himalaya abhängig.

Ein letzter von vielen Gründen die Regenwälder zu schützen ist medizinischer Natur. Denn viele tropische Pflanzenarten, Insekten und Kleinstlebewesen können Wirkstoffe gegen bestimmte Krankheiten wie z.B. Krebs enthalten. Je mehr Regenwaldflächen wir also vernichten, desto geringer wird die Wahrscheinlichkeit diese für uns vielleicht einmal lebensnotwendigen Lebewesen zu entdecken. Von den derzeit ungefähr 1,8 Millionen bekannten Tier- und Pflanzenarten findet man ca. 90% davon in tropischen Regenwäldern (18). Neueste Schätzungen ergaben eine Gesamtartenzahl von ca. 8 Millionen, d.h. es wurden mindestens drei Viertel aller Arten noch nicht entdeckt, von denen viele eine potentielle Quelle für Arzneimittel darstellen. Gehen wir also von 90 Arten aus, die täglich durch das Roden von Regenwald aussterben, dann erhöht der Schutz des Regenwaldes unsere Chancen drastisch, gegen zur Zeit unheilbare und auch zukünftige Krankheiten gerüstet zu sein.

Naturschutz ist gut für uns: weitere Beispiele

Auch Artenschutz als Teil des Naturschutzes dient dem Menschen, indem für die Zukunft vorgesorgt wird. Ein Beispiel hierfür ist das Sammeln von Samen verschiedener Sorten von Kulturpflanzen wie Reis oder Mais. Der derzeitige Trend geht leider dahin, nur mehr wenige Sorten anzubauen, somit würde eine Krankheit, die diese Sorten befällt, zu großen Ernteausfällen und Hungersnöten führen.

Gibt es aber viele verschiedene Sorten, ist es wahrscheinlicher, eine dabeizuhaben, der die Krankheit nichts anhaben kann. Werden aber weiterhin nur einige wenige Sorten angebaut, dann haben wir beim Ausfall von Sorten (z.B. durch Bakterien-, Pilz- oder Schädlingsbefall) wenigstens eine Möglichkeit diese zu ersetzen, weil noch Samen anderer Sorten in Pflanzensamenbanken (19) aufbewahrt werden.

Natürlich gibt es noch viele weitere Beispiele, manche davon direkt vor unserer Haustür.

Moore sind meist riesige Kohlenstoffspeicher, wenn man sie wachsen lässt, speichern sie immer mehr Kohlendioxid, legt man sie aber trocken, dann produzieren sie Methan und Kohlendioxid20.
Grünbrücken dienen Wildtieren, Straßen und Autobahnen zu überqueren (21), über kurz oder lang werden sie jedoch auch zu weniger Autounfällen mit Wildtieren führen.

Nach diesem Denkanstoß kommen einem sicherlich noch weitere Beispiele in den Sinn oder?

WildBach

Natürlich: Nach einem Murenabgang werden mitgerissene Bäume nicht weggeräumt.

Naturschutz sichert das Überleben der Spezies Mensch

Wenn wir unsere Natur weiterhin so zerstören, wie wir es derzeit machen und wirtschaftliche Interessen der Vernunft vorziehen, dann wird es über kurz oder lang dazu führen, daß wir uns selbst ausrotten.

Der Erde wird das gar nicht auffallen, denn sie hat schon Milliarden von Jahren mit Meteoriteneinschlägen, Vulkanausbrüchen, Eiszeiten, Heißzeiten und ohne Menschen überstanden.

Wir tun der Erde also nicht weh, wenn wir Landschaften und Lebensräume zerstören, die in Jahrtausenden und Jahrmillionen entstanden sind. Denn in weiteren Jahrmillionen wird sich wieder eine neue Landschaft bilden, welche wir uns nicht einmal vorstellen können, weil sie ganz anders aussehen wird, als alles was wir kennen. Leider wird sie auch kein Mensch zu Gesicht bekommen, weil es uns dann nicht mehr geben wird.

Das wird passieren, wenn wir uns weiterhin unsere Lebensgrundlage durch den Raubbau an der Natur kaputtmachen, denn wir sind Säugetiere und deshalb brauchen wir Nahrung. Durch Zupflastern und Übernutzen von fruchtbarem Boden, werden wir irgendwann keine Nahrungsanbauflächen und auch keine natürlichen Erholungsorte mehr haben. Nachfolgende Generationen werden die Natur, die wir zum Glück heute noch erleben und bestaunen dürfen, nicht mehr kennen.

Laut aktuellen Studien können schon Kleinkinder Tiere von leblosen Objekten unterscheiden (22), es kann also durchaus negative Auswirkungen auf unsere Psyche haben, wenn es keine Natur mehr gibt. Lassen wir es also nicht so weit kommen und teilen unseren Mitmenschen mit, dass Naturschutz nichts ist, was man für andere, für ein Tier oder eine Pflanze macht, sondern man macht es für sich selbst und seine Nachkommen. Vielleicht wird durch das Ansprechen des Egos und des Überlebensinstinktes die Notwendigkeit von Naturschutz endlich erkannt und anerkannt.


Quellenangaben und Anmerkungen

(1) Beitrag hierzu: http://www.3sat.de/page/?source=/nano/gesellschaft/166033/index.html, 18.03.2013

(2) Das Bakterium Escherichia coli verdoppelt seine Anzahl im Reagenzglas z.B. alle 20 Minuten. Das heißt in 200 Minuten werden aus einem Bakterium 1024, nach 6 Stunden 262144 usw.

(3) Rote-Königin-Hypothese: http://de.wikipedia.org/wiki/Red-Queen-Hypothese

(4) Wir bauen Nutzpflanzen mit Hilfe von Maschinen auf großen Flächen an, während immer bessere Methoden (Spritzmittel, Gentechnik) gegen Schädlinge entwickelt werden, dadurch kann auch mehr Fleischvieh gefüttert werden.

(5) Den meisten ist nicht bewusst, dass Lebensräume, Tiere und Pflanzen miteinander wechselwirken und durch Veränderungen z.B. entfernen der Bäume, gewisse Funktionen wie Windschutz, Hochwasserschutz, Lawinenschutz oder binden von Kohlendioxid und Wasser und produzieren von Sauerstoff nicht mehr gewährleistet sind.

(6) Schönheit ist natürlich relativ, aber je mehr Menschen finden, eine Pflanze, ein Tier oder eine Landschaft sei schön, desto leichter wird man Unterstützung finden um diese zu schützen.

(7) Was in der Praxis nicht immer der Fall ist. Nationalparks in Dritte-Welt-Ländern müssen sich oft durch Tourismus selbst finanzieren, um überhaupt existieren zu können. Weiters wurde in Studien gezeigt, dass schützenswerte Flächen seltener unter Schutz gestellt werden, wenn diese reichen Personen oder Institutionen (z.B. große Firmen) gehören.

(8) Treibhauseffekt: de.wikipedia.org/wiki/Treibhauseffekt, 18.03.2013

(9) Fotosynthese: de.wikipedia.org/wiki/Photosynthese, 18.03.2013

(10) http://blogs.ethz.ch/klimablog/2011/10/27/stauseen-stossen-treibhausgase-aus/, 18.03.2013

(11) Wir besitzen zwar den festen Glauben mit Technik all unsere Probleme lösen zu können, doch in diesem Fall wäre die einzig wirklich nachhaltige Lösung Strom zu sparen.

(12) Berücksichtigt man die ökologischen Faktoren wie Fischzug, Bodenbeschaffenheit und Materialeintrag, dann können Lauf- oder Stauwasserkraftwerke durchaus naturschutzfachlich vertretbar sein.

(13) Auf einem Hektar Regenwald findet man bis zu 600 Baumarten und 1000 Blütenpflanzenarten, an einem Baum bis zu 43 Ameisenarten oder in 5 Baumkronen ca. 3000 Käferarten. (aus: Grabherr, Georg. Farbatlas Ökosysteme der Erde. Ulmer, Stuttgart 1997 Seiten 50,51)

(14) http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2012-09/regenwald-trockenheit-tropen, 18.03.2013

(15) Tropische Böden: http://www.bodenwelten.de/content/tropische-b%C3%B6den, 18.04.2014

(16) http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/weltzeit/1261619/, 18.03.2013

(17) Unterwassertropenholz: www.3sat.de/nano/umwelt/159948/index.html, 18.03.2013

(18) http://www.faszination-regenwald.de/info-center/vielfalt/index.htm, 05.05.2013

(19) Kulturpflanzensamenbank: www.arche-noah.at, 05.05.2013

(20) http://derstandard.at/1362108239153/Damit-der-Kohlenstoff-im-Speicher-bleibt, 18.03.2013

(21) Beitrag hierzu: http://www.3sat.de/page/?source=/nano/umwelt/165596/index.html, 18.03.2013

(22) Kleinkinder erkennen Lebendiges: http://www.3sat.de/page/?source=/nano/natwiss/149663/index.html, 18.03.2013

 



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2 Kommentare

  1. „Plädoyer an den Naturschutz eines Studenten der Universität Wien“. Der Titel erscheint zunächst ziemlich vieldeutig. Ich würde zuerst ein Plädoyer „für etwas“ halten, z.B. für die Korrektur des Textes seitens der Germanistik der Uni Wien. Dabei können wir auch eruieren, ob es um die Naturschutzaktivitäten eines Studenten geht oder ob selbiger unter Naturschutz gestellt werden soll.
    „Wir tun der Erde also nicht weh, wenn wir Landschaften und Lebensräume zerstören, die in Jahrtausenden und Jahrmillionen entstanden sind.“ Ein eigenartiger Freibrief, den ich noch nie von einem am Naturschutz Interessierten so gehört habe. Der Autor widerspricht sich selbst mehrfach. Wir schaden uns selbst!
    „Natürlich: Nach einem Murenabgang werden mitgerissene Bäume nicht weggeräumt.“ Hier vermisse ich eine Erklärung, auch des Fotos. Was bedeutet natürlich? 2/3 bis 3/4 aller Murenereignisse sind anthropogen verursacht!
    Gern können wir darüber diskutieren, ich veranstalte auch Exkursionen.

    1. Dies ist meine Antwort auf den Kommentar von Herrn Roman Lahodynsky:
      Sehr geehrter Herr Lahodynsky!
      Danke für den äußerst anregenden und kritischen Kommentar!
      Bezüglich Ihrer germanistischen Beanstandung wurde der Titel meines Textes bereits geändert. Ich hoffe dadurch zum besseren Verständnis beigetragen zu haben. Übrigens habe ich noch nie darüber nachgedacht, ob Menschen unter Naturschutz gestellt werden können und welche Voraussetzungen jemand dafür erfüllen müsste. Wäre bestimmt eine gute Grundlage für eine spannende Diskussion.
      Ich wollte bestimmt keinen Freibrief für alle Naturzerstörer dieser Erde schreiben. Vielmehr war es meine Absicht, die Leser_Innen darauf aufmerksam zu machen, dass der Naturschutz in letzter Instanz dem Fortbestand der Menschen dient. Denn Mutter Erde hat noch ein paar Milliarden Jahre, um sich von den Menschen zu erholen. Die Menschen aber werden sich in kürzester Zeit selbst ausrotten, wenn sie so weitermachen wie bisher. Nämlich mit einem Kapitalismus, der, über kurz oder lang, immer nur Krieg, Leid und Zerstörung bringt.
      Zum letzten Punkt: Das „Natürlich“ bezieht sich auf den Umstand der liegengelassenen Bäume, was in Mitteleuropa selten passiert. Es ist unmöglich in einem Blogtext alle möglichen Unklarheiten zu erklären. Der Text ist eigentlich für einen derartigen Text fast schon zu lang. Deshalb danke, dass Sie ihn bis zum Ende gelesen haben!!
      Beste Grüße,
      Manfred Ranalter

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