SchülerInnen gewinnen Sparkling Science Slam von Didone Frigerio
am 19. Dezember 2016
ungefähr 4 Minuten
Themen: Forschende , Kognitionsbiologie , Konrad-Lorenz Forschungsstelle , Science Slam , Verhaltensbiologie

SchülerInnen gewinnen Sparkling Science Slam

Didone Frigerio leitet das Projekt „Sozialer Zusammenhalt und Ausflugsgebiet beim Waldrapp“ an der Core Facility KLF für Verhaltens- und Kognitionsbiologie der Universität Wien. Hier bloggt sie über den Sparkling Science Slam und die Erfahrung, SchülerInnen in die Wissenschaft miteinzubeziehen:

Sparkling Science-Slam in action: Die Slammer der Volksschule Mühldorf (OÖ) stellen ihr Projekt "Waldrapp" vor. © OeAD-GmbH/APA Fotoservice/Schedl.
Sparkling Science-Slam: Slammer der Volksschule Mühldorf (OÖ) stellen ihr Projekt „Waldrapp“ vor. © OeAD-GmbH/APA Fotoservice/Schedl.

 

Am 14. November ging das Finale des zweiten Junior Science Slam in Österreich über die Bühne. Nach Vorentscheidungen in Salzburg und Wien konnten die Schüler/innen der Volksschule Mühldorf (OÖ) den Sieg für sich behaupten.

 

Sparkling Science Slam

Mit ihrer kreativen Präsentation des Sparkling Science-Projekts „Sozialer Zusammenhalt und Ausflugsgebiet beim Waldrapp“ überzeugten sie das Publikum und holten sich ein Preisgeld von 1.000 Euro. Mit zahlreichen Statisten beschrieben sie anschaulich und humorvoll den Waldrapp, die Suche mit der Antenne und die Forschung. Gemeinsam mit der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle für Verhaltens- und Kognitionsbiologie an der Universität Wien haben die Schüler/innen die Verhaltensmuster einer der am meisten bedrohten Vogelarten erforscht. Die Plätze Zwei bis Vier mit einem Gewinn von je 500 Euro erkämpften sich die Schüler/innen der VS/WMS Campus Landstraße (Wien), der HTL Braunau (OÖ) und des BORG Mittersill (Sbg.).

© OeAD-GmbH/APA Fotoservice/Schedl.
© OeAD-GmbH/APA Fotoservice/Schedl.

Ein Science Slam bringt innerhalb weniger Minuten Forschungsinhalte originell und verständlich auf die Bühne. Beim Sparkling Science-Slam vermitteln Jugendliche auf originelle Art und Weise ihre Tätigkeiten innerhalb ihrer Sparkling Science-Projekte. Kurz, pointiert und möglichst kreativ! – So lauten die Vorgaben.

Wir haben den schrägen Vogel ins Herz geschlossen

„Sie tragen einen GPS Sender, der wie ein Rucksack aussieht“ und „sie sehen schon etwas schräg aus“ sind die Worte der Volksschüler/innen aus Scharnstein im Almtal. Seit zwei Jahren beteiligt sich die Volksschule Mühldorf am Waldrapp-Projekt der Konrad Lorenz Forschungsstelle für Verhaltens- und Kognitionsbiologie, eine Core facility der Universität Wien. Die Kinder lernten diese Tiere besser kennen sowie anhand der Markierungsringe an den Beinen zu unterscheiden und durften im Frühling auch einen Blick in die Nester der Waldrapp-Kolonie werfen. Außerdem führten die Kinder Umfragen über den Waldrapp und die Forschung allgemein durch und beobachteten die Tiere während ihrer Spaziergängen und Wanderungen. Das Projekt weckte das Interesse der Kinder an den Waldrappe, aber auch an Vögel allgemein, denn wie die Studie zeigt, können teilnehmende Kinder mehr Vogelarten nennen als die Kontrollklassen. Zudem wurde das Interesse an der Forschung allgemein und an der Uni Wien geweckt und viele Kinder erzählten ihr neues Wissen an Bekannte und Verwandte weiter.

Ausstellung „Die Waldrappe der KLF im Wandel der Zeit – Wissenschaft mit Kindergärten und Schulen“

Die VS Mühldorf freut sich mit Marie Céline Loibl (BMWFW), Christian Smoliner (BMWFW) und Bernhard Weingartner (TU Wien) über den Sieg. © OeAD-GmbH/APA Fotoservice/Schedl.
Die VS Mühldorf freut sich mit Marie Céline Loibl (BMWFW), Christian Smoliner (BMWFW) und Bernhard Weingartner (TU Wien) über den Sieg. © OeAD-GmbH/APA Fotoservice/Schedl.

Die Ergebnisse der zweijährigen Zusammenarbeit zwischen Forsschungs- und Bildungseinrichtungen sind in der Ausstellung „Die Waldrappe der KLF im Wandel der Zeit – Wissenschaft mit Kindergärten und Schulen“ im Cumberland Wildpark Grünau bis Ende April 2017 zu sehen. Die Kinder gestalteten dafür Plakate und auch viele ihrer Bastelarbeiten sind ausgestellt. Außerdem erfährt man auf Plakaten der KLF sowie durch interessante Tierpräparate und Schautafeln vom Biologiezentrum Linz viel Interessantes über den Waldrapp, seine Geschichte, die aktuellen Forschungsergebnisse und die internationale Vernetzung rund um diese Vogelart.

Fazit

Die verschieden und vielfältige projektbezogene Initiativen dienen zur Visibility und Bekanntheit des Waldrapp und der KLF, und das nicht nur im Almtal sondern österreichweit. Der Mehrwert ist auch für die teilnehmende Klassen und Schulen sehr groß, da sie eigenständig, direkt und aktiv an aktueller und innovativer Forschung mitwirken dürfen. Die SchülerInnen bekommen einen Einblick in die Arbeit einer wissenschaftlichen Einrichtung und erleben, dass sie selber einen wertvollen Beitrag leisten können. Zudem verbringen sie regelmäßig Zeit in der freien Natur, zu jeder Jahreszeit und lernen dabei sowohl die schönen, als auch mühsamen Seiten beim Beobachten kennen. Für die beteiligten SchülerInnen ist es eine sehr gute Gelegenheit mit der KLF in Kontakt zu kommen, zu sehen, was dort gemacht wird um einen Einblick in die Verhaltensbiologie zu bekommen. Die Forschungsstelle Grünau ist für exzellente Forschung gerade in Bezug auf die Untersuchung von Sozialverhalten bekannt. Die Verbindung zwischen der Forschungsstelle und der örtlichen Schule ist mit Sicherheit gut für die Außendarstellung von Wissenschaft und deren Akzeptanz in der Bevölkerung geeignet. Aus Sicht der Wissenschaft, treffen solchen Projekte auf die Richtlinien von Responsible Science, welches im EU-Kontext auch als „Responsible Research and Innovation“ (RRI) bezeichnet wird und die Zivilgesellschaft aktiv in Forschungs- und Innovationsprozesse einbindet, um aktuelle Herausforderungen effektiver und im Einklang mit den Werten, Erwartungen und Bedürfnissen der Gesellschaft bewältigen zu können.




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