Seien wir mal ehrlich am 19. April 2016
ungefähr 2 Minuten
Themen: textwettbewerb , uni international

Seien wir mal ehrlich

Seien wir mal ehrlich, viele sehen Erasmus als Inbegriff für Party machen und sich gehen lassen, doch ich habe während meines Semesters in Madrid zu mir selbst gefunden.

Kurz vor der Abfahrt wurde mir eine chronische Krankheit diagnostiziert und ich spielte lange mit dem Gedanken, das Ganze abzublasen. Würde ich es überhaupt genießen können? Würden der Reisestress, die Wohnungssuche, die neue Uni und das komplett alleine auf mich gestellt Sein meiner Gesundheit schaden? Ja, es war immens nervenaufreibend, trotz der Hilfe madrilenischer Freunde. Ja, ich überlegte selbst in Madrid noch, wieder heimzufahren, weil mir alles zu viel wurde. Doch ich wollte mich nicht so einfach geschlagen geben, also startete ich mein eigenes kleines Projekt: Ich würde – inmitten all dem Stress – jeden Tag etwas finden, das mich glücklich macht, denn ein ganzes Semester in der Stadt meines Herzens verbringen zu können, heiterte mich zu dem Zeitpunkt schon gar nicht mehr auf.

Meine Probleme lösten sich dadurch binnen weniger Wochen quasi in Luft auf und ich verbrachte endlose Stunden im Retiro Park, weil es mir einfach gut tat, freundete mich mit Madrilenen und Couchsurferinnen an, weil ich nicht Party machen, sondern leben wollte und genoss sogar den Unterricht, weil die Lehrenden mit Freude lehrten. Ich lernte in dieser Zeit, auf meinen Körper zu hören und auch einmal kürzer zu treten, wenn er nicht so wollte wie ich ihm das vorzuschreiben versuchte. Ich bin überzeugt davon, dass ich das in Wien nicht geschafft hätte. Ich wäre nicht aus meinem Alltagstrott ausgebrochen, hätte meine Medikation nicht in Frage gestellt und wäre im grauen Wiener-Wintersumpf ertrunken. Doch dank der neuen Umgebung, der herzlichen und lebendigen spanischen Mentalität und dieser Herausforderung namens Erasmus, habe ich wieder zu meinem quirligen und glücklichen Ich gefunden.

Seien wir mal ehrlich, Erasmus kann so viel mehr!

Zur Übersicht des uni international Textwettbewerbs geht’s hier.




Prämiertes Bildungsprojekt: Der UniClub des Kinderbüros

Studentin Pia Patricia Hofstättner bloggt darüber, wie wichtig die Verbindung von Nachhaltigkeit und Bildung ist. Im Projekt UniClub des Kinderbüros der Universität Wien wirkt sie seit einem Jahr mit. Zusammen mit dem restlichen Team hilft sie, Maßnahmen zu setzen, um Jugendliche mit den unterschiedlichsten Geschichten auf ihrem Bildungsweg zu unterstützen, Hürden gemeinsam zu überwinden und … Continued



Vom Studierenden zum Autor

Lukas Pellmann ist Alumnus der Universität Wien und Autor. Neben seinen interaktiven Kriminalromanen versorgt er seine Leserschaft zusätzlich mit täglichen WhatsApp-Nachrichten und Kurzgeschichten auf derstandard.at. In diesem Blogbeitrag lest ihr über seinen Werdegang vom Studierenden zum Autor. Ein Autor mit Faible für Geschichte Das Jahr 1998 war voller bewegender Ereignisse: Frankeich feierte dank Zinedine Zidane … Continued


Studienstatus: Es ist kompliziert

Studentin Nadja Riahi bloggt über ihre Suche nach einem geeigneten Studium und beschreibt, wie sie nach einem orientierungslosen Semester doch noch sich selbst und einen passenden Master gefunden hat. Freitagabend. 20 Uhr. Irgendwo im 7. Bezirk. Ein Getränk in der Hand und bereit für den Smalltalk.  „Und was studierst du so?“ Wie immer bin ich … Continued

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back to top