Spaziergang durch den Botanischen Garten der Uni Wien

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Letzte Woche haben wir uns mit den KollegInnen des Botanischen Gartens der Universität Wien getroffen und bei herrlichem Wetter gleich eine Führung gemacht. Wir haben euch natürlich ein Foto mitgebracht und waren ehrlich überrascht, dass einige von euch den tollen Garten anscheinend noch gar nicht kennen:

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Deshalb machen wir jetzt mit euch einen virtuellen Spaziergang durch den Garten und zeigen, dass er auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Vielen Dank an dieser Stelle an Hrn. Rose für die interessante Führung! Herr Rose (ja, er heißt tatsächlich so :) ) arbeitet in der „Grünen Schule“, die ein breites Programm zum Botanischen Garten anbietet. Der Garten wurde übrigens 1754 von Kaiserin Maria Theresia gegründet und beherbergt ca. 11.500 Pflanzenarten.

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Im Botanischen Garten der Universität Wien

Wir spazieren also bei Sonnenschein durch den Garten und bleiben bei Ginkgobäumen stehen, die wir am Wegesrand sehen. „Hier muss ich immer ganz besonders auf die neugierigen Hände der Kinder achten“, erzählt Herr Rose. Wir wissen nicht genau, was er meint. „Im Herbst trägt der weibliche Ginkgobaum Früchte, die wirklich ekelhaft stinken. Wenn man sie in die Hand nimmt, hat man den ganzen Tag eine wunderbare Duftmischung aus faulen Eiern und Kotze an sich.“ Wir nehmen ein bisschen Abstand vom hübschen Ginkgobaum, obwohl er jetzt im Sommer eigentlich noch olfaktorisch ungefährlich ist. „Die Kinder dürfen sich im Garten alles ganz genau ansehen. Aber beim Ginkgobaum höre ich meist irgendwann von meinen MitarbeiterInnen ‚Es ist schon wieder passiert!‘ wenn ihnen eines der Kinder die Stinkefrucht unter die Nase hält.“

Der Garten bietet natürlich auch die Möglichkeit für studentische Projekte. Eines davon ist der Bambusweg von Studierenden der Universität für angewandte Kunst Wien. Über die Bambusbrücke gelangt man in das Innere des Bambushains. Dadurch kann man sowohl das Innenleben des Hains bewundern und es wird verhindert, dass die sensiblen Pflanzen von besonders neugierige BesucherInnen auf die Seite geknickt werden.

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Mitten im Bambushain

Wir kommen an einem dampfenden Glashäuschen vorbei, das mit türkisem, sternförmigen Kunstrasen umgeben ist. Wir wollen wissen, was das für ein Projekt ist. Herr Rose meint: „Das? Das ist Kunst!“ Genauer gesagt handelt es sich um das Kunstprojekt HOSTA SUPERSTAR – eine horticulturelle Installation.

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HOSTA SUPERSTAR

„Wenn der Lotus blüht, kommen die BesucherInnen in Scharen, um sich das anzusehen“, erklärt Herr Rose. Letzte Woche waren noch keine Blüten zu sehen, Anfang August sollten die wunderschönen, großen Lotusblüten aber schon zu bewundern sein.

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Lotus (noch ohne Blüten)

Weiter ging unsere Führung durch verschiedene Sammlungen und Projekte im Botanischen Garten.

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Unsere letzte Station war das Tropenhaus. Dort findet man zum Beispiel die Kaffeepflanze oder die Kakaopflanze. Aber auch …

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… die Falsche Paradiesvogelblume oder den …

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Leberwurstbaum.

Abschließend deutete Herr Rose noch auf etwas, das er „die Studentenpflanze“ nannte. Es war ein lustiges Kraut, das auf Nachfrage „weder Wasser, noch Erde, noch Dünger“ braucht. „Man hängt es sich einfach in der Wohnung auf und dann wächst es. Sonst benötigt es keinerlei Zuwendung und man hat trotzdem ein bisschen Grün zu Hause.“ Wir haben uns gleich eine handvoll Studentenpflanze mitgenommen.

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„Die Studentenpflanze“

Für uns war der Besuch wirklich ein Highlight und wir haben viel Neues erfahren. Wir können euch den Botanischen Garten nur ans Herz legen. Entweder mir einer Führung oder auch einfach als Ort, um die Mittagspause zu verbringen, für eine kleine Laufrunde oder einen Spaziergang.

Hoffentlich lesen wir dann bald weniger „Wir haben einen Botanischen Garten??“ und mehr „Dort war ich schon, es ist toll!“ :)

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