Studentin R., Matrikelnummer aus dem vorigen Jahrtausend am 23. September 2013
ungefähr 1 Minute
Themen: Kultur- und Sozialanthropologie , Publizistik , Studierende , Wiedereinstieg

Studentin R., Matrikelnummer aus dem vorigen Jahrtausend

Meine Matrikelnummer ist aus dem vorigen Jahrtausend. Ich hab 1998 zu studieren begonnen. Publizistik und Völkerkunde, wie das heutige Studium Kultur- und Sozialanthropologie damals noch hieß. Während der Umstellung auf die Bachelorstudienpläne habe ich 2002 eine kurze Pause eingelegt und nach zwei Semestern mein Hauptfach Publizistik wieder aufgenommen. Seitdem habe ich mehr schlecht als recht neben meinem Vollzeitberuf als Journalistin immer wieder ein paar Lehrveranstaltungen absolviert. Bis ich vor etwa einem Jahr (erneut) die Motivation verloren und den Studienbeitrag nicht mehr einbezahlt habe.

Letzte Woche noch habe ich mich mit Schaudern an ein Semester erinnert, in dem ich vor Arbeitsbeginn um 9 Uhr schon in einer Übung gesessen bin und nach Dienstschluss noch zwei Vorlesungen absolviert habe. Im Wintersemester wohlgemerkt. Im Finstern raus, im Finstern wieder heim. Klar, das machen viele, aber mein Ding war und ist es nicht. Studieren, nein, das Thema hat sich erledigt.

Dachte ich jedenfalls vergangenen Samstag noch. Seit Montag schaut wieder alles anders aus. Ich habe nur aus allgemeinem Interesse die Möglichkeiten für Journalistenausbildungen in Österreich gegoogelt. Viel kommt dabei erwartungsgemäß nicht raus. Und während ich Studienpläne, Kollegs und Seminare durchgeklickt habe, ist mir aufgefallen, dass mir der ganze Uni-Trubel irgendwie abgeht.

Also habe ich mich erkundigt, wie ich wieder ins Studium einsteigen kann. So einfach ist das bei Publizistik nämlich nicht, da hier ein Aufnahmeverfahren vorgesehen ist. In meinem Fall bin ich aber nicht ganz draußen: ich habe genügend Prüfungen absolviert, dass ich ohne Aufnahmeprüfung wieder einsteigen kann. Also werde ich in zwei Wochen in die Sprechstunde des Studienprogrammleiters marschieren und mir die Lizenz zum Weiterstudieren holen.

Und sei’s nur darum, diesen Blog mit Geschichten aus dem bürokratischen Unialltag füllen zu können.


Dieser Blogbeitrag ist ursprünglich auf http://rieglerin.wordpress.com/2013/08/28/studentin-r-matrikelnummer-aus-dem-vorigen-jahrtausend/ erschienen.



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1 Kommentar

  1. Ich habe eine Matrikelnummer aus 1968 !

    Habe inzwischen das in der Jugend begonnene Anglistikstudium in meinem „Ruhestand“ abgeschlossen und bon jetzt mitten im Masterstudium Anglistik.
    AUßerdem werde ich in absehbarer Zeit meinen Bachelor in Evangelischer Theologie abschließen.

    Meine Empfehlung an alle „Ruheständler“ oder ehemalige Studienabrecher: Nicht zu Hause sitzen, geht an unsere Uni und mischt Euch unter die aktuell Studierenden, das erhält jung, frischt auf, und erweitert den Horizont. ABgesehen davon wird das Hirn wie ein Muskel trainiert und wird nicht so schnell alt.

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