Studierende unterwegs im Südkaukasus

01_GruppenfotoGruber

Im Südkaukasus treffen Gegensätze aufeinander: 24 Studierende des Instituts für Geographie und Regionalforschung berichten von ihrer Studienexkursion (7. bis zum 21. September 2014) in den Südkaukasus. Alle Berichte findet ihr im uni:view Magazin. In Georgien haben sie auch einen Absolventen der Universität Wien getroffen, der heute in Tiflis lebt und Grüße an die Universität Wien sendet.

Auszüge:

Nach der Ankunft in Baku besuchten wir an Tag zwei das bildungspolitisches Prestigeprojekt Aserbaidschans: Die ADA University. Sie soll entscheidend dazu beitragen, die Wirtschaft durch gut ausgebildete ExpertInnen und insbesondere Führungskräfte zu diversifizieren. Allein der Bau des Campus kostete 120 Millionen US-Dollar – für maximal 5.000 Studierende bei voller Auslastung. Das Motto hier lautet: „Turning black gold into human gold!“ Zum Bericht

05_ADAunivLehner

Foto: Am Weg zu einem Vortrag auf der ADA University

Der dritte Tag unserer Südkaukasus-Exursion begann mit einem Besuch der staatlichen Öl- und Gasgesellschaft SOCAR (State Oil Company of the Aserbaijan Republic). Hier erhielten wir Informationen zur Geschichte der Erdölförderung in Baku. Überraschenderweise gab es keine Sicherheitsvorkehrungen: Es reichte, ein paar Schritte vom Straßenrand zu gehen – die Türme waren buchstäblich in Griffweite. Von Öltürmen umgeben sahen wir, wie das Öl aus 400 Meter Tiefe gefördert wird, zum Teil in die Behälter fließt oder aber einfach auf den Boden tropft.
Warum Aserbaidschan das Land des Feuers genannt wird, erfuhren wir am Yanar Dag, einem weltweit einzigartigen Naturdenkmal. Es handelt sich dabei um einen Hügel, der aufgrund des natürlich austretenden Gases seit Jahrhunderten brennt. Der Legende nach war es ein rauchender Hirte, der dieses Feuer entflammte. Zum Bericht

04

Foto: Der brennende Hügel Yanar Dag

Fremd und europäisch zugleich: In der georgischen Hauptstadt Tiflis leben mehr als eine Mio. Menschen. Es geht hier hektisch, aber auch historisch zu. Zum Bericht

02

Foto: Tiflis

Die nächsten Stationen der Exkursion waren das Flüchtlingslager in Tserovani, dem Sataplia Naturreservat und ihrer Weiterreise nach Batumi – „dem georgischen Las Vegas“. Zum Bericht

09

Foto: Nach einem langen Reisetag. Die Gruppe befindet sich bereits kurz vor der armenischen Grenze.

Zum Abschluss sind wir von Georgien nach Armenien gereist, besuchen das Höhlenkloster Vardzia, die durch ein Erdbeben zerstörte Stadt Gjumri und die armenische Hauptstadt Jerewan. Zum Bericht

06

Foto: Ein Blick auf die armenische Hauptstadt Jerewan

Während ihrer Exkursion traf unsere Gruppe den Absolventen Daniel Nitsch in Tiflis. Er ist ehemaliger Studienrichtungsvertreter am Institut für Geographie und Regionalforschung und hat die Exkursion sowohl im Rahmen der umfassenden Vorbereitungen als auch als Begleiter vor Ort sehr hilfreich unterstützt. Heute lebt er selbst in Tiflis und hat uns ein paar Zeilen für unseren Beitrag zukommen lassen:

07

Wieso zieht ein Wiener nach Tiflis? Die Liebe hat mich dorthin verschlagen. Seit 2010 lebe ich in Georgien, habe hier eine Familie mit bald zwei Kindern. Ich konnte im Tourismusbereich beruflich Fuß fassen: als Mitarbeiter bei einem deutschen Reiseveranstalter vor Ort sowie als Redakteur bei der traditionsreichen deutschsprachigen Monatszeitung aus Tiflis, der Kaukasischen Post.

Fast auf den Tag genau 20 Jahre, nachdem ich an der Universität Wien Geographie inskribiert hatte, begrüßte ich eine Exkursion des Geographieinstituts in der georgischen Hauptstadt und konnte die engagierte Gruppe zwei Tage begleiten, darunter auch in den Großen Kaukasus nach Stepantsminda. Es hat mir eine große Freude bereitet, den jungen Kolleginnen und Kollegen meine Wahlheimat vorzustellen.

Ich wünsche an dieser Stelle den GeographInnen im nicht mehr wirklich wilden Kaukasus noch eine interessante und spannende weitere Reise durch Westgeorgien und Armenien, die ich im uni:view Magazin weiter verfolgen werde. Und ich freue mich auf ein Wiedersehen mit allen Beteiligten, sei es in Wien, in Tiflis oder auch ganz woanders.

 

Ähnliche Beiträge

Kommentare

Hinterlasse deinen Kommentar

*

  1. | Larry Schuba

    Daniel!!!
    Gratuliere zum zweiten Kind! Juhuuuu! Wann bist Du denn wieder einmal in Wien, dann könnten wir darauf anstoßen!
    Bis bald einmal,
    Larry Schuba

    Antworten