Wie UNIPORT Drittstaatsstudierenden beim Bewerbungsprozess unterstützt

Juliana

Juliana Matusova ist aus der Ukraine und studiert am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, nebenbei arbeitet sie ebenso als freie Journalistin für verschiedene ukrainische Medien und ist somit genau richtig beim Bewerbungstraining for Internationals von UNIPORT.

Am 9. und 10. Dezember hat „JobStart for Internationals“, ein Bewerbungstraining für Drittstaatenangehörige in den Räumlichkeiten der Universität Wien stattgefunden. Die Veranstaltung wurde von UNIPORT initiiert und geleitet. Ziel war es, Studierende aus Drittstaaten beim Bewerbungsprozess zu unterstützen und deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu beleuchten. Die Trainerinnen des Workshops waren Karriere-Gruppenleiterin Sarah Kohlmaier und ihre Kollegin, Karriereberaterin Anita Ring.

Ich finde, dass das Seminar professionell und maximal informativ gestaltet wurde. Für die 17 TeilnehmerInnen, unter denen Studierende und AbsolventInnen aus Bosnien, Weißrussland, Ukraine, Russland und vielen anderen Ländern und verschiedenen Studienrichtungen waren, wurde ein intensives zweitägiges Programm angeboten.

Flipchart von ÜbungAm Anfang haben sich die TeilnehmerInnen auf Gruppen aufgeteilt, um herauszufinden, welche Gemeinsamkeiten sie haben. Dieser Einstieg hat geholfen, individuelle Fachkompetenzen und Berufsziele der TeilnehmerInnen zu erkennen. An konkreten Beispielen wurde gezeigt, welche „Wege“ es gibt, um einen Job in Österreich zu finden. Am zweiten Tag war es noch spannender, weil ExpertInnen der WKO und der AK eingeladen waren, die sich täglich mit Migrationspolitik beschäftigen. Sie haben sich für Fragen zu Verfügung gestellt und die TeilnehmerInnen haben diese Möglichkeit voll genutzt. Es war offensichtlich, dass für junge Menschen mit Migrationshintergrund, die meistens schon erste Arbeitserfahrungen in Österreich haben, die rechtlichen Rahmenbedingungen besonders wichtig sind. Viele haben ihre persönlichen Geschichten erzählt und dabei wurde klar, dass die hochqualifizierten MigrantInnen in Österreich viele Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt haben und beim Arbeitsrecht großer Nachholbedarf für Fremde besteht.

Ausführlich sind die Organisatorinnen auch auf umfangreiche und problematische Themen wie Lebenslauf und Motivationsschreiben eingegangen und haben detailliert, Schritt für Schritt erklärt, wie diese im Idealfall aussehen sollen. Das Bewerbungsgesprächsthema stand auch im Mittelpunkt und wir haben diskutiert, wie ein Vorstellungsgespräch in Österreich ablaufen könnte und sollte. Erwähnenswert finde ich, dass ein ganz wesentlicher Bestandteil des Seminars die Gruppenarbeit gewesen ist, weil es den Trainerinnen vor allem wichtig war, dass die StudentInnen zuerst miteinander kommunizieren, um ihre Erfahrungen und Tipps auszutauschen. Und das hat auch sehr gut funktioniert. Viele haben betont, dass es am wichtigsten war, dass alle ihre Ziele laut ausgesprochen und für sich selbst festgelegt haben.

Fazit

Für mich persönlich war dieser Erfahrungsaustausch sehr hilfreich. Manche Sachen sind mir schon bekannt vorgekommen, manche nicht, aber wichtig ist, dass ich meine Fehler verstanden habe. Außerdem ist mir klar geworden, dass ich mir noch einmal überlegen muss, was ich für einen Job suche, weil man versuchen sollte sich klare Ziele zu setzen.

Nach dem Bewerbungstraining mussten die TeilnehmerInnen wieder zur realen Arbeitssuche zurückkehren. Aber mit der ganz wichtigen Empfehlung von allen ExpertInnen und zwar, dass der Migrationshintergrund zukünftig nur als Vorteil betrachten werden solle und gute Arbeitsgeber das auch erkennen.

Sarah Kohlmaier, Projektleiterin und Trainerin von JobStart for Internationals hatte mit dem Seminar das Ziel:

Junge und engagierte BewerberInnen mit internationalen Wurzeln auf dem Weg zur beruflichen Integration in Österreich zu stärken. Unabhängig davon, ob und wann jemand letztlich wirklich den ersten fixen Job in Österreich bekommt, sollten unsere TeilnehmerInnen die bestmöglichen Tools in die Hand bekommen, um den Bewerbungsprozess hierzulande so gut es geht meistern zu können

Die Motivation, auf dem Weg zur beruflichen Verwirklichung dranzubleiben, war am Ende des Seminars jedenfalls greifbar – womit ein zweiter Durchgang im Herbst 2016 unbedingt gestartet werden soll.

 

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