Zu Besuch bei den Raben am 6. Mai 2014
ungefähr 2 Minuten
Themen: Biologie , Forschung , Raben

Zu Besuch bei den Raben

Eure ersten Assoziationen zu „Wissenschaftlicher Forschung“ ? Vielleicht ein Labor, Menschen, die in weißen Kitteln an komplizierten Geräten arbeiten und Testergebnisse auf einem Klemmbrett notieren. Aber es geht auch ganz anders – Kognitionsbiologe Thomas Bugnyar und sein Team erforschen Verhaltensweisen von Tieren. Wir haben ihn in der Forschungsstation Haidlhof (in der Nähe von Bad Vöslau) besucht, um die dort untergebrachten Vögel kennenzulernen und ein bisschen mehr über die tägliche Arbeit mit den Tieren zu erfahren.

WP_20140422_002

Die Forschungsstation liegt mitten im Grünen und das Gelände gibt einen schönen Eindruck, was „Forschung“ in den unterschiedlichen Bereichen alles bedeuten kann. Die gefiederten KollegInnen leben seit 2010 in der Station Haidlhof. Die Anlage ist so einzigartig, dass sie Forschungen zum Sozialverhalten der Tiere erlauben, die bislang noch nicht möglich waren. Als wir über den Hof spaziert sind, haben wir auch einige junge ForscherInnen aus aller Welt getroffen, die am Haidlhof ihre Beobachtungen machen. Unterschiedliche Bereiche des Geheges können geschlossen und geöffnet werden, um verschiedene Gruppen von Vögeln zusammen zu bringen. Zum Beispiel lebt ein Vögelpärchen einige Wochen zu zweit und beobachtet aus der Nähe ein anderes Pärchen. Nach einiger Zeit leben sie dann auf gemeinsamen Raum und werden später wieder getrennt. So kann die Lebensweise der Tiere simuliert werden und wir können ihr Sozialgefüge besser verstehen.

schwuppsThomas Bugnyar arbeitet seit sechs Jahren hauptsächlich mit Raben: Sein ForscherInnenteam beobachtet die Tiere bis zu vier Mal wöchentlich, jeweils für mehrere Stunden. Thomas Bugnyar kennt „seine“ Raben natürlich beim Namen (eines der Rabenpärchen, erzählt er uns, heißt Matte und Lela und stammt aus Schweden) und besucht sie etwa 2 Mal in der Woche, um mit ihnen zu arbeiten. Einige von ihnen hat er selbst aufgezogen; kein Wunder also, dass sie auf seinen Zuruf zu ihm kommen und sich auf seine Schulter setzen. Warum er sich ausgerechnet mit Raben beschäftigt? Weil er mit Tieren mit großen Gehirnen arbeiten wollte, erzählt er, und das ist bei Raben der Fall, wie Bugnyars Forschungsergebnisse zeigen.

image4Die Vogelstation beherbergt drei Vogelarten: Krähen, Kolkraben und Keas. Bei unserem Besuch sind es vor allem die Keas, die sich lautstark bemerkbar machen und uns neugierig beäugen.

Unser Fazit von der Forschungsstation Haidlhof: ein spannender Ort, um Forschung hautnah mitzuerleben und die „Forschungsobjekte“ in ihrem Zuhause kennenzulernen. Ihr könnt die Tiere natürlich auch selbst besuchen – es werden regemäßig  Führungen angeboten. Tomas Bugnyar und sein Team (inkl. Katze) freuen sich auf euch!Haidlhof_Katze_zugeschnitten

 

 



Von der Uni in die Welt – Erfahrungsbericht einer Alumna

Julia Lindsey haben wir über die Alumni Map der Universität Wien gefunden. Die Alumna der Translationswissenschaft blickt humorvoll auf ihre Studienzeit zurück und erzählt von ihrem Werdegang. Vier Jahre ist es nun her, dass ich mein Studium für Konferenzdolmetschen an der Universität Wien abgeschlossen habe, und noch immer blicke ich mit einer Mischung aus Wehmut … Continued


Recht Engagiert – Juridicum trifft Zivilgesellschaft

Die Aula des Juridicums öffnet am 6. Dezember 2017 ab 12:00 Uhr ihre Tore für NGOs und zivilgesellschaftliche Plattformen. Das Forum kritischer Jurist*innen lädt zum Infotag „Recht Engagiert“. Hier können sich Studierende und Absolvent*innen mit erfahrenen Praktiker*innen aus dem Bereich der Menschenrechte, des Umweltrechts, des Diskriminierungsschutzes und vielem mehr über alternative Berufsmöglichkeiten sowie über zivilgesellschaftliches … Continued


Alumni: Aluminium, Halloumi…? – Der Alumniverband der Universität Wien

Natalia erzählt von ihren persönlichen Erfahrungen und ihrer Arbeit beim Alumniverband der Universität Wien, dem Netzwerk für alle Absolventinnen und Absolventen der Universität Wien. Alumni: Aluminium, Halloumi…? Alumni-Community? Ich sag´s gleich: wir haben nichts mit Aluminium am Hut, geschweige denn mit Halloumi. Obwohl uns diese Assoziationen immer wieder einholen: Ein Brief der an „Alumini Uni … Continued

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back to top