am 23. Juli 2015
ungefähr 3 Minuten
Themen: Auslandsaufenthalt , Erasmus , Erfahrungen , Extern

Arbeiten und leben in Deutschland, Ungarn oder Italien: Erasmus für Uni-MitarbeiterInnen

Ihr wolltet schon immer mal sehen, wie KollegInnen an einer Uni im Ausland arbeiten? Zum Beispiel in Italien, Deutschland, England oder Ungarn? Ihr dachtet, nur Studierende können mit Erasmus ins Ausland gehen? Dachte ich auch lange – stimmt aber gar nicht. Auch MitarbeiterInnen der Uni können am Programm teilnehmen. Es nennt sich Erasmus+ staff mobility.Ich bin mit dem Programm von meiner Heimat-Universität Bielefeld in Deutschland für zwei Wochen nach Wien gekommen. Zwei Wochen hören sich erst mal nicht nach viel an. Aber in dieser Zeit habe ich viele neue KollegInnen, Arbeitsbereiche und faszinierende Ecken Wiens kennengelernt.

An der Uni Bielefeld arbeite ich in der Pressestelle. Wir sind dort zuständig für die Medienarbeit: Das heißt, wir schreiben Pressemeldungen, vermitteln WissenschaftlerInnen als InterviewpartnerInnen an die Medien, veröffentlichen ein Studierendenmagazin, ein Forschungsmagazin und den Newsletter für die MitarbeiterInnen. An der Uni Wien durfte ich die gesamte Öffentlichkeitsarbeit kennenlernen: Von der Online-Zeitung uni:view über Social Media bis hin zu Grafik und Webdesign. Es war spannend zu sehen, wie die KollegInnen in Wien arbeiten. Wir hatten viel Zeit uns auszutauschen: Wie oft postet ihr etwas auf Facebook? Wie sehen eure Redaktionssitzungen aus? Wie schreibt ihr eure Forschungsartikel?

Arbeiten und leben in einer neuen Stadt

Für die Uni Wien hatte der Austausch den Vorteil, dass ich als Außenstehende zu ihnen kam. Ich hatte eine ganz andere Perspektive auf Dinge und auf den Arbeitsalltag. Zum Beispiel habe ich mir die Homepage der Uni Wien und die der Max F. Perutz Laboratories (MFPL) angeschaut: Ist die Homepage sinnvoll gegliedert? Finde ich die wichtigsten Infos auf der Website schnell und einfach? Gibt es etwas, was man verbessern könnte?

Natürlich ist man nicht nur zum Arbeiten an der Gastuni. Wir waren zum Beispiel mit allen MitarbeiterInnen zum Essen und Baden in einer Strandbar am Donaukanal. Wien hat außerdem im Sommer viele tolle Open-Air Kulturangebote, wie das Kino Unter Sternen am Karlsplatz, die O-Töne mit Buchlesungen im MuseumsQuartier oder das Donauinselfest. Natürlich gehörte auch das klassische Touri-Programm dazu: Prater, Schloss Schönbrunn und Stephansdom. Ich habe gern gemütlich in einem der vielen Kaffeehäuser gesessen und bin oft durch die kleinen Gassen um den Stephansdom geschlendert. Dort findet man jedes Mal etwas Neues: Kleine Läden, wunderschöne Gebäude oder alte Schilder aus Zeiten, als die Fiaker noch keine Touristenattraktionen, sondern die üblichen Fortbewegungsmittel waren. Die Stadt und die KollegInnen haben es mir wirklich unglaublich leicht gemacht, mich als „Wiener auf Zeit“ wohl zu fühlen.

Vorteile von ERASMUS Mobilität

  • Ihr könnt eine neue Kultur und neue Menschen kennenlernen und Kontakte knüpfen.
  • Es gibt Partnerunis in allen möglichen Ländern. Ihr könnt euren Aufenthalt also gut nutzen, um eure Sprachkenntnisse zu verbessern.
  • Erasmus zahlt eine Pauschale für die Reise- und Lebenshaltungskosten. Wer nicht zu extravagant lebt, sollte mit dem Geld gut hinkommen.
  • Ich hatte das große Glück, dass mein Praktikum super geplant wurde. Es ist sinnvoll, vorher schon zu wissen, welche Abteilungen euch interessieren und welche Fragen ihr habt. So könnt ihr die kurze Zeit effektiv nutzen. Davon profitiert ihr, eure Heimatuni und eure Gastuni.
  • Nach Feierabend und am Wochenende kann man die Stadt und die Umgebung erkunden.
  • Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Aufenthalt mit erstaunlich wenig Bürokratie verbunden ist. Vielen Dank dafür an die Unis Bielefeld und Wien.

Fazit: Ausprobieren!

Deshalb mein Tipp: Einfach mal informieren und ausprobieren, wenn ihr die Möglichkeit habt!

Nützliche Links:

http://international.univie.ac.at/
https://gleichstellung.univie.ac.at/gleichstellung-und-diversitaet/internationales/erasmus-staff-mobility/





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