„Die Welt zu unseren Füßen verstehen“

„“It’s all mental, you can do it!” war der widerhallende Ruf des Coaches auf dem Fußballfeld einer Highschool in Texas, der sich im Laufe der Saison in den Köpfen von dreißig Schülerinnen verankern sollte. Als 16-Jährige verbrachte ich ein Auslandsjahr in den USA und bis heute haben diese Worte in meinem Leben eine besondere Bedeutung. Bereits mit sieben Jahren begann ich in meiner Allgäuer Heimat im Verein Fußball zu spielen. Es stand für mich außer Frage, dass ich auch in Texas am Feld stehen würde. Nach einer sehr erfolgreichen Saison kehrte ich als District Champion und Kapitänin zurück nach Deutschland und schloss im Laufe der nächsten Jahre die Schule ab.

Neben dem Fußball sind die Naturwissenschaften meine zweite große Leidenschaft. So entschloss ich mich, nach Österreich zu ziehen und Meteorologie an der Universität Wien zu studieren. Das anspruchsvolle Grundstudium der Physik ließ mich oft an den Spruch meines amerikanischen Coaches zurückdenken. Denn auch im Studium stoße ich immer wieder an meine Grenzen, um zu verstehen, was – wie Faust sagen würde – „die Welt im Innersten zusammenhält“. Gerade die Quantenphysik und Allgemeine Relativitätstheorie Einsteins, welche die zwei Säulen unserer heutigen Physik darstellen, allerdings bisher in keiner Theorie vereinheitlicht werden konnten, forderten und faszinierten mich von Beginn an.

Nachdem ich die Möglichkeit bekam, meine Bachelorarbeit im Rahmen eines Forschungsaufenthaltes auf der Uni Wien-Tropenstation La Gamba in Costa Rica zu verfassen, beschäftigte ich mich immer mehr mit einer Frage: Wie wäre es, wenn man die Meteorologie als Physik der Atmosphäre mit jener der Erde verbindet? Es ist klar, dass Naturgewalten wie Tsunamis, vulkanische Eruptionen, aber auch das weltweite Klima einen großen Einfluss auf die Menschheit ausüben, weshalb die Erforschung der zugrunde liegenden physikalischen Zusammenhänge eine zunehmend wichtige Rolle in unserer Gesellschaft spielen. Ich beschloss deshalb nach Abschluss des Bachelors in das englischsprachige Joint-Masterstudium „Physics of the Earth“ der Universität Wien in Zusammenarbeit mit der Comenius Universität in Bratislava einzusteigen und genieße nun die interessanten Lehrveranstaltungen des noch jungen Studiengangs – von der Geophysik bis hin zur Seismologie unserer Erde.

Ganz ohne Fußball geht es aber auch heute nicht: Bereits drei Mal in Folge nahm ich als Teil des Frauenfußballteams der Uni Wien bei den nationalen Meisterschaften in Salzburg teil. Aufgrund des großartigen Erfolgs des Teams und der wachsenden Nachfrage gründeten wir den Verein „SC Sapientia Vienna“. Sowohl im Fußball als auch im Studium gilt für mich die Devise: Je größer die Herausforderung, desto besser! Nach dem Studium möchte ich übrigens in die Forschung und mich mit der Seismologie von Erdbeben beschäftigen oder aber für die United Nations in Wien arbeiten. Mit den Worten „It’s all mental, you can do it!“ im Kopf ist so einiges möglich.“ – Sophie Authried

Sophie studiert das Masterprogramm Physics of the Earth an der Universität Wien und der Comenius Universität in Bratislava.

PS: Folge dem Uni Wien Fußballverein SC Sapientia Vienna auf Instagram unter @sc.sapientia.vienna.



„Die Frage ‚Was ist Chemie eigentlich genau?‘ verfolgt mich bereits seit dem ersten Tag meines Studiums und wenn mich jemand danach fragt, muss ich doch immer wieder kurz darüber nachdenken. Mit der Beantwortung könnte man zweifellos Stunden verbringen, da Chemie in all ihren Disziplinen, von den Grundlagen über Analytik und Synthese, bis hin zur Biochemie, … Continued

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„‚Die Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners!‘ Ich glaube zu wissen, dass es dieser Satz vom Mitbegründer des Radikalen Konstruktivismus Heinz von Förster war, der mich schlussendlich dazu bewogen hat, damals in Salzburg mein Philosophiestudium aus dem Privaten ins Akademische zu verlagern. Als ich Ende 2018 nach Wien zurückkehrte, war für mich klar, diesen Weg … Continued

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„Das Kombipaket im letzten Sommersemester: Doppelstudium, Teilzeitjob und Corona. Mein ganz persönliches „3+1 Gratis“. Wie für viele andere, hat das auch für mich sehr viel Zeit vor dem Monitor bedeutet. Vom 14.3. auf den 15.3. war plötzlich alles „remote“ – schönes Wort, unangenehme Situation. Dabei wäre gerade in diesem – meinem letzten – Semester der … Continued

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