Erweiterungscurriculum Naturwissenschaftliches Denken NEU – was sich geändert hat

Die Fakultät für Physik bietet seit einigen Jahren ein spannendes Erweiterungscurriculum (EC) über Naturwissenschaften an, das von den Studierenden gelobt und weiterempfohlen wird. Ich habe mich dafür interessiert, mich aber dagegen entschieden, weil mich einiges daran abschreckte. Das Erweiterungscurriculum Naturwissenschaftliches Denken: Fallbeispiele, Grundlagen und Einflüsse wurde kürzlich überarbeitet und besser an die Bedürfnisse der Studierenden angepasst. Wenn du also auch Interesse für Naturwissenschaften hast: Ab sofort ist die Teilnahme leichter geworden!

Im Juni 2014 trudelte eine E-Mail von Herrn Prof. Gröger im Postfach unserer E-Mail-Adresse für die Studienvertretung Skandinavistik ein. Er bat uns als Studienvertretung, die Studierenden auf das Erweiterungscurriculum Naturwissenschaftliches Denken aufmerksam zu machen. Ich hatte von diesem EC schon gehört und es für mich selbst ebenfalls erwogen, mich letztendlich aber dagegen entschieden. Nun informierte ich mich erneut über das EC Naturwissenschaftliches Denken, um mir nochmals in Erinnerung zu rufen, wieso die Entscheidung damals gegen das EC ausfiel.

Kritikpunkte am alten Curriculum

  • Als erstes fiel mir auf, dass relativ viele Lehrveranstaltungen, nämlich fünf, zu absolvieren sind, die in zwei Pflichtmodule aufgeteilt sind. Dies macht es unmöglich, das Erweiterungscurriculum in einem Semester zu absolvieren, obwohl es lediglich 15 ECTS umfasst.
  • Zudem ist es problematisch, dass drei der fünf Lehrveranstaltungen integrierte Kurse (IK) und somit prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen sind. Das ist für berufstätige Studierende schwierig, da es ja bereits mühsam genug ist, die prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen des gewählten Hauptstudiums mit der Berufstätigkeit zu vereinbaren. Die meisten Studienrichtungen an der Universität Wien sind als Vollzeitstudium konzipiert, daher finden die Lehrveranstaltungen vorwiegend tagsüber und unter der Woche statt.
  • Der dritte, für mich abschreckende Punkt waren die Modulprüfungen. Seit dem Wintersemester 2011 kommen alle StudienanfängerInnen in den „Genuss“ der Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP), in der Modulprüfungen gang und gäbe sind. Die Lust, sich freiwillig eine weitere Modulprüfung anzutun, hält sich daher bei den Studierenden, inklusive mir selbst, daher eher in Grenzen. Insgesamt erschien mir das EC Naturwissenschaftliches Denken zu aufwändig, obwohl ich das Fachgebiet grundsätzlich spannend und interessant finde. Jene Studierenden, die das EC besucht haben, stellten ihm jedoch durchwegs ein sehr gutes Zeugnis aus – die Evaluierungsergebnisse waren so positiv, dass das Erweiterungscurriculum im Jahr 2013 für weitere drei Jahre verlängert wurde. Ich teilte meine Kritikpunkte Herrn Prof. Gröger mit.

Überraschenderweise wurde das meiste davon in der neuen, sehr rasch fertig gestellten Version des Erweiterungscurriculums berücksichtigt. Ich war sehr erfreut, als ich im April eine Nachricht von Herrn Prof. Gröger erhielt, die besagte, dass das EC meinem Feedback gemäß geändert wurde und das neue Curriculum ab Wintersemester 2015/16 gültig ist und studiert werden kann.

Die Änderungen im Detail

  • Anstatt aus zwei Pflichtmodulen mit insgesamt fünf Lehrveranstaltungen besteht das neue EC Naturwissenschaftliches Denken nur mehr aus einem Pflichtmodul mit drei Lehrveranstaltungen. Dies macht es nun möglich, das Erweiterungscurriculum in einem Semester zu absolvieren. Wegen des thematischen Aufbaus und des inhaltlichen Zusammenhangs werden die Lehrveranstaltungen teilgeblockt abgehalten.
  • Die Lehrveranstaltungen wurden in VU (Vorlesung + Übung) umgewandelt. Weil sie im Wintersemester montags und dienstags nach 16 Uhr abgehalten werden und auch nur bei den Übungsteilen Anwesenheitspflicht besteht (zusammen 1,5 SWS) ist die Teilnahme für berufstätige Studierende nun leichter möglich.
  • Es gibt keine Modulprüfung mehr.
mikroskopie
Bild: Mikroskopie zur Praxis in der Biologie/Rechte: Dr. Adrienne Hilgers-Szanto

Das EC gilt als absolviert, wenn alle im Modul vorgesehenen Lehrveranstaltungen erfolgreich absolviert wurden. Mündliche Prüfungen über die Vorlesungsteile können bereits nach Ende des jeweiligen Lehrveranstaltungsblocks abgelegt werden, sind aber auch während des Sommersemesters möglich.

Das neue Curriculum geht insgesamt besser auf die Bedürfnisse und Wünsche der Studierenden ein. Dies ist ein äußerst erfreuliches Ergebnis, wodurch die sehr interessanten Inhalte des Erweiterungscurriculums nun auch berufstätigen Studierenden besser zugänglich sind.

Weiterführende Infos

  • Detailinformationen und die Curricula des ECs Naturwissenschaftliches Denken sind hier zu finden.
  • Zu den Infos rund um Anmeldung etc. geht’s hier.
  • Meinungen der Studierenden in der Evaluation findet ihr hier.
  • Erfahrungsberichte und Meinungen der Studierenden und Lehrenden zum EC findet ihr hier.

In einer der Lehrveranstaltungen des EC zum Thema Praxis in der Physik wird z. B. Wissenswertes über die Entstehung der Physik, Forscherpersönlichkeiten, das Experiment in der Physik und über den Wissenschaftbetrieb vermittelt. Hier ein kleiner Einblick in die Arbeit von Anna Wonaschütz, Assistentin in der Arbeitsgruppe Aerosolphysik und Umweltphysik der Fakultät für Physik


Beitragsfoto: Exkursion beim Ionenbeschleuniger VERA, Bildrechte: Dr. Viktor Gröger, Fakultät für Physik





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