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So geht home-learning am 22. Juli 2020
ungefähr 4 Minuten
Themen: Digitale Lehre , digitale Online-Prüfung , home-learning , homeoffice

So geht home-learning

Damit der Transfer der Lehre von analog auf digital in den letzten Monaten reibungslos funktionieren konnte, arbeiteten alle zusammen: Der Zentrale Informatikdienst (ZID) liefert die nötige IT-Infrastruktur und das Center for Teaching and Learning (CTL) unterstützt das home-learning mit didaktischer Begleitung.

Innerhalb kürzester Zeit wurden vom Zentralen Informatikdienst (ZID) neue IT-Services eingeführt und bestehende ausgebaut und das Center for Teaching and Learning (CTL) stellte parallel Unterstützungsangebote bereit: Die gemeinsame Initiative der beiden Einrichtungen unterstützt home-learning, digitales Prüfen und Homeoffice an der Universität Wien optimal.

Das neu entstandene home-learning-Team von ZID und CTL hat Lehrende in den letzten Monaten bei der digitalen Transformation ihrer Lehre unterstützt:

Moodle und mehr

Für fast drei Viertel der Lehrveranstaltungen gab es schon vor der Corona-Pandemie begleitende E-Learning-Kurse auf der Plattform Moodle. Diese wurden in den letzten Monaten zu einem der wichtigsten Kommunikationskanäle zwischen Studierenden und Lehrenden. Durch den Lockdown war es schlagartig notwendig, die Online-Kommunikation mit Studierenden zu verbessern. Der ZID implementierte deshalb bereits im März das Kollaborationstool Blackboard Collaborate sowie die Videokonferenztools BigBlueButton und Jitsi in Moodle – drei Features für unterschiedliche Anforderungen:

Blackboard Collaborate und BigBlueButton ermöglichen Audio- und Videoübertragung sowie die Anzeige von Vortragsfolien in Moodle und enthalten eine Chatfunktion. Die Zahl dieser Aktivitäten stieg innerhalb weniger Tage auf über 800 in Collaborate und auf über 1.800 in BigBlueButton.

 

Stabiles IT-Rückgrat

Aufgrund der stetig wachsenden Zugriffszahlen mussten die Serverkapazitäten in diesen Bereichen mehrfach verstärkt werden, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Für Moodle selbst wurden die Ressourcen verdoppelt, die Server für BigBlueButton und Jitsi entsprechend der Auslastung immer weiter aufgestockt. Das Netzwerk der Universität Wien war dabei das stabile Rückgrat: Die IT-Basisinfrastruktur des ZID ist prinzipiell so aufgebaut, dass sie mögliche Spitzen problemlos verkraftet.

 

Virtuelles Teammeeting
Virtuelles Teammeeting

Didaktische Begleitung

Das CTL wiederum unterstützt die Lehrenden seit dem Umstieg beim Einsatz der IT-Infrastruktur in Lehrveranstaltungen und der Umsetzung von home-learning-Szenarien:

  • Auf den Webseiten des CTL wurden didaktische Anregungen, Anleitungen und Rahmenbedingungen für das Gelingen von home-learning zusammengetragen.
  • In einem speziell bereitgestellten Moodle-Kurs wird der Austausch unter Lehrenden ermöglicht und Weiterbildungsangebote zu Blackboard Collaborate, BigBlueButton und Jitsi zur Verfügung gestellt. Lehrende können sich dort auch für die Planung und Vorbereitung von Videokonferenzen und Online-Seminaren weiterbilden.
  • In Sprechstunden können Lehrende individuell an ihren Lehrveranstaltungen arbeiten und diese gemeinsam erweitern. Dieses Angebot wurde bisher 890-mal in Anspruch genommen.
  • Außerdem wird in Lernpfaden den Lehrenden ermöglicht, jederzeit Themen selbstständig zu erarbeiten.

 

Digitales Prüfen

Zwischen Mitte März und Ende Mai wurden bereits rund 45.000 Prüfungsleistungen digital erbracht. Zum Thema digitales Prüfen arbeitet das home-learning-Team eng mit der Koordination Studienservices (DLE Studienservice und Lehrwesen) zusammen.

Im Wiki der Universität Wien wurden gemeinsam umfangreiche Informationen zum mündlichen und schriftlichen Prüfen sowie Anleitungen für den Umgang mit den neuen Tools verfasst. Weiters stehen spezielle Template-Kurse zur Verfügung, die einen raschen Umstieg auf digitales Prüfen erleichtern.

 

Vieles ist plötzlich möglich

Durch die Corona-Krise erlebt die Universität Wien in vielen Bereichen einen enormen Digitalisierungsschub. Viele E-Learning-Angebote, über die am ZID und CTL bereits im Vorfeld nachgedacht wurde, sind nun in kürzester Zeit umgesetzt worden. Quasi über Nacht wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Rektorat, den Dienstleistungseinrichtungen sowie vielen anderen Beteiligten an der Universität Wien zukunftsweisende Strukturen geschaffen.

Die Möglichkeiten sind damit noch nicht ausgeschöpft: Für das Wintersemester 2020/21 sind weitere innovative Lehrmodelle und Praktiken für die digitale, analoge und die hybride Lehre angedacht. Die neuen Tools für home-learning und Homeoffice sollen auch in Zukunft Lehre, Forschung und Administration an der Universität Wien ergänzen.

 

Zahlen, Zahlen, Zahlen

  • Im Durchschnitt verwenden 40.000 Nutzer*innen pro Wochentag die Lernplattform Moodle.
  • 7.117 Lehrveranstaltungen verwenden einen Moodle-Kurs, das entspricht 89,6 % aller aktiven Veranstaltungen. Im Vergleich zum Sommersemester 2019 mit 5.636 Moodle-Kursen bedeutet dies eine Steigerung um 13,1 %.
  • In der Zeit zwischen Mitte März und Ende Mai 2020 wurden rund 45.000 Prüfungsleistungen digital erbracht.
  • Im Mai 2020 wurden pro Woche durchschnittlich 4.500 Videokonferenzen mit insgesamt 43.550 Teilnehmer*innen über Moodle abgehalten.

 

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