Der Traum vom Auslandssemester
Begonnen hat alles mit dem Wunsch, einmal im Ausland leben zu wollen, eine neue Kultur kennenzulernen, auf mich alleine gestellt zu sein, neue Erfahrungen zu machen und spannende Menschen zu treffen. Ich studiere Informatik im Bachelor und habe das letzte Wintersemester an der wunderschönen Politechnika Warszawska – der Technischen Universität Warschau – in Polen verbracht.
Vorfreude und Unsicherheiten
Wie bei den meisten Studierenden, die diese Chance nutzen, wuchsen mit der Vorfreude auch die Unsicherheiten, je näher das Auslandssemester rückte. Werde ich schnell Personen kennenlernen, mit denen ich mich im besten Fall auch gut verstehe? (Ja, meine Anforderungen waren wirklich nicht hoch.) Werde ich den Kursen folgen können? Und verirre ich mich nicht im E-förmigen, 5-stöckigen und unsymmetrischen Fakultätsgebäude? Einige dieser Unsicherheiten haben mich auch tatsächlich noch in Warschau herausgefordert – zum Beispiel ein passendes Zimmer zu finden oder organisatorische Hürden mit der Gastuniversität zu überwinden. Aber letztlich gehört das auch dazu – und ohne kleine Schwierigkeiten wäre es doch langweilig gewesen. ;)
Neue Freundschaften, neue Perspektiven – und ein bisschen Kompott
Nachdem ich die ersten Tage und (fast) alle Anfangsprobleme überwunden hatte, begann mein Erasmus-Aufenthalt erst so richtig: Sehr schnell hat sich herausgestellt, dass ich bei weitem nicht die einzige Austauschstudentin bin – und dass wir alle im selben (oder zumindest in einem sehr ähnlichen) Boot sitzen. Ich habe unglaublich viele tolle Menschen aus aller Welt kennengelernt – und auch ein paar polnische Freundschaften geschlossen. An vielen Wochenenden haben wir die Gelegenheit genutzt, um benachbarte Länder oder andere Städte in Polen zu erkunden.
Auch Warschau selbst und die Uni haben mich sehr begeistert: Die Stadt mit ihren Gegensätzen und kulinarischen Highlights hat mich in ihren Bann gezogen. In den beliebten Milchbars (Bar Mleczny) habe ich mich fast nicht vor Kompott und Pierogi retten können. Auf der Universität habe ich vor allem von engagierten Professor*innen und kleinen Kursgrößen profitiert. Besonders toll waren die Lehrveranstaltungen, in denen wir nur zu siebt waren – das ermöglicht ganz neue Diskussionen mit den Lehrenden.
Ein neues Ich in einer neuen Stadt
Gleichzeitig bot mir das Erasmus-Semester die Chance, mich ein kleines bisschen neu zu erfinden – sowohl persönlich als auch im Alltag. Ich habe die vertraute Wiener Routine hinter mir gelassen und mir in einer neuen Stadt ein halbes Jahr lang ein neues Leben aufgebaut. Neben offensichtlichen Veränderungen – wie dem Zahlen in einer anderen Währung oder dem Leben in einer anderen Sprache – waren es auch die kleinen Dinge: eine neue Laufrunde, ein neuer Weg zur Uni, ein neuer Supermarkt um die Ecke, ein neues Lieblingscafé mit günstigem Kaffee und eine neue Stammbar. Diese Möglichkeit, mich ein Stück weit neu zu entdecken, war unglaublich erfrischend – und kann ich wirklich jeder Person nur empfehlen. Ich möchte diese Erfahrungen nur sehr ungern missen.
Was bleibt: Freundschaften, Erfahrungen, Erinnerungen
Um jetzt nicht noch weiter über Polen und mein Erasmus im Allgemeinen zu schwärmen, belasse ich es dabei. Fest steht: Ich hatte eine unglaublich tolle, ereignisreiche und einzigartige Zeit. Ich habe viele neue Menschen kennengelernt, die ich heute zu meinen guten Freund*innen zähle. Gemeinsame, außergewöhnliche Erlebnisse und die Herausforderungen im Ausland haben uns sehr zusammengeschweißt – und genau das macht für mich den besonderen Zauber von Erasmus aus.
Erasmus+ Bewerbung 2026
Bewirb dich ab Mitte Jänner 2026 für einen Erasmus+ Studienaufenthalt im Studienjahr 2026/27!
Wichtig: Institutsintern können frühere Fristen gelten – erkundige dich daher rechtzeitig in deinem SSC.
Beginne frühzeitig mit der Planung deines Auslandsaufenthalts! Alle Infos erhältst du im International Office der Universität Wien:
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