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Leichter lernen #4: Wie vermeide ich Planungsfehler und Zeitfresser? am 11. Mai 2020
ungefähr 4 Minuten
Themen: home-learning , Leichter lernen , Zeitmanagement

Leichter lernen #4: Wie vermeide ich Planungsfehler und Zeitfresser?

Zeitpläne können nicht immer eingehalten werden oder Tätigkeiten benötigen viel mehr Zeit, als gedacht? Wenn euch solche Herausforderungen bekannt vorkommt, helfen vielleicht folgende Tipps, die das Center for Teaching and Learning (CTL) für euch zusammengestellt hat.

Ich schiebe meine Aufgaben permanent auf

Es gibt viele Gründe für das Aufschieben. Überlegt, was bei euch zutreffen könnte: Sind die Aufgaben unangenehm? Fehlt euch die Motivation? Habt ihr das Ziel der Aufgaben aus den Augen verloren oder seid ihr von der Fülle der Aufgaben überfordert? Folgende Tipps können hilfreich sein:

  • Das Aufschieben von Aufgaben liegt häufig daran, dass alle zu erledigenden Aufgaben auf einmal ins Gedächtnis drängen und man deshalb gar nicht erst anfängt, denn in seiner Gesamtheit betrachtet kann ein umfangreiches Projekt rasch überfordernd wirken. Aus diesem Grund ist es so wirkungsvoll, große Aufgaben in kleine Teilaufgaben zu zerlegen, die man dann Schritt für Schritt abbaut. Wie das geht, erfahrt in unserem Beitrag zum Selbstmanagement.
  • Im Studium und erst recht im home-learning kann es verführerisch sein, ein Arbeitsvorhaben immer weiter aufzuschieben. Schafft daher klare Verbindlichkeiten. Oft hilft da bereits eine schriftliche Vereinbarung mit sich selbst in Form eines niedergeschriebenen Zeitplans: Klar definierte Arbeitsphasen mit Anfang und Ende, in denen ihr euch nicht ablenken lasst, und – ebenso wichtig – Erholungsphasen. Seid dabei nicht zu anspruchsvoll euch selbst gegenüber, sondern bleibt realistisch und haltet den Plan dann aber auch verlässlich ein.
  • Sorgt für eine gute Arbeitsatmosphäre: Ihr habt die notwendigen Unterlagen vorbereitet, euer Schreibtisch ist aufgeräumt, das Smartphone ist auf lautlos gestellt und das Glas Wasser steht auch schon bereit.
  • Überlegt, wie ihr euch motivieren könnt. Belohnungen wirken! 😊 Entscheidet bei der Festlegung eures Arbeitsplans, womit ihr euch nach getaner Arbeit belohnen möchtet. Ist es ein Spaziergang, etwas sportliche Betätigung oder der Ausblick auf das Online-Treffen mit Freund*innen?
Studieren im home-learning

Bis voraussichtlich 30. Juni 2020 findet der Lehrbetrieb an der Universität Wien aufgrund von SARS CoV-2 in Form von „home-learning“ statt.

Was das bedeutet, wie wir die home-learning Zeit bestmöglich nutzen und gemeinsam meistern können, erfahrt ihr im home-learning Hub für Studierende.

 

 

Ich halte das geplante Tagespensum nicht ein

Manchmal erstellen Studierende unrealistische Zeitpläne, die sie vielleicht gerne erfüllen würden, aber in der Realität nicht einhalten können.

  • Um eine realistische Zeitplanung vornehmen zu können, ist es daher sinnvoll, anhand der eigenen Wochen- und Tagespläne Soll-Ist-Vergleiche durchzuführen: Listet auf, was ihr geplant habt und was euch gelungen ist. Aus diesen Erkenntnissen heraus könnt ihr in Zukunft realistischere Zeitpläne erstellen.

 

Ich mache alles gleichzeitig und komme dabei durcheinander

Alle Aufgaben sollten gleichzeitig fertig werden und ihr wisst nicht, wo ihr anfangen sollt? Ihr springt von einer Aufgabe zur nächsten, ohne die vorherige zu beenden und fühlt euch zunehmend gestresst? Was hilft: Priorisiert die anstehenden Aufgaben, damit ihr nicht einen Großteil eurer Zeit mit nebensächlichen Aufgaben verschwendet.

  • Verschiedene Techniken zur Aufgabenpriorisierung findet ihr in unserem Blogbeitrag zur effizienten Arbeitszeitgestaltung.
  • Setzt euch Ziele, durchaus auch kleinteilige Ziele. Große Aufgaben wirken oft schwer bewältigbar, das Aufteilen auf kleine überschaubare Pakete entlastet.
  • Geht die Aufgaben Schritt für Schritt durch, lasst nur das am Schreibtisch liegen, womit ihr euch gerade beschäftigt. Viele andere dringende Aufgaben am Tisch erzeugen Unruhe.
  • Gibt es Aufgaben, die euch besonders belasten? Auch wenn es schwerfällt, fangt am besten damit an. Die vor euch liegende Aufgabe erscheint durch die Aussicht auf angenehmere Aufgaben danach wahrscheinlich leichter.

 

Störungen lenken mich regelmäßig von meiner Arbeit ab

Überlegt, was euer Anteil an den Störungen ist: Was davon lässt sich ändern? Und welche Störungen könnt ihr nicht verhindern, da sie Teil eurer Lebensrealität sind, aber wie sind diese besser in den Griff zu kriegen? Geht bewusst mit Störungen um und betrachtet diese nicht als unvermeidlich, auch euer Umgang damit ist gestaltbar. Hier findet ihr ein paar Tipps dazu:

  • Verschafft euch jeden Tag störungsfreie Zeiten, in denen ihr konzentriert arbeiten könnt, und kommuniziert diese auch rechtzeitig an euer Umfeld.
  • Entscheidet bewusst, wie wichtig der Mensch oder das Ereignis ist, das „stört“.
  • Sagt deutlich „Nein“, wenn ihr nicht gestört werden möchtet.
  • Führt eindeutige Zeichen (z. B. geschlossene Tür, Kopfhörer am Kopf, Sitzen an einem bestimmten Platz) ein, wenn ihr nicht gestört werden möchtet. Zeichen sind oft effektiver als Worte.
  • Und schließlich: Nehmt eure Arbeit ernst, das Studium ist eure Arbeit und das home-office ist jetzt euer Arbeitsplatz.

Berufliche Pläne in unsicheren Zeiten

Die gebürtige Polin und Uni-Wien-Alumna Karolina Niziolek sieht sich mit einer anderen Erstsprache bei der Jobsuche im Nachteil. Im Blogbeitrag erzählt Karolina, wie sie im Austausch mit ihrer Mentorin ihren Berufswunsch klären konnte.


Leichter lernen #7: (Abschluss-)Arbeiten schreiben

Ihr schreibt gerade an einer Abschlussarbeit? Dann habt ihr sicher schon bemerkt, dass jene Strategien, die bei kürzeren Arbeiten vielleicht geklappt haben, nicht mehr funktionieren. Das Center for Teaching and Leanring (CTL) hat Tipps parat, die leicht umzusetzen sind und euch bei der Planung eurer Bachelor- oder Masterarbeit helfen!

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