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Leichter lernen #6: Erfolgreiches Arbeiten in (Lern-)Gruppen am 26. Juni 2020
ungefähr 3 Minuten
Themen: home-learning , Leichter lernen

Leichter lernen #6: Erfolgreiches Arbeiten in (Lern-)Gruppen

In den Blogeinträgen zum Thema home-learning findet ihr immer wieder den Hinweis, dass es nützlich sein kann, sich in (Lern-)Gruppen zusammenzufinden. Im folgenden Beitrag findet ihr Tipps, wie ihr die Arbeit in Gruppen effizient gestalten könnt.

Der soziale Austausch mit Studienkolleg*innen kann euch nicht nur bei der Bewältigung der aktuellen Situation unterstützen, sondern auch eure Lernleistung verbessern: Die Arbeit in Gruppen ermöglicht es, Wissenslücken aufzudecken und die Motivation zu steigern.

 

Tipp 1: So kommt ihr zu einer (Lern-)Gruppe

Eure Lernpartner*innen könnt ihr euch (im Gegensatz zu vielen Gruppenarbeiten an der Uni) aussuchen. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, motivierte Lernpartner*innen zu finden:

  1. Ihr könnt beispielweise den Moodle-Kurs eurer Lehrveranstaltung durchsuchen. Oft gibt es dort ein eigens für Studierende erstelltes Austauschforum, in dem ihr eure Anfrage posten oder nach offenen Lerngruppen suchen könnt.
  2. Es gibt auch die Möglichkeit, studienspezifische Online-Foren, wie sie von manchen Studienvertretungen angeboten werden, zu nutzen.
  3. Falls es solch ein Forum nicht gibt oder ihr nach keiner lehrveranstaltungsspezifischen (Lern-) Gruppe sucht, könnt ihr auch die sozialen Medien nutzen. Dort gibt es Gruppen für (fast) alle Studienrichtungen.

Achtet von Beginn an auf ähnliche Ziele und Erwartungen potentieller Gruppenmitglieder. Mitunter existieren unterschiedliche Erwartungshaltungen an die gemeinsame Zusammenarbeit, die später zum Problem werden können.

Achtet bei eurer Suche auch darauf, dass die Gruppengröße im Optimalfall bei 4-5 Personen liegt. Zu große Gruppen führen auch zu mehr Konfliktpotential und könnten euren Lernfortschritt behindern.

 

Tipp 2: Vereinbart fixe Termine

Am besten vereinbart ihr direkt vor/beim ersten Treffen fixe Termine und notieren diese in eurem Kalender. Behandelt diese Termine wie jede andere (berufliche) Verpflichtung: Nehmt die Termine ernst und haltet diese ein, da nicht-eingehaltene Termine die Stimmung und Motivation der ganzen Gruppe drücken können.

Übrigens profitieren auch Gruppentermine von einer gewissen Strukturierung der Lerntreffen.

 

Tipp 3: Setzt euch bereits zuvor mit dem Lernstoff auseinander

Als Basis für die erfolgreiche Gruppenarbeit sollte sich zunächst jedes Gruppenmitglied allein und möglichst unabhängig von den anderen Gruppenmitgliedern mit dem Lernstoff auseinandersetzen bzw. einen Überblick verschafft haben. Nur so kann eine produktive Teamarbeit stattfinden, von der alle Teilnehmer*innen profitieren.

 

Tipp 4: Nutzt die individuellen Stärken der Gruppenmitglieder

Bei größeren Aufgaben oder Stoffgebieten macht es Sinn, die Aufgaben/Inhalte auf unterschiedliche Gruppenmitglieder zu verteilen. Versucht dabei auf die Stärken der einzelnen Gruppenmitglieder einzugehen. Manchen Personen fällt es beispielweise leicht, komplexe Stoffgebiete schriftlich zusammenzufassen. Andere Personen wiederum erstellen großartige Mindmaps oder Probeprüfungen. Hierbei könnt ihr auch auf die Interessen der einzelnen Gruppenmitglieder eingehen. Nicht jede Person interessiert sich für jede Aufgabe bzw. jedes Lerngebiet im gleichen Ausmaß. Die Ausarbeitung einer Aufgabe/eines Themas fällt bei hohem Interesse umso leichter.

 

Tipp 5: Jede Meinung zählt!

Die Ergebnisse aus der Einzelarbeit bzw. alle offenen Fragen sollten in der Gruppe gemeinsam diskutiert werden. Es ist hierbei besonders wichtig, dass sich jedes Gruppenmitglied gehört fühlt und seinen Teil beiträgt, denn jede Meinung zählt. Jede Person bietet einen neuen Blickwinkel auf ein Thema. Schlussendlich muss auch jede Person mit dem „Endprodukt“ (also z.B. der Gruppenpräsentation, der Arbeit oder ihrem Ergebnis bei der Prüfung) einverstanden sein. Das gelingt nur, wenn sich jede*r daran beteiligt hat.

Tipp 6: Lernt Feedback zu geben und zu nehmen

Kein Lernen kann ohne Feedback stattfinden, denn Kommunikation ist die Basis menschlichen Wissenserwerbs. Feedback ist daher ein wichtiger Bestandteil erfolgreicher (Lern-)Gruppen. Ihr solltet daher in eurer Gruppe regelmäßige Feedbackrunden einplanen. Wichtig dabei ist, dass ihr euer Feedback sachlich, respektvoll, ehrlich, konkret und interessiert äußert. Beachtet, dass ihr nicht eine Person, sondern einen Text, eine Aufgabe, eine Aussage kritisiert. Achtet auch darauf, dass ihr nicht nur Kritik äußert, sondern unbedingt auch positives Feedback gebt. Wenn euch Kritik nicht gerechtfertigt erscheint, dann fragt am besten direkt nach, was damit gemeint ist. So könnte auch eine produktive Gruppendiskussion entstehen.

 



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