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Leichter lernen #1: Lerntechniken am 2. April 2020
ungefähr 5 Minuten
Themen: home-learning , Leichter lernen , Studieren

Leichter lernen #1: Lerntechniken

Richtiges lernen ist kein einfaches Unterfangen und in der gegenwärtigen Situation schon gar nicht: Der gewohnte Studienalltag hat sich verändert und gerade im home-learning ist eigenständiges Arbeiten gefragt. Im ersten Teil der Serie „Leichter lernen“ gibt das Center for Teaching and Learning (CTL) der Universität Wien Einblicke in Lerntechniken, die euch dabei unterstützen können.

Lerntechniken helfen dabei, das Lernen zu strukturieren und zu optimieren. Die Techniken bieten eine Unterstützung, aber – so viel vorweg – die eigentliche Lernarbeit können sie nicht abnehmen. 😊

Sucht euch die für euch persönlich passenden Methoden und Zugänge heraus. Lernen ist ein ganz individueller Vorgang und bedeutet für jeden von uns etwas anderes, der Lernprozess kann aber von außen angeregt und unterstützt werden. Last but not least verfolgt jedes Lernen ein Ziel – macht euch daher eure Lernziele immer wieder bewusst, das unterstützt und motiviert auch in der gegenwärtigen Situation.

Allgemeine Tipps, die das Lernen leichter machen

  • Prinzipiell ist die Wiedergabe des Lernstoffes, sei es mündlich, schriftlich oder grafisch, ein erster Schritt zum Lernen – dabei könnt ihr ruhig kreativ sein: Markiert im Text, fasst zusammen, gebt den Stoff laut wieder, gestaltet, zeichnet oder dichtet. Testet jene Lerntechniken, die euch ansprechen oder für eure Situation passend erscheinen, und nicht vergessen: Meist führen mehrere Wege zum Ziel.
  • Lernt nicht zu viele ähnliche Inhalte nacheinander, ähnliche Inhalte behindern sich gegenseitig bei der Einprägung.
  • Kurz nach dem Einprägen wird am meisten vergessen. Daher sind in dieser Phase verstärkt Wiederholungen notwendig. Zu einem späteren Zeitpunkt können die Zeitabstände zwischen den Wiederholungen vergrößert werden.
  • Je detailreicher und komplexer der Lernstoff ist, desto mehr Wiederholungen sind notwendig.
  • Evaluiert eure Lernfortschritte und ganz wichtig: Belohnt euch auch für das Geleistete! 😊
  • Neugierig geworden? Hier gibt es weitere Tipps zum erfolgreichen home-learning.

Wir haben für euch vier Lerntechniken zusammengestellt, die euch beim home-learning helfen können! Viel Erfolg beim Ausprobieren 😊

Lernstoff strukturieren

Diese Methode zielt auf Überblick und Fokussierung:

  • Verschafft euch in einem ersten Schritt eine Übersicht über die Quantität.
  • Strukturiert danach den Stoff durch Markieren der wichtigen Punkte (Überschriften, Hauptaussagen) und versucht dabei, euch nicht in Details zu verlieren.
  • Fangt mit dem Lernen erst an, wenn ihr den Stoff strukturiert habt
  • Eine gute Strukturierungsarbeit – und gleichzeitige Lernarbeit – ist auch die Erstellung einer Zusammenfassung

PQ4R-Methode (Preview – Question – Read – Reflect – Recite – Review)

Diese Methode ist vor allem hilfreich, wenn ihr euch umfangreichen Stoff erarbeitet (wie etwa ein Skriptum, Lehrbuch oder Fachliteratur). Die Methode erfolgt in mehreren Schritten:

  • Preview (Vorprüfung): Verschafft euch einen Überblick, nutzt dafür auch Inhaltsverzeichnisse, Kompendien, Zusammenfassungen, Übersichten, …). Gliedert den Text in Abschnitte und wendet die vier folgenden Schritte auf jeden Abschnitt an.
  • Questions (Fragen): Formuliert Fragen zu den einzelnen Abschnitten.
  • Read (Lesen): Erarbeitet jeden Abschnitt sorgfältig und versucht, die Fragen zu beantworten, die ihr dazu gestellt habt.
  • Reflect (Nachdenken): Versucht, den Text zu verstehen und die Informationen in Bezug zu eurem Vorwissen zu setzen.
  • Recite (Wiedergeben): Versucht, die Fragen, die ihr an den Abschnitt gestellt habt, zu beantworten. Lest jene Passagen noch einmal, die beim Erinnern Schwierigkeiten bereiten.
  • Review (Rückblick): Geht den gesamten Text noch einmal in Gedanken durch. Ruft euch die wichtigsten Punkte in Erinnerung und versucht, die Fragen zu beantworten, die ihr euch eingangs gestellt habt.

Welche der genannten Schritte dieser Methode für euch persönlich hilfreich ist und in welchem Umfang, merkt ihr schnell nach dem ersten Ausprobieren.

Lernkartei

Diese Methode eignet sich für das Lernen von umfangreichem und gut in relativ isolierte Informationseinheiten gefassten Stoff (häufig gebrauchte Begriffsdefinitionen, Formeln, Merksätze, Vokabeln …).

  • Haltet kleine Informationseinheiten auf Karteikarten fest: Auf der Vorderseite wird die Frage oder ein Begriff notiert, auf der Rückseite die Antwort.
  • Um bestimmte Informationen zu einer Kategorie zusammenzufassen, ist es hilfreich, Karten mit derselben Farbe zu verwenden.
  • Arbeitet die Lernkarten gleich zu Beginn durch. In den weiteren Durchgängen könnt ihr jene, die ihr bereits wisst, beiseite legen und auf die restlichen Karten konzentrieren. Auf diese Weise könnt ihr euren Lernfortschritt realistisch evaluieren.

Akustisches Lernen

Diese Methode eignet sich für Personen, die gehörte Information sehr gut aufnehmen:

  • Greift nach Möglichkeit auf gestreamte Vorlesungen zurück, es bietet sich aber auch an, den Lernstoff in eigenen Worten
  • Verseht dabei das Gesprochene mit Betonung, variiert die Lautstärke, wählt ein angenehmes Tempo und lasst dabei „Denkpausen“ frei.
  • Bereits beim Sprechen des Textes wird gelernt, jedes weitere Abspielen ist demnach eine Lernwiederholung.

 

Studieren im home-learning

Bis voraussichtlich 30. Juni 2020 findet der Lehrbetrieb an der Universität Wien aufgrund von SARS CoV-2 in Form von „home-learning“ statt.

Was das bedeutet, wie wir die home-learning Zeit bestmöglich nutzen und gemeinsam meistern können, erfahrt ihr im home-learning Hub für Studierende.

 

📌 Besucht auch unsere Website und lernt das Center for Teaching and Learning (CTL) der Universität Wien kennen. Falls ihr generelle Fragen zur aktuellen Situation habt – hier gelangt ihr zu den FAQs rund um die Umstellung auf home-learning.


Leichter lernen #7: (Abschluss-)Arbeiten schreiben

Ihr schreibt gerade an einer Abschlussarbeit? Dann habt ihr sicher schon bemerkt, dass jene Strategien, die bei kürzeren Arbeiten vielleicht geklappt haben, nicht mehr funktionieren. Das Center for Teaching and Leanring (CTL) hat Tipps parat, die leicht umzusetzen sind und euch bei der Planung eurer Bachelor- oder Masterarbeit helfen!


Mit „Peer Pressure“ gegen die Prokrastination

Albert ist „bekennender Prokrastinateur“, doch die Angebote des univie Centers for Teaching and Learning (CTL) haben ihm einen Motivationsschub gegeben: Der Schreibmarathon hat das „auf Sparflamme vor sich hin köchelnde Diplomarbeitsprojekt wieder zum Dampfen gebracht“.

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