Mathematisches Wissen in „Die Simpsons“ am 4. Februar 2014
ungefähr 3 Minuten
Themen: Alltag , Mathematik , Simpsons , Studierende , Wissenschaft

Mathematisches Wissen in „Die Simpsons“

Wissenschaft begegnet uns in unserem Alltag ständig.

– Wir fallen nachts nicht aus dem Bett, weil unser Unterbewusstsein gelernt hat, die Gefahr des Sturzes zu erkennen und uns deshalb davor schützt. Das wissen wir aus der Psychologie.

– Wenn wir uns dann einen heißen Latte Macchiato zubereiten und sich im Glas drei Schichten bilden, beobachten wir die unterschiedlichen Dichten von Flüssigkeiten und haben es daher mit Physik zu tun.

– Schauen wir aus dem Fenster und sehen dicke, dunkle Regenwolken, liegt das an den besonders hoch aufgetürmten Eiskristallen und Wasserteilchen, die von den Sonnenstrahlen nicht mehr durchdrungen werden können. Das erklärt uns die Meteorologie.

– Wer seine Mittagspause in einem Park verbringt und dort mit Brennnesseln in Berührung kommt, kann nachlesen, dass das unangenehme Brennen u.a. von Ameisensäure ausgelöst wird. Wir sind mitten in der Biologie.

Und auch abends vor dem Fernseher sind wir der Wissenschaft näher, als gedacht. Immer wieder verpackt in der Fernsehserie rund um die kultige Familie aus Springfield, die Simpsons. Unter den AutorInnen der Serie finden sich einige Harvard-AbsolventInnen , manche davon mit einem Abschluss in Mathematik. So kommt es, dass immer wieder kleinere, aber auch größere mathematische Fragestellungen in die Folgen eingebaut werden.

Die zwei amerikanischen MathematikerInnen Dr. Sarah J. Greenwald, Appalachian State University, und Dr. Andrew Nestler, Santa Monica College, (wohl selbst Fans der Serie) haben über 100 Szenen in Simpsons-Folgen gefunden, in denen das der Fall ist: http://mathsci2.appstate.edu/~sjg/simpsonsmath/

Die ProfessorInnen unterrichten selbst Mathematik und betonen, dass die „Simpsons-Mathematik“ eine besonders schöne Quelle ist, um die Studierenden an das Fach heranzuführen und ihnen die Angst vor komplexen mathematischen Problemen zu nehmen.

Für einige Szenen und den Witz dahinter benötigt man tatsächlich fundiertes mathematisches Wissen. Zum Beispiel:

“Also, y gleich r hoch 3 durch 3, und wenn ihr den Veränderungsgrad dieser Kurve richtig berechnet, werdet ihr mit Sicherheit eine angenehme Überraschung erleben.”

Warum genau das jetzt witzig ist, versteht man nur mit den dazugehörigen Kenntnissen der Differential- und Integralrechnung (via http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/11/15/homers-letzter-satz-die-simpsons-und-die-mathematik/) Übrigens: Der Autor des Beitrags auf Scienceblogs ist Florian Freistetter, er promovierte am Institut für Astronomie der Universität Wien

Man kann auch davon ausgesehen, dass Zahlen, Gleichungen und Formeln im Hintergrund einer Szene nicht nur zufällig oder willkürlich dort zu sehen sind. Meist versteckt sich eine spannende mathematische Anspielung dahinter.

Wissenschaftjournalist Simon Singh hat sich diesem Thema ausführlich in seinem Buch „The Simpsons and Their Mathematical Secrets“ (Deutsch: „Homers letzter Satz: Die Simpsons und die Mathematik“) gewidmet. In dem Buch werden auch einige mathematische Fragestellungen aus der Serie herausgenommen und aufgelöst.

Das Buch von Simon Singh (auf Deutsch: „Homers letzter Satz: Die Simpsons und die Mathematik“) könnt ihr gewinnen: Kommentiert bis zum 11.02.2014 12:00 unter diesem Beitrag euer liebstes wissenschaftliches Alltagsphänomen. Unter allen Kommentaren (richtige Mailadresse für die Kontaktaufnahme muss angegeben werden, Teilnahmebedingungen) verlosen wir dreimal das Buch. Viel Glück!





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16 Kommentare

  1. Hiiiiiier, ich bin sowieso keine Leuchte in Mathematik, vlt können mir die Simpsons ja helfen, besser zu werden! :D
    Ich finde es wahnsinnig spannend, dass der Hinmel eigentlich nicht blau ist, wie als Kind gedacht, sondern nur eine Spiegelung! :)

  2. Die harte Realität des Studentenlebens lässt sich auch aus dem positiven Zusammenhang zwischen Einkommen und Konsum ableiten: Der Einkommen sinkt, der Konsum sinkt. … Allerdings sagt es nichts über meinen Kaffee- und Simpsonskonsum aus ;)

  3. Ein zufällig richtig dosierter Wasserstrahl in der Abwasch erzeugt ein Fünfeck im abströmenden Wasser (am Abwaschboden), wenn – ebenso zufällig – die richtigen Gegenstände am richtigen Platz drin stehen/liegen.

  4. Ja! Und wenn ich die Zahlen aus unserem Alltagsleben verbannen würde und stattdessen mit Obst gerechnet werden würde -und dies von klein auf an so gelehrt werden würde-, dann würden die Ergebnisse aus einer Obst-Gleichung plötzlich Sinn ergeben! Ergo: Mathematik ist nur dann „im Alltag“, wenn ich 1. am Kanon teilnehme und 2. an eine Lösungsfunktion dabei glaube. Nur dann hilft es dem Menschen etwas zu wissen wieviel Meter zwischen A und B sind oder wieviele Lichtjahre das Universum groß ist. Manchmal reicht das trivialste Denken aus um den Nicht-Sinn im bedingten Sinn zu erkennen.

  5. Was mir und meinen kleinen Kusinnen immer Spaß bereitet; einen Kunststoff Kamm unter laufendem Wasser halten und sehen wie sich der Wasserstrahl Richtung Kamm biegt haha

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