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Studium
Mein erstes Semester an der Uni Wien am 22. Oktober 2014
ungefähr 2 Minuten
Themen: Erfahrungen , Semesterstart , Studierende

Mein erstes Semester an der Uni Wien

Ich habe bis August nicht wirklich gewusst, was ich studieren will, geschätzt alle fünf Tage war wieder irgendein anderes Studium mein diesmal wirklich absolutes Traumstudium. Schlussendlich habe ich mich für die lustige Kombination Politikwissenschaft und Theater-, Film- & Medienwissenschaft entschieden – „Weil mich interessiert Politik und was mit Medien ist sowieso interessant.“
Am 1. September 2009 gehe ich also zur Studienzulassung und inskribiere mich für diese beiden Studien. Damals war das Ende der Inskriptionsfrist auch noch nicht am 5. September, daher musste ich gar nicht so lange warten, bis ich endlich den letscherten orangen Studierendenausweis in Händen hielt. Mittlerweile habe ich elf solcher Semesterpickerl im Ausweis picken, er wird also immer dicker (und letscherter). Aber meine Masterarbeit werde ich hoffentlich fertig haben, bevor der Studierendenausweis auseinander fällt.
Ebenfalls am 1. September bin ich auch ins Studentenheim eingezogen, in ein Doppelzimmer mit mittelbrauner Holzwandverkleidung, Rauhfasertapete und drei Millimeter dünnen Wänden in der Nähe der Stockwerksküche. Dort war es sehr oft laut und noch öfter dreckig, aber schlussendlich bin ich vier Jahre dort geblieben, weil’s auch irgendwie lustig war. Und ich konnte zu Fuß auf die Uni gehen. Und es war billig.

Meine erste Lehrveranstaltung war „Theatrale und mediale Inszenierungsformen“ und es war auch gleich die erste Oktoberwoche, in der ich merkte, dass ich mir irgendwie das falsche Studium ausgesucht hatte. Ich hatte geglaubt, in Theater-, Film- & Medienwissenschaft lernt man, WIE man Theater, Film und Medien PRODUZIERT. Falsch gedacht, ich lernte nur jede Woche irgendetwas Neues über antikes Drama und japanisches Theater. Dieses Studium wurde also von meiner Seite glänzend mit drei Fünfern in den Prüfungen der Studieneingangsphase abgeschlossen und abgeschrieben. Was noch dazu kam: Kurz nach Studienbeginn fand die Audimax-Besetzung statt und der Großteil meiner Vorlesungen, der vorher im Audimax war, musste ins Vienna International Center verlegt werden. Für Menschen, die noch nicht so lang studieren und das nicht miterlebt haben: Das ist in Transdanubien. Und wenn du um halb acht Vorlesung hast, musst du um sechs aufstehen, um pünktlich dorthin zu kommen. Und sehr viele Leute fangen Theater-, Film- & Medienwissenschaft an, du musst also kämpfen, einen Sitzplatz zu bekommen.

Zusammenfassend: Ich habe es keine Sekunde bereut, mein eines „Wunschstudium“ abgebrochen zu haben. Politikwissenschaft war aber dafür ein Glückgriff – von reflektierter Studienwahl kann da aber nicht die Rede sein, ich hab mir halt einfach irgendwas ausgesucht, was interessant klang.

Was ich allen angehenden Studenten und Studentinnen ans Herz lege: Informiert’s euch. Wählt’s nicht IRGENDEIN Studium nur nach seinem Namen aus. Das ist ein Schas. Und kauft’s euch Ohrstöpsel, falls ihr ins Studentenheim zieht.
Und: Man muss echt nicht immer die ganze Literatur lesen, die in einer Lehrveranstaltung empfohlen wird.




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