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Liebes Dr.-Sommer-Team! – Mein erstes Mal als Mentor von Thomas Kienegger
am 18. August 2020
ungefähr 4 Minuten
Themen: Digitale Lehre , Mentoring , Studierende , Studium

Liebes Dr.-Sommer-Team! – Mein erstes Mal als Mentor

Das STEOP-Mentoring Programm unterstützt Studierende beim Einstieg in ihr Studium und in die Universität Wien. Im #univie-Blog teilt STEOP-Mentor Thomas seine Erfahrungen mit der schönste Nebensache der Uni – und stellt sich selbst der für Dr. Sommer typischen Fragen: Soll ich es wieder machen?

Tatsächlich ähneln die Aufgaben der STEOP-Mentor*innen in gewisser Weise jenen des (heute vielleicht nicht mehr ganz so bekannten) Dr.-Sommer-Teams aus dem Jugendmagazin Bravo. Wir helfen jüngeren und/oder unerfahreneren Menschen, indem wir ihre Fragen beantworten – wenngleich die Themengebiete ein wenig voneinander abweichen.

Doch eine Frage dürften sich die meisten von euch, die eine Tätigkeit als Mentor*in in Erwägung ziehen, erst einmal selbst stellen (so wie dies auch bei mir der Fall war):

Soll ich oder soll ich nicht?

Als Antwort bediene ich mich einfach mal völlig ungeniert des Slogans eines bekannten Sportartikel-Herstellers: „Just do it“!

Das Mentor*innen-Dasein bietet eine tolle Gelegenheit über den eigenen Schatten zu springen und Verantwortung zu übernehmen. Zudem erhaltet ihr die Möglichkeit, an den Workshops des Center for Teaching and Learning teilzunehmen, was ich persönlich wirklich wärmstens empfehlen kann! Die Workshops finden in einem angenehmen Umfeld und in entspannter Atmosphäre statt. Zudem sind sie speziell darauf ausgerichtet, euch in eurer Tätigkeit zu unterstützen sowie die Möglichkeit zu bieten, neue Perspektiven auf die eigenen Vorgehensweisen und Gewohnheiten zu gewinnen, um sich dadurch weiterzuentwickeln (und ich sage das als jemand, der während seines Bachelorstudiums selbst zur Gattung „Meh, wenn’s ned unbedingt sein muss…“ gehört hat).

Neugierig geworden? Wie ihr als Studieneinsteiger*innen am STEOP Mentoring Programm teilnehmen könnt, erfahrt ihr hier und an eurer Studienrichtung. Falls ihr euer Wissen als STEOP-Mentor*in weitergeben möchtet, besucht einfach die Website des CTL, hier findet ihr alle Infos verlinkt.“  

 

Am Anfang hat es sich irgendwie komisch angefühlt…

Doch jetzt mal Butter bei die Fische, Karten auf den Tisch und ohne unnötig weitere Plattitüden zu strapazieren, sei Folgendes gesagt: Es ist nicht alles Gold, was glänzt! Natürlich birgt auch diese Aufgabe ein gewisses Frustpotenzial, vor allem hinsichtlich der Gefahr mangelnden Interesses seitens der „Informationsbedürftigen“. Mit dieser Situation war auch unser Team konfrontiert, als wir im März plötzlich gezwungen waren die Betreuung im Online-Format zu gestalten.

Wir entschlossen uns dazu, die wichtigsten Informationen in Form von Leitfäden zur Verfügung zu stellen sowie den Studierenden einmal pro Woche via Live-Chat die Möglichkeit zu bieten, ihre Fragen an uns zu richten. Dieser Plan war allerdings von bescheidenem Erfolg gekrönt und wurde auch rasch wieder verworfen. Die Mentees hatten bestenfalls ein bis zwei Fragen, die wir zum Teil aufgrund der auch für uns neuen Corona-Situation noch gar nicht beantworten konnten.

Tom ist Mentor im STEOP-Mentoring Programm der Universität Wien - und Musiker. Hier bei einem Konzert im Chelsea.
Tom ist STEOP-Mentor an der Universität Wien – und Musiker. Hier bei einem Konzert im Chelsea. (c) Georg Cizek-Graf

Besonders ein Kernaspekt des Mentorings, nämlich das Knüpfen von Kontakten und Bekanntschaften, hat besonders unter dem coronabedingten Lockdown gelitten. Es fiel uns wesentlich schwerer online eine „Bindung“ zu den Mentees aufzubauen als dies vielleicht über direkten Kontakt möglich gewesen wäre.

Auch wenn ich diesen persönlichen Kontakt bevorzuge, so muss man der Tatsache ins Auge sehen, dass dem Thema digitales Studieren und der damit verbundenen Online-Betreuung künftig eine wesentlich größere Bedeutung zukommen wird. Daher gilt es, sich nicht abschrecken zu lassen und die Möglichkeiten, die sich in Form von Social Media & Co. bieten, besser zu nutzen.

Würde ich es wieder machen?

Ich würde es nicht nur wieder machen, ich werde es wieder machen! Einerseits hat mir diese Aufgabe wirklich viel Freude bereitet, andererseits sehe ich auch bei mir selbst noch ein gewisses Verbesserungspotenzial, das ich gerne ausschöpfen möchte.

Unser Ziel ist es, im kommenden Semester mehr Leute zu erreichen und dazu zu bewegen, am STEOP-Mentoring Programm teilzunehmen, zumal wir nun auch auf einen gewissen Erfahrungsschatz in Bezug auf das Thema digitales Studieren zurückgreifen können.

Wie das erste Mal

Mein Fazit: Wie es eben mit ersten Malen so ist – es lief nicht alles nach Plan und hier und da ging auch mal was in die Hose. Nichtsdestotrotz freue ich mich bereits darauf, diese Aufgabe im kommenden Semester wieder übernehmen zu dürfen. Schließlich ist Mentoring ja bekanntermaßen die schönste Nebensache der Welt (hat man mir zumindest erzählt…)! 


📌 Weitere Beiträge zum Thema Mentoring an der Universität Wien:
Um was geht’s beim STEOP-Mentoring? (Blogbeitrag von Koordinatin Birgit Peterson)
Schreiben lernen: Meine Erfahrungen als Schreibmentorin (Blogbeitrag von Nina Adelmann)
Human of #univie Michaela bloggt über ihre Erfahrungen als Mentorin


Thomas Kienegger

Thomas ist Studierender des Masterstudiums Slawistik an der Universität Wien und nebenbei als Musiker tätig. Derzeit ist er außerdem Teil des Teams der Studienzulassung der Universität Wien.
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