Studienstatus: Es ist kompliziert von Nadja Riahi
am 30. Mai 2018
ungefähr 3 Minuten
Themen: Anglistik , Master , Master Access Guide , Mitbelegung , Publizistik , Studierende , Transkulturelle Kommunikation , Wirtschaftswissenschaften , Zulassung

Studienstatus: Es ist kompliziert

Studentin Nadja Riahi bloggt über ihre Suche nach einem geeigneten Studium und beschreibt, wie sie nach einem orientierungslosen Semester doch noch sich selbst und einen passenden Master gefunden hat.

Freitagabend. 20 Uhr. Irgendwo im 7. Bezirk. Ein Getränk in der Hand und bereit für den Smalltalk.  „Und was studierst du so?“ Wie immer bin ich auf diese Frage vorbereitet: „Ach, das ist ein bisschen kompliziert…“. Verwirrter Blick. Schweigen.

Ich studiere alles und auch wieder nichts. Bachelor Abschluss in „Transkultureller Kommunikation“. Lust auf eine Karriere in der Translation? Nein, danke. Doch was soll ich machen, wenn die Master der Uni Wien auf ihre fachgleichen Bachelor so eng zugeschnitten sind, dass man das Korsett nicht einmal mit einer Schere wieder aufbekommt?

Die gute Neuigkeit: Die Uni Wien hat die Zugangsvoraussetzungen für die Masterprogramme am Institut für Wirtschaftswissenschaften entschärft. Der Master „Internationale Betriebswirtschaft“ wird möglich. Lediglich 30 ECTS an wirtschaftswissenschaftlichen Fächern müssen absolviert werden. Und ein Englischnachweis in C1, den ich mir dank meines transkulturellen Bachelors spare. Also heißt es schnell die erforderlichen Credits holen und dann einen Antrag auf Zulassung stellen. Es dauert bis zu 12 Wochen, bis der Bescheid zu Hause ankommt.

Vier Wochen nachdem ich den Antrag auf u:space gestellt habe, liegt mir der Bescheid vor. Mir fehlen genau 4 ECTS (!) für die Zulassung. Der Antrag wurde abgelehnt, weil mir ein paar Prüfungen nicht anerkannt wurden. Ein Plan B muss her.

Zauberformel Mitbelegung

Die Zauberformel lautet eine Mitbelegung für den Master beantragen. Das geht, weil ich auf einer anderen Uni studiere. Die Infos dazu findet man in u:space unter dem Punkt Studienzulassung ganz einfach.

Oder auch nicht ganz. Ich liebäugle schon seit Jahren mit dem Bachelorstudium Publizistik- und Kommunikationswissenschaften. Natürlich wäre der Master in dieser Richtung meine beste Option. Eine Zulassung ist aufgrund fehlender ECTS Punkte aber nicht möglich. An der Universität Wien ist es lediglich möglich 30 ECTS nachzuholen und nicht 60, wie ich im Abweisungsbescheid schwarz auf weiß lesen kann. Zu dumm nur, dass die Zulassung  für den Bachelor nur einmal im Jahr möglich ist und mir zu spät klar geworden ist, dass ich zusätzlich noch Publizistik studieren möchte.

Doch was ich möchte, macht die Mitbelegung möglich. So kann ich, ohne STEOP bereits Vorlesungen absolvieren und die ECs machen. Nach einiger Zeit und Prüfungen in den Fächern Journalismus, Public Relations und Werbung wird mir bewusst, dass ich nicht noch einmal einen Bachelor mit Kommunikationsschwerpunkt studieren möchte…

Und jetzt?

Aktuell studiere ich alles. Und auch wieder nichts. Ein Semester ist zu Ende, doch auf meinem Weg bin ich noch am Anfang. Dank dem Master Access Guide erfahre ich, dass ein Masterstudium in meinem Interessensgebiet für mich doch möglich ist. So studiere ich seit diesem Semester Anglophone Literatures and Cultures und ab Herbst 2018 dann noch Internationale Betriebswirtschaft dazu.

Zwei Masterstudien klingen ambitioniert, nicht wahr? Für mich sind sie jedoch die beste Möglichkeit meine Interessen aus Sprachen und Wirtschaft zu vereinen. Das ist der Plan. Ob er aufgeht wird man sehen.

Ich studiere nämlich alles. Und auch wieder nichts. Ich habe bereits Prüfungen in wirtschaftswissenschaftlichen Fächern, Publizistik und Psychologie gemacht. Klingt anstrengend? Ist es …aber auch unglaublich spannend.

 

Wie genau eure Mitbelegung funktionieren kann, erfahrt ihr hier.

Mit welchem Bachelorabschluss der Universität Wien kann ich welches Masterstudium studieren? Erfahrt mehr im Master Access Guide.

 


Nadja Riahi

Nadja Riahi studiert Anglophone Literatures and Cultures am Institut für Anglistik und Amerikanistik der Universität Wien und schreibt für ihr Leben gern. Mehr von Nadja könnt ihr auf ihrem Blog neyneywrites.com lesen.
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