Ein Studium ist nicht selbstverständlich

„Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der ein Studium nicht selbstverständlich ist – von meiner Entscheidung, Rechtswissenschaften zu studieren, ganz zu schweigen. Meine Schwester und ich waren die Ersten unserer Familie, die die Möglichkeit hatten zu maturieren, und da sowohl meine Eltern, als auch meine Schwester in Sozialberufen arbeiten, wusste niemand genau, was mich im Studium erwarten würde.

Ich war stolz, studieren zu können, und setzte mir als erfolgsverwöhnte Schülerin ambitionierte Ziele. Mit Beginn des Studiums holte mich jedoch die Realität ein. Während sich andere scheinbar mühelos im Studienalltag zurechtfanden, fiel es mir schwer, mich in meine neue Rolle als Studentin einzufinden. Als ich zu allem Überfluss ein nur knappes Genügend auf meine erste Klausur hatte, begann ich daran zu zweifeln, der Herausforderung des Studiums überhaupt gewachsen zu sein. Ich konnte mir nicht erklären, was ich falsch gemacht hatte, geschweige denn, was ich tun sollte, um mich zu verbessern.

In meiner Verzweiflung überwand ich mich dazu, einen Assistenten zu bitten, mir zu erklären, was ich hätte anders machen sollen, und fragte Kolleginnen, wie sie sich auf Klausuren vorbereiten. Bei der zweiten Klausur versuchte ich die Ratschläge umzusetzen und schaffte es, das Genügend auszubessern. Ich nahm mir vor, auch in Zukunft um Erklärungen und Rat zu fragen, wenn ich Schwierigkeiten haben sollte, selbst Lösungen zu finden. So verbesserten sich nach und nach meine Ergebnisse, und als ich schließlich am Ende des ersten Abschnittes eine Auszeichnung für meine Studienleistungen erhielt, war ich stolz darauf, aus meiner Unsicherheit den Mut geschöpft zu haben, Fragen zu stellen, und war endlich sicher, der Herausforderung gewachsen zu sein.

Durch diese und viele weitere Situationen, in denen ich während meines Studiums nach Antworten suchte, habe ich es besonders zu schätzen gelernt, KollegInnen, AssistentInnen und ProfessorInnen zu haben, an die ich mich wenden konnte. Heute bin ich selbst Universitätsassistentin und hoffe als solche für Studierende eine ebenso kompetente Ansprechpartnerin auf der Suche nach Antworten zu sein, wie ich es mir als Studentin gewünscht habe.“ – Laura Winninger

Laura studiert Rechtswissenschaften an der Universität Wien.

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„2017 hing ich meinen Vollzeitjob an den Nagel und studiere seitdem Bildungswissenschaft an der Universität Wien. Bis vor kurzem bestand mein Alltag wochentags darin von meinem Wohnort nach Wien zu pendeln, um dort Lehrveranstaltungen zu genießen. Die Wochenenden verbrachte ich damit, mir mein Leben zu finanzieren, indem ich Berichte für eine Regionalzeitung schrieb. Seit wenigen … Continued

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„Coming from a small university in the city I’ve lived in all my life, the prospect of doing an Erasmus student exchange at the University of Vienna couldn’t have been more exciting. My BA programme in European Studies at Trinity College Dublin in Ireland requires me to complete two semesters abroad, studying through a foreign … Continued

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„Und was machst du, wenn du mit deinem Studium fertig bist? Ich konnte diese Frage nie leiden, habe ich mich doch für ein Studium ohne „eindeutiges“ Berufsbild entschieden. Ich studiere Anglophone Literatures and Cultures und Naturschutz und Biodiversitätsmanagement  – keine Studien, bei denen dem Gegenüber sofort klar ist, was man denn danach eigentlich „ist“. Aber … Continued

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