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Leichter lernen #13: Online-Präsentationen erfolgreich meistern am 26. November 2020
ungefähr 5 Minuten
Themen: Digitales Studieren , Leichter lernen , Online-Präsentationen

Leichter lernen #13: Online-Präsentationen erfolgreich meistern

Wie auch Seminararbeiten und Prüfungen sind Referate für viele Studierende ein fester Bestandteil des Studiums. Mit der Umstellung auf digitale Lehre werden selbst erfahrene Präsentator*innen mit einer ungewohnten Situation konfrontiert. Im folgenden Beitrag haben wir einige Tipps für dich zusammengestellt, damit du deine Präsentation auch online erfolgreich meistern kannst.

Tipp 1: Mach dich mit den Online-Tools vertraut

Um deine Online-Präsentation erfolgreich meistern zu können, ist es wichtig, dass du dich zunächst mit dem zur Verfügung stehenden Tool vertraut machst. Bitte die/den Vortragende*n daher, dich das Tool vor der Präsentation (gemeinsam mit deinen Referatspartner*innen, falls du nicht alleine präsentierst) ausprobieren zu lassen.

👉 Hier findest du eine Anleitung für die E-Learning-Plattform Moodle und den dazugehörigen Videokonferenz-Tools (BigBlueButton, Collaborate und Jit.si): https://wiki.univie.ac.at/display/Moodle/Moodle+-+Studierende

Tipp 2: Nutze die Möglichkeiten für Interaktion

Bedenke, dass es gerade in einer Online-Präsentation schwierig ist, die Aufmerksamkeit der Zuhörer*innen über einen längeren Zeitraum zu halten. Versuche daher, keinen reinen Frontalvortrag zu halten, sondern auch interaktive Elemente einzubauen. Nutze dazu die unterschiedlichen Funktionen der Videokonferenztools:

  • Oft gibt es die Möglichkeit, Teilnehmer*innen in sogenannten Break-Out-Räumen z.B. Kleingruppenarbeiten durchführen und nach einer vorgegebenen Zeit wieder in die „Großgruppe“ zurückgeholt werden.
  • In einigen Tools gibt es auch einen Mehrbenutzer*innen Modus. Dieser ermöglicht es allen Teilnehmer*innen, gleichzeitig auf einer Folie zu zeichnen. Um ein Stimmungsbild zu erhalten, kannst du z.B. eine Folie mit einer Frage/Aussage vorbereiten (z.B. Digital studieren finde ich toll!) sowie die dazugehörige Antwortskala abbilden (z.B. Ablehnung – Zustimmung) und die Teilnehmer*innen bitten, sich darauf mit einem „x“ einzutragen. Anschließend können die Antworten diskutiert werden.
  • Zu Beginn deines Vortrages kannst du auch Wordclouds nutzen, um die Erwartungen der Teilnehmer*innen abzufragen. Diese eignen sich auch am Ende des Vortrags dazu, ein Blitzlicht-Feedback der Teilnehmer*innen einzuholen und darzustellen („Nenne ein Wort zum Workshop“).
  • Auch Umfragen oder Zwischenquizzes können zur Auflockerung eingesetzt werden. Hierfür gibt es z.B. in BigBlueButton eine Umfragefunktion mit unterschiedlichen Fragentypen. Es ist hilfreich, wenn du deine Fragen bereits vorher in deine Folien einbaust. So ersparst du dir während des Vortrags viel Zeit, weil du die vorgefertigten Fragetypen nutzen kannst (ja/nein, a/b/c/d etc.). Es ist außerdem möglich, die Ergebnisse der Umfrage direkt in BigBlueButton zu teilen. Mehr Infos zu den Umfragen in BigBlueButton findest du hier: https://wiki.univie.ac.at/pages/viewpage.action?pageId=98367267#BigBlueButton(Testbetrieb)-Umfrage

Tipp 3: Erstelle einen Ablaufplan, der die neuen Umstände berücksichtigt

Bei einer Online-Präsentation ist es im Vergleich zu einer „normalen“ Präsentation noch wichtiger, sich den gesamten Ablaufplan genau zu überlegen, z.B. geplante Interaktionen, Übungen, den „Theorieteil“, aber auch Pausen:

  • Überlege dir Stellen in deiner Präsentation, an denen du in den Chat schaust und auf Rückfragen reagierst. Dabei ist es hilfreich, eine Co-Moderation zu haben, denn falls du alleine präsentierst, ist es nicht immer ganz einfach, neben der Präsentation auf den Chat zu achten. Für die Co-Moderation kannst du durchaus auch eine Person aus dem Plenum bitten, diese Rolle zu übernehmen. Sie kann während deiner Präsentation den Chat im Auge behalten und dich gegebenenfalls unterbrechen, um Fragen ad-hoc zu klären. Wichtig ist hierbei jedoch, dass du zu Beginn Kommunikationsregeln festlegst (an welcher Stelle dürfen Fragen gestellt werden, wann dürfen Teilnehmer*innen reden etc.).
  • Falls du in einer Gruppe präsentierst, solltest du Sprecher*innenwechsel bei deiner Planung berücksichtigen.
  • Da es technische Probleme geben kann (Mikrofone oder Kameras, die nicht funktionieren, schlechte Internetverbindungen, allgemeine technische Probleme) ist es außerdem wichtig, dass du deine Präsentation nicht zu eng taktest und Zeitpuffer einplanst. Damit bist du zeitlich auf der sicheren Seite. Am wichtigsten ist jedoch, dass du versuchst, dich bei Problemen nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Im digitalen Raum ist das schließlich für alle gleichermaßen ein Thema.
  • Bei technischen Problemen kann es auch helfen, einen Plan B bereit zu halten: Beispielsweise können Videos aufgrund zu niedriger Netzkapazität oft nicht abgespielt werden bzw. ist es in einigen Tools auch gar nicht möglich, diese abzuspielen. Poste das Video daher sicherheitshalber auch auf Moodle in ein Forum oder teile den Link zu einer Video-Plattform. Jede Person hat dann z.B. 10 Minuten Zeit, um das Video anzuschauen und Leitfragen dazu zu bearbeiten. Anschließend trifft man sich wieder im Webinar-Raum und bespricht diese.

Tipp 4: Übe deine Präsentation online

Als Vortragende*r ist man es gewohnt, direkt Feedback über die Gestik und Mimik der Zuhörer*innen zu erhalten. Da du bei Online-Präsentationen meist nur einzelne Teilnehmer*innen bzw. oft sogar nur dein eigenes Gesicht und die Präsentationsfolien vor dir siehst, fällt dieser Aspekt weitgehend weg. Es kann zwar helfen, hin und wieder Zwischenfragen zu stellen, damit der Kontakt zu den Zuhörer*innen nicht ganz verloren geht, jedoch ist die Situation zunächst dennoch ungewohnt. Versuche daher deine Präsentation vorher online (z.B. über ein anderes Videokonferenztool) mit Freund*innen zu üben, um dich besser auf die Situation vorzubereiten.

Tipp 5: Überlege dir eine Feedbackmöglichkeit

Nach deiner Präsentation ist es wichtig, Feedback einzuholen, damit du künftige Vorträge noch besser gestalten kannst. Falls im Rahmen deiner Lehrveranstaltung noch nicht genau vorgegeben wurde, wie Feedbackprozesse ablaufen, mach dir im Vorfeld selbst Gedanken dazu. Hierfür bieten sich auch die zuvor beschriebenen interaktiven Elemente an: eine Wordcloud, den Mehrbenutzer*innen Modus während der Präsentation, Umfragen etc.

Tipp 6: Lies unseren Blogbeitrag zum erfolgreichen Arbeiten in (Lern-)Gruppen

Viele der dort beschriebenen Tipps lassen sich auch auf die Vorbereitung einer Gruppenpräsentation umlegen: vereinbart fixe Termine, nutzt die individuellen Stärken der Gruppenmitglieder, lernt konstruktives Feedback zu nehmen und zu geben etc. 👉 Den Blogbeitrag findest du hier: https://blog.univie.ac.at/leichter-lernen-6-erfolgreiches-arbeiten-in-lern-gruppen/

 




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