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Online-Präsentationen erfolgreich meistern am 1. April 2021
ungefähr 5 Minuten
Themen: Digitales Studieren , Online-Präsentation

Online-Präsentationen erfolgreich meistern

Für viele Studierende sind Referate, so wie Seminararbeiten und Prüfungen, ein fester Bestandteil des Studiums. Beim digitalen Studieren werden selbst erfahrene Studierende mit einer ungewohnten Situation konfrontiert. Im folgenden Beitrag hat das Center for Teaching and Learning (CTL) einige Tipps zusammengestellt, die dich bei deiner Online-Präsentation unterstützen können.

Tipp 1: Mach dich mit den Online-Tools vertraut

Um deine Online-Präsentation erfolgreich zu meistern, ist es wichtig, dass du dich zunächst mit dem zur Verfügung stehenden Tool vertraut machst. Du kannst die Lehrperson bitten, das Tool vor der Präsentation auszuprobieren (gemeinsam mit deinen Referatspartner*innen, falls du nicht alleine präsentierst).

Hier findest du eine Anleitung für die E-Learning-Plattform Moodle und den dazugehörigen Videokonferenz-Tools (BigBlueButton, Collaborate und Jit.si): https://wiki.univie.ac.at/display/Moodle/Moodle+-+Studierende

Tipp 2: Nutze die Möglichkeiten für Interaktion

Bedenke, dass es gerade in einer Online-Präsentation schwierig ist, die Aufmerksamkeit der Zuhörer*innen über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten. Versuche daher, keinen reinen Frontalvortrag zu halten, sondern auch interaktive Elemente einzubauen. Nutze dazu die unterschiedlichen Funktionen der Videokonferenz-Tools:

  • Oft gibt es die Möglichkeit, Teilnehmer*innen in sogenannten Break-Out-Räumen z.B. Kleingruppenarbeiten durchführen zu lassen und nach einer vorgegebenen Zeit wieder in die „Großgruppe“ zurückzuholen.
  • In einigen Tools gibt es auch einen Mehrbenutzer*innen Modus. Dieser ermöglicht es allen Teilnehmer*innen, gleichzeitig auf einer Folie zu zeichnen. Um ein Stimmungsbild zu erhalten, kannst du z.B. eine Folie mit einer Frage/Aussage vorbereiten (z.B. digitales Studieren finde ich toll) sowie die dazugehörige Antwortskala abbilden (z.B. Ablehnung – Zustimmung). Anschließend kannst du die Teilnehmer*innen bitten, sich darauf mit einem „x“ einzutragen, um danach die Antworten zu diskutieren.
  • Zu Beginn deines Vortrages kannst du auch Word Clouds nutzen, um die Erwartungen der Teilnehmer*innen abzufragen. Diese eignen sich auch am Ende des Vortrags dazu, ein Blitzlicht-Feedback der Teilnehmer*innen einzuholen und darzustellen (z.B. „Nenne einen Begriff zum Workshop“).
  • Bei deiner Online-Präsentation kannst du auch zur Auflockerung Umfragen oder ein Zwischen-Quiz einsetzen. Hierfür gibt es z.B. in BigBlueButton eine Umfragefunktion mit unterschiedlichen Fragetypen. Es ist hilfreich, wenn du deine Fragen bereits vorher in deine Folien einbaust. So ersparst du dir während des Vortrags viel Zeit, weil du die vorgefertigten Fragetypen nutzen kannst (ja/nein, a/b/c/d etc.). Es ist außerdem möglich, die Ergebnisse der Umfrage direkt in BigBlueButton zu teilen. Mehr Infos zu den Umfragen in BigBlueButton findest du hier: https://wiki.univie.ac.at/pages/viewpage.action?pageId=98367267#BigBlueButton(Testbetrieb)-Umfrage

Tipp 3: Erstelle einen Ablaufplan, der die neuen Umstände berücksichtigt

Bei einer Online-Präsentation ist es im Vergleich zu einer „normalen“ Präsentation noch wichtiger, sich den gesamten Ablaufplan genau zu überlegen, z.B. geplante Interaktionen, Übungen, den „Theorieteil“, aber auch Pausen:

  • Überlege dir, an welchen Stellen in deiner Präsentation, du in den Chat schauen und auf Rückfragen reagieren willst. Dabei ist es hilfreich, eine Co-Moderation zu haben – es nicht immer ganz einfach, neben der Präsentation auf den Chat zu achten. Du kannst deine Referatspartner*innen (falls vorhanden) oder durchaus auch eine Person aus dem Plenum bitten, diese Rolle zu übernehmen. Sie kann während deiner Online-Präsentation den Chat im Auge behalten und dich gegebenenfalls unterbrechen, um Fragen ad-hoc zu klären. Wichtig ist hierbei jedoch, dass du zu Beginn Kommunikationsregeln festlegst (an welcher Stelle dürfen Fragen gestellt werden, wann dürfen Teilnehmer*innen reden etc.).
  • Falls du in einer Gruppe präsentierst, solltest du einen Sprecher*innenwechsel bei deiner Planung berücksichtigen.
  • Da es technische Probleme geben kann (Mikrofone oder Kameras, die nicht funktionieren, schlechte Internetverbindungen, allgemeine technische Probleme etc.) ist es außerdem wichtig, dass du deine Online-Präsentation nicht zu eng taktest und einen Zeitpuffer einplanst. Am wichtigsten ist jedoch, dass du versuchst, dich bei Problemen nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Im digitalen Raum ist das schließlich für alle gleichermaßen ein Thema.
  • Bei technischen Problemen kann es auch helfen, einen Plan B parat zu haben: Beispielsweise können Videos aufgrund zu niedriger Netzkapazität oft nicht abgespielt werden bzw. ist es in einigen Tools auch gar nicht möglich, diese abzuspielen. Poste das Video daher sicherheitshalber auch auf Moodle in ein Forum oder teile den Link zu einer Video-Plattform. Jede Person hat dann z.B. 10 Minuten Zeit, um das Video anzuschauen und Leitfragen dazu zu bearbeiten. Anschließend trifft man sich wieder im Webinar-Raum und bespricht diese.

Tipp 4: Übe deine Online-Präsentation

Als Vortragende*r ist man es gewohnt, direkt Feedback über die Gestik und Mimik der Zuhörer*innen zu erhalten. Da du bei einer Online-Präsentation meist nur einzelne Teilnehmer*innen bzw. oft sogar nur dein eigenes Gesicht und die Präsentationsfolien vor dir siehst, fällt dieser Aspekt weitgehend weg. Es kann zwar helfen, hin und wieder Zwischenfragen zu stellen, damit der Kontakt zu den Zuhörer*innen nicht ganz verloren geht, jedoch ist die Situation dennoch ungewohnt. Versuche daher deine Präsentation vorher online (z.B. über ein anderes Videokonferenz-Tool) mit Kolleg*innen zu üben, um dich auf die Situation besser einstellen zu können.

Tipp 5: Überlege dir eine Feedbackmöglichkeit

Nach deiner Präsentation ist es wichtig, Feedback einzuholen, damit du künftige Vorträge noch besser gestalten kannst. Falls im Rahmen deiner Lehrveranstaltung noch nicht genau vorgegeben wurde, wie Feedbackprozesse ablaufen, mach dir im Vorfeld selbst Gedanken dazu. Hierfür bieten sich auch die zuvor beschriebenen interaktiven Elemente an: eine Word Cloud, den Mehrbenutzer*innen Modus während der Präsentation, Umfragen etc.

Tipp 6: Lies dir den Blogbeitrag zum erfolgreichen Arbeiten in Lerngruppen durch

Viele der dort beschriebenen Tipps lassen sich auch auf die Vorbereitung einer Gruppenpräsentation umlegen: Vereinbart fixe Termine, nutzt die individuellen Stärken der Gruppenmitglieder, lernt konstruktives Feedback zu nehmen und zu geben etc. Den Blogbeitrag findest du hier.

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