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Digitale Lehre mit Unterstützung von Christoph Winter
am 10. August 2020
ungefähr 3 Minuten
Kategorien: Studium
Themen: CTL , Digitales Studieren

Digitale Lehre mit Unterstützung

E-Mus sind Expert*innen für digitales Lehren und Lernen, die dazu beigetragen haben, dass die Lehre an der Uni Wien innerhalb weniger Tage erfolgreich auf digital umgestellt werden konnte. Was sie genau tun, erklärt Christoph Winter, Leiter des E-Multiplikator*innen-Programmes am Center for Teaching and Learning (CTL).

Das beste Vorlesungsformat, das ich bis jetzt erfahren habe. Bitte weiter so“ – so klingt ein Auszug aus dem Feedback, das Ulrich Ansorge von der Fakultät für Psychologie am Ende dieses anstrengenden Semesters bekommen hat. Er leitet die Lehrveranstaltung „Kognitions- und Emotionspsychologie“, welche bereits zum zweiten Mal in Form eines Flipped Classroom abgehalten wird. Diesmal ausschließlich digital!

Digitale Lehre: Wie sieht eigentlich eine „geflippte“ Vorlesung aus?

Die Lernplattform ist mit unterschiedlichen Aktivitäten für die Lernenden angereichert. Als Studierende*r bereitet man sich über Podcasts, Begleitaufgaben sowie Lektüre auf die Vorlesungseinheiten vor. In diesen werden die Inhalte nicht erneut vermittelt, sondern vertieft. Man kann Verständnisfragen im Forum oder Webinartool stellen, in Gruppen diskutieren und kurze Quizze bestreiten. Als Sahnehäubchen gibt es dann noch Input vom Lehrenden zu den besonders herausfordernden Kapiteln der Vorlesung. Kognitions- und Emotionspsychologie quasi maßgeschneidert.

Klingt aufwändig. Wie schafft das eine einzelne Lehrperson?

Unterstützung erhält Ulrich Ansorge unter anderem von sogenannten E-Multiplikator*innen (oder kurz: E-Mus). Ihre Hauptaufgabe liegt darin, spannende, innovative und sinnvolle Lehrkonzepte in unterschiedlichen Lehrveranstaltungen umzusetzen. Damit entlasten sie Lehrende, die ihr Methodenrepertoire erweitern möchten. Und als Studierende*r findet man sich plötzlich in einer Vorlesung wieder, in welcher nicht ausschließlich vorgelesen wird. Ganz im Gegenteil: Vorlesungen werden neu gedacht. Der Flipped Classroom ist dabei nur ein Beispiel aus einer Vielzahl an unterschiedlichen Methoden. Die Ziele sind jedoch stets die gleichen: Freude am Lernen vermitteln und Lernerfolg erhöhen. Meist geht das Hand in Hand.

Wer steckt hinter den E-Mus?

E-Mus sind Expert*innen für digitales Lehren und Lernen. In mehrtägigen Schulungen tauchen sie in die Lernplattform Moodle ein und erhalten das didaktische Fachwissen, um gezielt auf die Herausforderungen unterschiedlicher Lehrveranstaltungstypen reagieren zu können. Betreut werden sie dabei vom CTL, das sie inhaltlich begleitet. Sie blicken mit einer interdisziplinären Perspektive auf das Querschnittsthema „digitales Lehren“. Immerhin kommen sie aus 28 verschiedenen Studienprogrammen. Die E-Mus bilden damit ein breit gefächertes Wissensnetzwerk.

Was zeichnet die Kooperation von E-Mus und Lehrenden aus?

„Sie gaben Trost und Rat. Unsere drei E-Mus sind einfach super.“ – so klingt das Resümee von Anglistin Christiane Dalton-Puffer, die auch in diesem Semester von E-Mus unterstützt wurde. Die Herausforderungen der digitalen Lehre waren für alle Beteiligten der Universität Wien riesig. Innerhalb weniger Tage auf digitale Lehre umzustellen gleicht einer Herkulesaufgabe. Dennoch ist es uns allen gelungen, ein außergewöhnliches Semester erfolgreich zu bestreiten. Und auch die E-Mus waren maßgeblich daran beteiligt.

„Dieses Semester hat uns die Möglichkeit gegeben, unsere Kompetenzen vollends auszuschöpfen. Gleichzeitig konnten wir viele Lehrende auf uns aufmerksam machen – was uns sehr freut!“ – so blickt Alexander Maier auf das vergangene Semester zurück, der all dem Stress auch positive Aspekte abgewinnen kann. Alexander ist E-Mu am Department für Ernährungswissenschaften.

Die Studienprogrammleiterin Petra Rust, fasst die Arbeit der E-Mus wie folgt kurz zusammen: „Spontan, ad-hoc und äußerst innovativ – als Schnittstelle zwischen Studierenden und Lehrenden war für mich die schnelle Reaktion der E-Mus […] in diesem wirklich außergewöhnlichen Semester wichtig.“

In den kommenden Semestern werden E-Mus wieder unterschiedliche Lehrveranstaltungen unterstützen. Insofern blicken wir schon freudig auf weitere Flipped Classroom Vorlesungen und andere spannende Lehrformate. Diesmal treffen wir uns jedoch auch mal im Hörsaal – und nicht nur im Browser.


Christoph Winter

Christoph Winter arbeitet am Center for Teaching and Learning (CTL), und leitet das E-Multiplikator*innen-Programm. Er ist Lektor am Zentrum für Lehrer*innenbildung und am Department für Evolutionsbiologie.


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  3. Super spannender Beitrag! Ich finde es großartig, wie du wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in die Praxis bringst – besonders die Verbindung von gesunder, nachhaltiger und gleichzeitig leistbarer Ernährung in der Mensa ist ein wichtiges Thema. Die Tipps für den Studienalltag sind echt alltagstauglich – danke fürs Teilen!

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