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Einstimmen auf mündliche digitale Prüfungen am 1. April 2021
ungefähr 4 Minuten
Themen: Digitale Prüfungen , Digitales Studieren

Einstimmen auf mündliche digitale Prüfungen

Bei mündlichen digitalen Prüfungen ist die Interaktion zwischen Lehrperson und Studierenden, im Vergleich zu klassischen mündlichen Prüfungen in Präsenz, reduziert und eingeschränkt. Das macht die Situation nicht unbedingt einfacher. Das Center for Teaching and Learning (CTL) gibt Tipps, wie du dich auf diese Situationen bestmöglich vorbereiten kannst.

Der Einsatz von Videoconferencing-Tools bei mündlichen digitalen Prüfungen hat Einfluss auf die Interaktion zwischen den Beteiligten: Gestik und Mimik sind reduziert wahrnehmbar, die Tonqualität ist oft nicht gleichbleibend, die Verzögerungszeit der Übertragung erschwert die Kommunikation und ein Blickkontakt auf Augenhöhe ist praktisch unmöglich. Gerade bei wichtigen Gesprächen – und eine mündliche Prüfung gehört da jedenfalls dazu – sind wir bemüht, auf feine zwischenmenschliche Signale zu achten und unser weiteres Verhalten darauf abzustimmen. Die Zwischenschaltung der Technik erschwert dies. Folgende Tipps sollen dich in der Vorbereitung auf eine mündliche digitale Prüfung unterstützen.

Mach dich mit der Technik vertraut

  • Informiere dich rechtzeitig bei deiner Lehrperson, welches Videoconferencing-Tool im Rahmen der Prüfung verwendet wird.
  • Mach dich schon im Vorhinein mit der Technik vertraut: Teste die verschiedenen Funktionen und vor allem Ton- und Bildeinstellungen mit Studienkolleg*innen oder Freund*innen. Bitte um Feedback, wie du vor der Kamera wirkst und ob der Ton gut ist.
  • Trotz guter Vorbereitung kann es während der Prüfung zu Störungen kommen: Bespreche (wenn möglich) mit den jeweiligen Lehrenden im Vorfeld das Vorgehen, wenn zum Prüfungszeitpunkt die Technik nicht funktioniert. Hilfreich ist, wenn bereits im Vorfeld ein weiterer Kommunikationskanal ausgemacht worden ist.

Stimme dich auf die Prüfungssituation ein

  • Überlege, wo und vor welchem Hintergrund du während der Prüfung sitzen möchtest. Vor der eigentlichen Prüfung kannst du möglicherweise von der Lehrperson aufgefordert werden, den Raum mit der Kamera auszuschwenken.
  • Wie bei sonstigen mündlichen Prüfungen kannst du auch in diesem Format eine Vertrauensperson Überlege, ob du gern eine Person an deiner Seite hättest – vor Ort oder virtuell (über das Tool zugeschaltet). Falls die Vertrauensperson physisch anwesend sein soll, wird sie aufgefordert, hinter dir im Blickfeld der Kamera zu sitzen.
  • Trainiere die Prüfungssituation im Vorfeld, vor allem das ungewohnte Sprechen mit Blick in die Kamera. Tipp: Befestige ein ansprechendes, motivierendes Bild direkt hinter der Kamera, damit es dir leichter fällt, in die Kamera zu schauen. Mit dem Blick in die Kamera kannst du die andere Person am Bildschirm nur mehr peripher sehen, wodurch du möglicherweise weniger abgelenkt bist.
  • Achte auf deine Sprache: Sprich langsam und deutlich und scheue nicht davor zurück, um eine Wiederholung zu bitten, solltest du eine Frage akustisch nicht verstanden haben.
  • Sprich Missverständnisse offensiv an: Aufgrund der Verzögerungszeit der Übertragung ist die Ton- und Bildqualität teils eingeschränkt, was oft zu gleichzeitigem Sprechen, gegenseitigen Unterbrechungen und zum „Untergehen“ von ganzen Wörtern führt. Sprich das Geschehene an und starte einen neuen Versuch.
  • Bei einigen Videoconferencing-Tools siehst du als Präsentator*in die Zuhörenden nicht. Falls ein Teil deiner Prüfung aus einer Präsentation besteht, bereite dich innerlich darauf vor, dass du dabei in den Bildschirm sprichst und womöglich weniger Interessenssignale erhältst als bei einer Präsenzprüfung. Achte bewusst darauf, dass dein Sprechtempo weiterhin zuhörendenfreundlich ist und die Motivation nicht nachlässt.
  • Erinnere dich an bewährte Bewältigungsstrategien bei Aufregung und Angst: z. B. ruhiges Ein- und vor allem Ausatmen; einen Schluck Wasser trinken; das Spüren des Bodens bzw. der Sitzfläche; bei Denkblockaden zur nächsten Prüfungsfrage weitergehen. Tipps zur Bewältigung von Prüfungsangst findest du bei der Psychologischen Studierendenberatung.

Gute Vorbereitung ist das A und O

  • Sorge für eine möglichst störungsfreie Umgebung während der Prüfungsdauer, sowohl Lärm wie auch sonstige Ablenkungen betreffend. Informiere daher deine Mitbewohner*innen rechtzeitig über den Prüfungstermin und hänge ein „Bitte nicht stören“-Schild an deine Tür.
  • Räume deinen Schreibtisch auf, so dass sich nur mehr erlaubte Hilfsmittel auf diesem befinden.
  • Stelle dir ein Glas Wasser
  • Halte deinen Studierendenausweis
  • Teste noch einmal, ob deine Kamera und das Mikro auch funktionieren.
  • Logge dich schon vor der vereinbarten Zeit in das entsprechende Tool ein, da dies eine Weile dauern kann.

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