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Wie bereite ich mich gut auf Prüfungen vor? am 1. April 2021
ungefähr 5 Minuten
Themen: CTL , Digitale Prüfungen , Lernstrategien , Motivation , Selbstmanagement und Zeitmanagement

Wie bereite ich mich gut auf Prüfungen vor?

Die Prüfungstermine stehen vor der Tür, es ist viel Lernstoff zu bewältigen und angesichts der knappen Zeit steigt die Anspannung oder Prüfungsangst. Eine gute Prüfungsvorbereitung kann helfen, die herausfordernde Prüfungszeit erfolgreich zu überstehen. Das Center for Teaching and Learning (CTL) hat Tipps zur Prüfungsvorbereitung, zum Selbstmanagement und zu Lernstrategien zusammengestellt.

Tipps zur Prüfungsvorbereitung

Vor dem Lernen

Vor dem Lernen

  • Lernunterlagen und Arbeitsmaterialien zusammenstellen: Beschaffe dir alle notwendigen Lernunterlagen (Mitschriften, Texte, Folien, Skripten) – es ist wichtig, einen guten Überblick über die Stoffmenge zu haben.
  • Informationen über Prüfung und Prüfende einholen: Versuche, in u:find oder bei Kolleg*innen Informationen darüber zu erhalten, wie die Prüfung ablaufen wird und welche Art von Fragen gestellt werden. Informiere dich insbesondere bei mündlichen oder praktischen Prüfungen auch darüber, worauf die Prüfenden Wert legen, versuche aber, diese höchst individuellen Einschätzungen nicht absolut zu setzen.
  • Arbeitsplatz vorbereiten: Gestalte deinen Arbeitsplatz daheim oder in der Bibliothek so, dass du möglichst ungestört lernen kannst. Räume alle Unterlagen weg, die du nicht zum Lernen benötigst, damit du dich gut auf den Lernstoff fokussieren kannst. Lege die benötigten Materialien in Reichweite bereit. Du kannst auch ein Lernplakat mit einer Zusammenfassung des Lernstoffes an die Wand hängen und es mit bunten Stichwortzettel garnieren. Ein sichtbarer Arbeitszeitplan hilft dir, den Überblick zu bewahren und beim Selbstmanagement.
  • Arbeitszeitplan für das Lernen erstellen: Es kann hilfreich sein, rückwärts zu planen – also vom Prüfungstermin zur Gegenwart hin. Dabei solltest du auch Zeit für Wiederholungen sowie Zeitpuffer für Unvorhergesehenes einplanen. Keine Frage – Zeitpläne stellen einen gewissen Aufwand dar, ohne Zeitplan muss das Lernen jedoch täglich neu geplant und überlegt werden. Eine gute Planung und ein realistisches Zeitmanagement ermöglichen hingegen einen guten Überblick und geben jedem Lerntag eine klare Struktur.
  • Lernstoff bewältigen: Vor allem bei großen Stoffmengen ist die Aufteilung in überschaubare Häppchen hilfreich für die Bewältigung des Lernstoffs. Damit die inhaltlich zusammenhängenden Portionen vom Umfang her übersichtlich bleiben, kann die Stoffmenge so aufgeteilt werden, dass sie in relativ kurzen Zeitabschnitten (maximal einige Tage) gelernt werden kann.

Beim Lernen

Beim Lernen

  • Rituale können eine gute Lernstimmung unterstützen: Beim Lernen ist es herausfordernd, regelmäßig und zuverlässig in eine lernbereite Haltung zu kommen. Rituale wie z. B. ein bestimmter Tagesablauf, die gewisse Tasse Tee/Kaffee, eine spezifische Musik usw. können diesen Prozess unterstützen.
  • Motivation schaffen und erhalten: Motivation ist keine Persönlichkeitseigenschaft, sondern beantwortet die Frage nach dem Warum und Wozu einer Handlung. Halte dir deshalb immer wieder dein Ziel vor Augen! Motivation baut nicht nur auf dem persönlichen Wert deines Ziels auf, sondern auch auf deiner subjektiven Erwartung, das gesetzte Ziel zu erreichen. Schau dir genau an, was nicht gut klappt und hole dir gegebenenfalls Hilfe. Hinterfrage dein möglicherweise kritisches Selbstbild und überlege, was du genau brauchst, um an den eigenen Erfolg zu glauben.
  • Belohnung nicht zu kurz kommen lassen: Belohne dich selbst für dein Dranbleiben am Lernen. Das ist nämlich nicht selbstverständlich! Belohnungen verschiedenster Art verstärken nachweislich die Motivation.
  • Wiederholungen festigen Wissen: Ein großer Teil des gelernten Stoffes wird kurz nach dem erstmaligen Lernen tendenziell vergessen. Wissen soll jedoch im Langzeitgedächtnis gespeichert werden, damit es nachhaltig abrufbar bleibt. Dafür sind Wiederholungen essentiell, die am besten mehrfach und in immer größeren Abständen stattfinden. Plane unbedingt genügend Zeit dafür ein.
  • Lernstand-Check: Evaluiere regelmäßig, ernsthaft und unter Heranziehung des Arbeitszeitplans, wie weit du mit dem Lernstoff bist. Müssen deine Lernzeiten (in vertretbarem Ausmaß) erhöht werden, verschiebst du den Prüfungsantritt oder liegst du gut im Zeitplan?
  • Mentale Vorbereitung: Mentale Vorbereitung hilft dabei, in einem bestimmten Moment die gewünschte Leistung abzurufen. Versuche deine negativen Gedanken beiseite zu schieben, dir deine Fähigkeiten bewusst zu machen und deinen Prüfungserfolg vorzustellen.
  • Gemeinsam lernen erhöht die Erfolgschancen: Gemeinsames Lernen erhöht die Motivation und unterstützt auch in Krisenzeiten. Das kann vom gemeinsamen Zusammensitzen und Lernen bis hin zu Prüfungsfragen erstellen und durchspielen reichen – der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Durch den Austausch vervielfältigen sich die Perspektiven auf den Prüfungsstoff und komplexe Lernstoffe lassen sich miteinander besser erschließen.

Nach dem Lernen

Nach dem Lernen

  • Evaluiere deinen Lernprozess: Nach der Prüfung ist vor der Prüfung. Was jetzt gut geklappt hat, wird auch das nächste Mal gut funktionieren. Du kannst deine Techniken und Lernstrategien aber noch weiter verfeinern: Überlege, womit du nicht ganz zufrieden warst (Zeitmanagement, Präsentation, deine Reaktionen auf Fragen, Stress während der Prüfung usw.) und was du konkret verändern könntest. Nimm dir vor, dies beim nächsten Mal auszuprobieren – die nächste Lernphase kommt bestimmt!
  • Belohne dich für die geleistete Arbeit: Plane das Danach und vergiss nicht, dich selbst zu belohnen und dir innerlich auf die Schulter zu klopfen.

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