„Für ein besseres Miteinander“

„Und was machst du, wenn du mit deinem Studium fertig bist? Ich konnte diese Frage nie leiden, habe ich mich doch für ein Studium ohne „eindeutiges“ Berufsbild entschieden. Ich studiere Anglophone Literatures and Cultures und Naturschutz und Biodiversitätsmanagement  – keine Studien, bei denen dem Gegenüber sofort klar ist, was man denn danach eigentlich „ist“. Aber um das Gegenüber geht es mir ja auch nicht: Mit der Leidenschaft, die man für sein Forschungsgebiet hat, kommen meiner Meinung nach auch der Wille und die Energie, aus dieser einen Beruf zu machen.

Was ich durch mein Studium auf jeden Fall geworden bin, ist ein anderer Mensch. Denn obwohl meine Studien auf den ersten Blick sehr unterschiedlich erscheinen, haben sie doch eines gemeinsam: Dass sie mir kritisches Denken gelehrt haben. Meine Zeit am Institut der Anglistik und Amerikanistik war geisteswissenschaftlich geprägt. Es galt meine gängigen Denkmuster aufzubrechen, Ideologien und Dogmen zu hinterfragen und meine Fähigkeit zur Selbstreflexion zu stärken. Gerade durch dieses Studium ist mir bewusst geworden, dass der Weg zu einer weltoffenen Gesellschaft noch ein weiter ist und dass der Anfang eines jeden gesellschaftlichen Wandels bei einem selbst liegt. Am Department für Botanik und Biodiversitätsforschung drehen sich die Inhalte weniger darum, wie wir Menschen miteinander leben, sondern darum, wie wir mit unserer Umwelt in Beziehung stehen und diese behandeln. Dass es hier ebenfalls dringenden Aufholbedarf gibt, sollte angesichts des immer schwerwiegenderen Artensterbens und fortschreitenden Klimawandels, deren beider Auswirkungen wir ja mittlerweile immer deutlicher wahrnehmen, außer Frage stehen.

Die Verschiedenheit meiner Studien hat mich also gelehrt, dass ich mich in Zukunft für ein besseres Miteinander zwischen Mensch und Mensch, aber auch zwischen Mensch und Umwelt einsetzen will. In welcher Form ich das machen werde, finde ich gerade heraus. Klar ist: Gotta‘ have faith, faith, faith.“ – Karina Reiter

Karina studiert Anglophone Literatures and Cultures und Naturschutz und Biodiversitätsmanagement an der Universität Wien.


“My educational journey into Cognitive Science shattered beliefs and made me stumble into a crisis about what science even is. But ultimately, my Master’s degree in Cognitive Science was the most rewarding experience I could have wished for and fundamentally reconceptualized how I see the world. I was already reading books on cognitive psychology during … Continued

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„Zugegeben: Es war ein nicht ganz so geradliniger Weg, der mich zu meinem Masterprogramm Science-Technology-Society geführt hat. Dabei hat es mir als Kind aus einem „nicht-Akademiker*innenhaushalt“ vor allem geholfen, dass ich ohne die Hürden eines Aufnahmeverfahrens verschiedene Studienmöglichkeiten ausprobieren konnte. Bereits ein Jahr vor meiner Matura hatte ich den Ausbildungsvertrag für ein Duales Bachelorstudium der … Continued

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„Mein Weg auf der Universität Wien war zu Beginn alles andere als geradlinig, eine Tatsache, mit der vielleicht so mancher sympathisieren kann. Ich musste mehrmals das Studium wechseln und Lehrveranstaltungen aus verschiedensten Studienrichtungen besuchen, bis ich letztendlich meine „Heimat“ an der Fakultät für Informatik fand. Ohne Vorkenntnisse, aber mit großem Interesse und Leidenschaft für die … Continued

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