„Auf die Unterstützung von Studienkolleg*innen vertrauen“

„Vor meinem Master in Gender Studies habe ich Medienkulturwissenschaft studiert. Die Frage, was ich in meinem Studium genau mache, wurde mir gefühlt schon zigtausendmal gestellt. Würde ich also jedes Mal, wenn ich diese Frage höre, einen Euro bekommen, müsste ich neben dem Studium nicht arbeiten. Doch das ist ein anderes Thema.

In diesem Beitrag möchte ich euch Forschungsschwerpunkte der Gender Studies vorstellen. Falls ihr euch fragt, was die Gender Studies sind und womit sie sich befassen, bekommt ihr nun (m)eine Antwort: In den Gender Studies geht es für mich vor allem darum, alltägliche Selbstverständlichkeiten und angebliche Natürlichkeiten kritisch zu hinterfragen. Dabei werden sehr unterschiedliche Fragestellungen untersucht. Gemeinsam ist allen Forschungsschwerpunkten, dass Geschlecht als zentrale Analysekategorie dient.

Eine klassische Fragestellung der noch relativ jungen Disziplin lautet, wie gegenwärtige Verhältnisse, also etwa die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, historisch bedingt sind und wie sie sich im Laufe der Geschichte verändert haben. Andere Schwerpunkte fragen nach dem historischen Wandel von Frauen- und Männerbildern und befassen sich mit der medialen Präsentation und Repräsentation von Geschlecht, z.B. in Filmen oder in der Werbung.

Auch die Herstellung von Geschlecht und Geschlechterdifferenz wird beforscht. Vertreter*innen poststrukturalistischer Ansätze und der Queer Theorie untersuchen, welche Machtverhältnisse aus der Unterscheidung von „männlich“ und „weiblich“ entstehen und welche gesellschaftlichen Zuschreibungen mit Geschlecht, Körper und Sexualität einhergehen.

Darüber hinaus finden sich auch Fragestellungen, die sich mit den Lebenslagen von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans, inter* und nicht-binären Personen beschäftigen. Dabei geht es unter anderem um Diskriminierungen und Stigmatisierungen. Insbesondere beim Thema Diskriminierungen wird die Analysekategorie Geschlecht mit weiteren sozialen Kategorien verbunden. Welche Rolle spielen etwa Alter oder soziale Klasse? Wie ist Geschlecht mit anderen Merkmalen wie ethnischer Herkunft, sexueller Orientierung oder Be_hinderung verschränkt?

In diesem Beitrag konnte ich längst nicht auf alle Perspektiven eingehen, die unter dem Begriff „Gender Studies“ versammelt werden. Ich kann euch jedoch versichern, dass dieser Master sehr abwechslungsreich ist. Menschen aus vielen unterschiedlichen Studienrichtungen kommen miteinander ins Gespräch und arbeiten zusammen. Diese interdisziplinäre Ausrichtung ist für mich zwar auch herausfordernd, doch kann ich immer auf die Unterstützung meiner Studienkolleg*innen vertrauen. Wir helfen uns gegenseitig und lernen gemeinsam für Prüfungen. Diese Solidarität ist unvergleichlich.“ – Carmen Ruf

Carmen studiert den Masterstudiengang Gender Studies an der Universität Wien.



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