Wir gehören nicht in die „Big Bang Theory“-Schublade

„‚Das habe ich in der Schule gehasst!‘ – ist mit Abstand die häufigste Antwort, die ich bekomme, wenn ich erkläre, was ich studiere. Wie es scheint verbinden viele mit der Physik – und vor allem der damit einhergehenden Mathematik – ihre schlimmsten Schulerfahrungen. Etwas das für mich immer schwer nachvollziehbar war. Schon in der Volksschule war ich von den Naturwissenschaften fasziniert und über die Jahre hat sich die Physik als Studienwahl herauskristallisiert (wobei hier einige ausgezeichnete Lehrer im Gymnasium sicher Einfluss hatten).

So habe ich mich auch voller Erwartungen gleich nach der Matura in das Studium gestürzt und war mir nach einem Monat nicht mehr sicher, ob das die richtige Entscheidung war. Das Physikstudium ist nicht leicht und vor allem anfangs scheinen viele mathematische Konzepte fremd und unverständlich. Aus der Schule war ich nur Bestnoten gewohnt und als ich von diesen bei meinen ersten Zwischenklausuren weit entfernt war, dachte ich schon ans Aufgeben. Aber zum Glück war das Studium nach kurzer Zeit kein Einzelkampf mehr und vor allem beim Studieren gilt: geteiltes Leid ist halbes Leid. So fand ich mich nach kurzer Eingewöhnung doch voll und ganz in meinem Studium wieder und konnte den Bachelor mit Auszeichnung noch mit 20 abschließen.

Derzeit bin ich vertieft in das Masterstudium, das hoffentlich in einer spannenden Forschungsarbeit à la CERN endet.

Aber: wer jetzt denkt, dass die Fakultät für Physik nur von Nerds besiedelt ist, die konstant am Lernen sind und das Wort ‚Freizeit‘ nicht einmal kennen, der irrt sich gewaltig. Die Physik ist ein Sammelsurium an Leuten mit sportlichen, kreativen, musikalischen und vor allem zeitaufwändigen Hobbies; Menschen die man beim ersten Antreffen sicher nicht in die „Big Bang Theory“-Abteilung steckt. Auch ich kann mich Freizeit-technisch nicht beschweren, schaffe ich es doch im Winter an jedem Wochenende auf dem Snowboard zu stehen und so meiner zweiten großen Leidenschaft nachzugehen.“ – Leonie Einfalt

Leonie studiert Physik im Master an der Universität Wien.



Triggerwarnung: In diesem Artikel geht es unter anderem um sexuelle Gewalt und Krieg.   „Ich wollte schon lange Historikerin werden. Als Kind hatte ich vage Träume vom Herumstöbern in Ritterburgen oder sah mich als Protagonistin von abenteuerlichen Dokumentationsfilmen. Heute verbringe ich die meiste Zeit an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät und durchsuche bei künstlichem Licht schlechte Fotoscans … Continued

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