Welche Geschichten erzählen uns historische Medaillen?

„Numismatik? Und was ist das? – das ist meist die Reaktion, wenn mich jemand fragt, wofür ich mich interessiere und worauf ich mich im Master spezialisieren möchte. Kurz gesagt: Es ist die Wissenschaft der Münz- und Geldgeschichte. Wer jetzt an „die alte Münzsammlung des Großvaters“ denkt und die Numismatik als langweiliges und eintöniges Fach sieht, irrt sich.

Im Zuge der Erweiterungscurricula in meinem Bachelor Geschichte durfte ich den Facettenreichtum und die Vielfalt der Numismatik kennenlernen. Sie beschäftigt sich mit allen Formen des Geldes unter kunst- und kulturgeschichtlichen sowie historischen und wirtschaftsgeschichtlichen Aspekten. Mich faszinieren vor allem die fachlichen Randgebiete der Numismatik, die teilweise noch wenig erforscht wurden: Zum Beispiel Religiöse Medaillen, deren Bearbeitung ich in einem Proseminar erlernen und mein Wissen daraufhin bei einem Praktikum an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften praktisch anwenden durfte. Im Zuge dessen habe ich Medaillen, die bei einer archäologischen Grabung des Elisabethinen-Krankenhaus-Friedhofs im 3. Wiener Bezirk gefunden wurden, bestimmt und bearbeitet. (Auf derstandard.at teilt Benedikt seine Ergebnisse mit der Öffentlichkeit und berichtet über sein Praktikum)

Wenn ich mich wie bei dieser Arbeit mit historischen Objekten befasse, dann ist meine Motivation nicht die Beschäftigung mit den Objekten um ihrer selbst willen, sondern deren Einbettung in einen größeren (kultur-) historischen Kontext. Das heißt mich mit Dingen der Vergangenheit systematisch auseinanderzusetzten, ihre Spuren in der Gegenwart zu erkennen, ihre Wirkung, ihre Bedeutung sowie ihre Verwendung zu verstehen und auch größere Fragestellungen an sie zu richten.

Zurzeit studiere ich im Bachelor Geschichte, finde es aber wichtig, die Grenzen des Curriculums zu verlassen, mich mit wissenschaftlichen Inhalten über die Lehrveranstaltungen hinaus zu beschäftigen, eigene Ideen und Projekte zu entwickeln, interdisziplinäre Ansätze zu suchen, Kontakte zu Forschenden und anderen Disziplinen zu knüpfen. Wenn ich in einem Archiv recherchiere, eine archäologische Grabung organisiere, eine Online-Datenbank konstruiere oder einen Artikel schreibe, mache ich wichtige Erfahrungen – sei es für mein weiteres Studium oder für eine zukünftige Forschungstätigkeit.“ – Benedikt Prokisch

Benedikt studiert Geschichte an der Universität Wien.


„Dass ich irgendwann Tutorien in Pyjama und Hausschuhen von Zuhause aus halten würde, hätte ich mir vor wenigen Monaten wohl kaum träumen lassen. Als ich vor zwei Jahren gefragt wurde, ob ich als Tutorin für eine Einführungsveranstaltung (STEOP) arbeiten möchte, hat sich mein Unileben um 180° gedreht. Bei meinem Studienbeginn in Internationaler Betriebswirtschaftslehre beunruhigten mich … Continued

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“My educational journey into Cognitive Science shattered beliefs and made me stumble into a crisis about what science even is. But ultimately, my Master’s degree in Cognitive Science was the most rewarding experience I could have wished for and fundamentally reconceptualized how I see the world. I was already reading books on cognitive psychology during … Continued

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„Zugegeben: Es war ein nicht ganz so geradliniger Weg, der mich zu meinem Masterprogramm Science-Technology-Society geführt hat. Dabei hat es mir als Kind aus einem „nicht-Akademiker*innenhaushalt“ vor allem geholfen, dass ich ohne die Hürden eines Aufnahmeverfahrens verschiedene Studienmöglichkeiten ausprobieren konnte. Bereits ein Jahr vor meiner Matura hatte ich den Ausbildungsvertrag für ein Duales Bachelorstudium der … Continued

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