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am 2. Dezember 2020
ungefähr 2 Minuten
Kategorien: Humans of University of Vienna

Weltraumrecht vor einem fiktiven Gericht verhandeln

„Für mich bot mein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien viele Möglichkeiten, in unterschiedliche Bereiche einzutauchen. Schlussendlich hat fast alles einen rechtlichen Aspekt. Deswegen habe ich die Gelegenheit der Spezialisierungen im Studium genutzt und Vertiefungen u.a. in Kriminologie, Legal Gender Studies, juristischem Englisch und Recht der internationalen Beziehungen absolviert.

Letzten Sommer bin ich über ein Wahlfach auf den Manfred Lachs Space Law Moot Court gestoßen und habe mich kurzerhand beworben. Ich erinnere mich noch genau, wie froh ich war, als ich genommen wurde! Bei dem Wettbewerb geht es darum, als Team einen fiktiven Fall im Bereich des Weltraumrechts zu lösen, um dann die eigene Ausarbeitung so zu präsentieren, als würde man einen Staat vor dem Internationalen Gerichtshof verteidigen. In unserem Fall beschäftigten wir uns mit einer Internationalen Raumstation, auf der sich Astronaut*innen verschiedener Staaten befinden, die mit einer möglichen Kollision mit Weltraumschrott zurechtkommen müssen.

Wir haben uns das ganze letzte Studienjahr intensiv vorbereitet – zunächst tauchten wir in die Weltraumrechtliteratur ein, um unsere Argumente zu formulieren, dann kam das Ausfeilen der mündlichen Präsentation. Dabei haben wir auch gelernt, als Team zusammenzuarbeiten. Tatsächlich erzielten wir auch das bisher beste Ergebnis für die Universität Wien: Das Wiener Team hat die europäische Runde, welche online abgehalten wurde, gewonnen und wird im Herbst als European Regional Winner am Weltfinale teilnehmen. Meine Freude war groß, dass ich mit dem Best Oralist Award ausgezeichnet wurde. Da ich von Natur aus nicht automatisch in „public speaking“ begabt war, musste ich umso härter daran arbeiten und bin stolz, dass sich die Mühe gelohnt hat und ein so großer Fortschritt zu erkennen ist.

Die Teilnahme am Moot Court hat mich enorm herausgefordert, ich habe aber unbeschreiblich viel dazu gelernt und mich persönlich auf vielen Ebenen weiterentwickelt. Zusätzlich habe ich auch mein Interesse für Weltraumrecht entdeckt – ein Bereich, mit dem ich mich auch in Zukunft mehr beschäftigen möchte.“ – Hristina Talkova

Hristina studiert Rechtswissenschaften an der Universität Wien.

P.S.: Das Moot Court Team der Uni Wien war auch beim internationalen Finale Ende Oktober 2020 erfolgreich und holte den zweiten Platz, Hristina gewann erneut den Preis als beste Rednerin. 🙌 Mehr dazu im uni:view Magazin.



Human of #univie Lukas: Inklusion entsteht im Tun

„Meine Vorstellung von Inklusion? „Alle dürfen mitmachen. Egal, wie sie sind.“ Klingt simpel, ist aber keinesfalls Realität. Wie kommen wir also dorthin? Ein Semester individuelle Studienunterstützung (ISU) mit Seminar und Praxisstunden hat mir gezeigt: Inklusion entsteht im Tun, erfordert Reflexion über bestehende Barrieren und ein Einfühlen in das Erleben anderer. Es war eher zufällig, dass … Continued

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